Spätestens seit Baumärkte und Discounter regelmäßig zur Wassersport-Großoffensive blasen, hat gefühlt jeder Zweite ein SUP im Keller - Standup-Paddeln ist längst Volkssport. Und ein SUP - egal ob Hardboard oder aufblasbar - ist gleichzeitig das ideale Brett, um die ersten Versuche beim Wingfoilen zu unternehmen. So kann der Umgang mit dem Wing ganz einfach geübt werden, um dann später aufs Foil zu wechseln - oder aber als Leichtwindspaß ausschließlich mit dem SUP zu Wingen!
Wingsurfen ist die perfekte Ergänzung zum SUPen und gar nicht schwer zu lernen
Die gute Nachricht für alle Paddler ist, dass nahezu jedes gängige Allround- oder Touring-SUP mit einer Länge zwischen neun und zwölf Fuß zum Wingsurfen lernen verwendet werden kann. Damit du dein SUP zum Wingsurfen einsetzen kann, muss dieses die Möglichkeit haben, eine Mittelfinne zu montieren, welche die seitliche Abdrift minimiert. WindSUPs haben von Haus aus diese Möglichkeit, weil hier eine zweite Finnenbox in der Brettmitte verbaut wurde. Wer ein “normales” SUP ohne Mittelfinnen-Option besitzt, kann die Abdrifthemmer aber nachrüsten. Dafür gibt es auf dem Markt aktuell mehrere Optionen:
Auch in vielen Wingsurf-Schulen (HIER gibt’s eine Übersicht über mehr als 200 Schulen im In- und Ausland) werden SUPs mit derartigen Mittelfinnen zum Wingsurfen lernen eingesetzt - das System hat sich also längst bewährt.
Der Wing wird einfach nur aufgepumpt und ist gewissermaßen selbsterklärend, bei entsprechender Größe liefert er schon ab 2-3 Windstärken genügend Vortrieb, um entspannt über den See zu cruisen. Für die ersten Versuche genügt je nach Körpergewicht ein Wing mit rund 5 Quadratmetern. In dieser Größe liefert er genügend Vortrieb, um die Faszination zu spüren, bleibt aber gleichzeitig noch gut handlebar.
Bevor es aufs Wasser geht, sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um den Wing an Land etwas kennenzulernen. Wie das geht, das zeigen wir euch hier: Wingsurfen lernen – die besten Vorübungen mit dem Wing
Die idealen Bedingungen sind etwa 2 bis 4 Windstärken. Wichtig ist, dass Wing und Board jeweils mit einer Leash gesichert sind - also eine Leine, die den Wing an deinem Arm und das Board an einem Bein befestigt, um sie auf dem Wasser nicht zu verlieren. In Lee sollte ein wenig Platz sein, dann kann es losgehen.
Der Wing liegt zunächst auf der Leeseite des Boards, mit der Oberseite nach oben und den Griffen dementsprechend nach unten (hier zeigen wir, wie der Wing umgedreht werden kann, wenn er falsch herum liegt). Gehalten wird er zunächst am Griff in der Mitte der Anströmkante, so schwebt er dann quasi schwerelos im Wind. Ihr klettert von Luv aufs Board und kniet euch zunächst einmal hin - etwa in die Mitte des Boards, so dass es stabil schwimmt. Wenn ihr den Wing dann aus dem Wasser hebt und mit den Händen an den Boom oder die Handles greift, spürt ihr schon, wie der Wing stabiler wird und Vortrieb produziert. Sobald ihr euch sicher fühlt, könnt ihr dann vorsichtig aufstehen.
Wenn ihr dann in Fahrt seid, gilt es, den Kurs zu halten und dorthin zu fahren, so ihr hin möchtet. Dazu könnt ihr das Board auf zwei Arten steuern:
Weitere Tipps zu Steuerung, Sicherheit und den ersten Manövern gibt es im Video-Tutorial:

Redakteur surf
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.