Erste Schritte im WingenSo lernst du das Wingsurfen auf dem SUP!

Manuel Vogel

 · 27.06.2026

Erste Schritte im Wingen: So lernst du das Wingsurfen auf dem SUP!Foto: Slingshot
Wingsurfen lernt man am besten auf einem langen Board, etwa einem SUP
Du möchtest endlich mal Wingsurfen ausprobieren? SUP-Boards eignen sich bei Leichtwind perfekt für die ersten Schritte! Hier zeigen wir euch, wie Start, Steuern und Wenden mit dem Wing auf dem SUP gelingen und was du bezüglich des Materials beachten solltest.

Spätestens seit Baumärkte und Discounter regelmäßig zur Wassersport-Großoffensive blasen, hat gefühlt jeder Zweite ein SUP im Keller - Standup-Paddeln ist längst Volkssport. Und ein SUP - egal ob Hardboard oder aufblasbar - ist gleichzeitig das ideale Brett, um die ersten Versuche beim Wingfoilen zu unternehmen. So kann der Umgang mit dem Wing ganz einfach geübt werden, um dann später aufs Foil zu wechseln - oder aber als Leichtwindspaß ausschließlich mit dem SUP zu Wingen!

​Wingsurfen ist die perfekte Ergänzung zum SUPen und gar nicht schwer zu lernen

​Die gute Nachricht für alle Paddler ist, dass nahezu jedes gängige Allround- oder Touring-SUP mit einer Länge zwischen neun und zwölf Fuß zum Wingsurfen lernen verwendet werden kann. Damit du dein SUP zum Wingsurfen einsetzen kann, muss dieses die Möglichkeit haben, eine Mittelfinne zu montieren, welche die seitliche Abdrift minimiert. WindSUPs haben von Haus aus diese Möglichkeit, weil hier eine zweite Finnenbox in der Brettmitte verbaut wurde. Wer ein “normales” SUP ohne Mittelfinnen-Option besitzt, kann die Abdrifthemmer aber nachrüsten. Dafür gibt es auf dem Markt aktuell mehrere Optionen:

Finnensysteme wie das Ezywing Fin Kit transformieren SUPs in perfekte Wingsurfbretter für LeichtwindFoto: Manuel VogelFinnensysteme wie das Ezywing Fin Kit transformieren SUPs in perfekte Wingsurfbretter für Leichtwind

Auch in vielen Wingsurf-Schulen (HIER gibt’s eine Übersicht über mehr als 200 Schulen im In- und Ausland) werden SUPs mit derartigen Mittelfinnen zum Wingsurfen lernen eingesetzt - das System hat sich also längst bewährt.

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Der passende Wing zum Wingfoil lernen auf dem SUP

​Der Wing wird einfach nur aufgepumpt und ist gewissermaßen selbsterklärend, bei entsprechender Größe liefert er schon ab 2-3 Windstärken genügend Vortrieb, um entspannt über den See zu cruisen. Für die ersten Versuche genügt je nach Körpergewicht ein Wing mit rund 5 Quadratmetern. In dieser Größe liefert er genügend Vortrieb, um die Faszination zu spüren, bleibt aber gleichzeitig noch gut handlebar.

Bevor es aufs Wasser geht, sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um den Wing an Land etwas kennenzulernen. Wie das geht, das zeigen wir euch hier: Wingsurfen lernen – die besten Vorübungen mit dem Wing

Die ersten Schritte mit dem Wing auf dem SUP

Die idealen Bedingungen sind etwa 2 bis 4 Windstärken. Wichtig ist, dass Wing und Board jeweils mit einer Leash gesichert sind - also eine Leine, die den Wing an deinem Arm und das Board an einem Bein befestigt, um sie auf dem Wasser nicht zu verlieren. In Lee sollte ein wenig Platz sein, dann kann es losgehen.

Der Wing liegt zunächst auf der Leeseite des Boards, mit der Oberseite nach oben und den Griffen dementsprechend nach unten (hier zeigen wir, wie der Wing umgedreht werden kann, wenn er falsch herum liegt). Gehalten wird er zunächst am Griff in der Mitte der Anströmkante, so schwebt er dann quasi schwerelos im Wind. Ihr klettert von Luv aufs Board und kniet euch zunächst einmal hin - etwa in die Mitte des Boards, so dass es stabil schwimmt. Wenn ihr den Wing dann aus dem Wasser hebt und mit den Händen an den Boom oder die Handles greift, spürt ihr schon, wie der Wing stabiler wird und Vortrieb produziert. Sobald ihr euch sicher fühlt, könnt ihr dann vorsichtig aufstehen.

Mit dem Wing auf dem SUP steuern

Wenn ihr dann in Fahrt seid, gilt es, den Kurs zu halten und dorthin zu fahren, so ihr hin möchtet. Dazu könnt ihr das Board auf zwei Arten steuern:

  1. Fuß-Belastung: Wenn ihr die Luv-Kante belastet und euer Gewicht nach hinten verlagert, luvt das Board an, umgekehrt fallt ihr bei Belastung nach vorne und nach Lee ab. Da vor allem iSUPs jedoch runde Rails ohne klare Abrisskanten haben, ist diese Option nicht so effektiv wie bei Hardboards.
  2. Verlagerung des Wing-Druckpunktes: Zum Geradeaus fahren steht ihr idealerweise mit dem Körperschwerpunkt über der Mitte des Boards, wo die Finne platziert ist. Der Druckpunkt des Wings befindet sich etwa zwischen euren Händen und ebenfalls über der Mittelfinne. Verlagert ihr diesen Druckpunkt nun nach hinten, luvt das Brett an, verlagert ihr ihn nach vorne, fällt es ab.

Weitere Tipps zu Steuerung, Sicherheit und den ersten Manövern gibt es im Video-Tutorial:

Auf dem YouTube-Kanal von Wingsurf.world gibt’s viele weitere Tutorials. Klick mal rein!

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Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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