Manuel Vogel
· 26.03.2026
Hersteller Duotone hat den Free Frontwing komplett überarbeitet, herausgekommen ist das Free 2.0. Erhältlich ist der Frontflügel in drei Größen, mit 1300/1600 und 1900 cm² Fläche. Je nach Größe liegt die Aspekt-Ratio zwischen 6,8 und 7,2. Das Free 2.0 Foil ist für frühen Take-off und den Einsatz auf Flachwasser und in kleinen Wellen designt. Wir konnten das Foil in der Größe mit 1300 cm² Fläche in Kombination mit mehreren Boards ausprobieren.
Mit einer Spannweite von 97 Zentimetern und einer deutlich verrundeten Anströmkante soll das Free 2.0 Foil viel Lift auch bei niedrigen Geschwindigkeiten erzeugen. Die Flügel werden klassisch auf der Aluminium-Fuselage aufgeschraubt, sämtliche Verbindungen sind sehr passgenau, zudem sind die Schraubenlängen an Ort und Stelle aufgedruckt, sodass Verwechslungen ausgeschlossen sein dürften. Die Flügelspitzen sind schlank und leicht nach oben gezogen, was einfache Richtungswechsel ermöglichen soll. Den 1300er Frontflügel kombiniert man idealerweise mit dem PX-Stabilisator mit 195 cm² Fläche. Konstruiert ist der Free 2.0 Flügel mit einer Mischung aus Glas- und Carbonfasern, was ein gutes Verhältnis aus Steifigkeit, Robustheit und attraktivem Preis gewährleisten soll. Der Preis für das Set aus Frontwing, Fuselage und Stabilizer ist mit 847 Euro auch durchaus interessant. Beim Mast hat man innerhalb der modularen Duotone-Range wie immer die Wahl zwischen unterschiedlichen Aluminium- oder Carbon-Masten.
Wir konnten das Free Foil auf drei verschiedenen Boards probefahren - sowohl auf kurzen, kompakten Shapes, als auch auf gestreckten Midlengthboards. Auffällig ist, dass das Free 2.0 Foil sehr früh und berechenbar Lift erzeugt. Das Abheben erfolgt ohne ungeplante Überraschungen, die Anströmung ist auch bei niedrigen Geschwindigkeiten bereits sehr zuverlässig, sodass das Foil in der Beschleunigungsphase nicht absackt. Einmal abgehoben, lässt sich die Flugposition sehr stabil halten – sowohl um die Quer- als auch um die Längsachse liegt das Board damit stabil und überaus einfach kontrollierbar in der Luft. In Manövern nimmt das Foil Steuerimpulse willig an, am besten liegen dem Free 2.0 Foil mittlere und weitere Radien, die es wunderbar stabil durchfoilt und Belastungsfehler großzügig verzeiht. Ganz enge Radien darf man von diesem Flügel nicht erwarten, unter diesem Aspekt sind die Schwester-Modelle Crest und vor allem das Carve deutlich performanter. Trotzdem wirkt das Free 2.0 Foil keineswegs langweilig und lässt sich auch mal mit viel Druck in den Turn pressen - wenn die Flügelspitzen dabei mal an die Luft kommen, wird das nicht gleich mit einem Strömungsabriss quittiert. Das Speed-Niveau fällt moderat aus, Sprünge sind aber damit durchaus möglich. Wer hingegen ernsthaft über Rotationen und Freestyle-Manöver nachdenkt, wird mit dem Free Foil erwartungsgemäß nicht optimal beraten sein, alleine aufgrund der Größe des Foils. Überzeugend fällt auch der Glide des Flügels aus, auf kleinen Dünnungswellen kann man damit durchaus längere Flüge mit neutral gestellten Wing absolvieren.
Das neue Free Foil 2.0 überzeugt als extrem einfach zu fliegendes Foil mit sehr viel Stabilität und verlässlichem Auftrieb. Damit eignet es sich sowohl für Wingfoil-Einsteiger als auch für Freerider, die einen einfach zu fahrenden Flügel für Leichtwindbedingungen oder in Verbindung mit gestreckten Board-Konzepten suchen. Auch für entspannte Halsen und Downwindflüge ist das Foil absolut geeignet. Nur wer in erster Linie ein drehfreudiges, agiles und schnelleres Foil für enge Manöver und Turns in der Welle sucht, sollte sich wahlweise zum Crest- oder gar zum Carve-Flügel orientieren.
Kontrolle, Takeoff, Flugstabilität
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Redakteur surf