Auf der boot Düsseldorf 2026 haben Millisekunden über Sieg und Niederlage beim "GWA Indoor Wingfoil World Cup" entschieden. Nach vier spannenden Durchgängen setzte sich bei den Männern der Spanier Ancor Sosa durch, während bei den Frauen seine Landsfrau Nia Suardiaz erneut den Sieg davontrug. Die Entscheidungen fielen denkbar knapp: Sosa absolvierte den 62 Meter langen Kurs in beeindruckenden 42 Sekunden, während seine engsten Verfolger Balz Müller und der erst 16-jährige Franz Schlittenbauer mit 43,48 und 43,90 Sekunden nur hauchdünn dahinter lagen.
„Ich bin sehr glücklich, wieder auf der boot Düsseldorf zu sein und richtig begeistert. Wir hatten alle zusammen so viel Spaß. Jede Sekunde auf dem Pool macht so viel Spaß", freute sich Sieger Ancor Sosa nach seinem Triumph. Der Spanier zeigte sich nicht nur von seiner eigenen Leistung beeindruckt, sondern auch von der Atmosphäre des Events. Bei den Frauen konnte Nia Suardiaz ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen und zeigte sich ebenfalls begeistert: „Es war wieder supercool, hier zu sein und auch wieder zu gewinnen. Ich glaube, ich konnte auch meine Zeit noch einmal verbessern. Es ist toll zu erleben, dass die Leute hierherkommen und zugucken."
Die Wingfoil-Wettkämpfe haben sich zu einem echten Publikumsmagneten auf der boot Düsseldorf entwickelt. Besonders Balz Müller, der den zweiten Platz belegte, sorgte mit seinen spektakulären Tricks für Begeisterung beim Publikum. „Das tolle an der boot ist, dass wir im Winter die Chance bekommen, im Indoor unseren Sport zu leben. Die ganze Community kommt zusammen und man kann sehen, wie sich der Sport weiterentwickelt", fasste Müller seine Eindrücke vom ersten Messewochenende zusammen. Besonders freute ihn die Reaktion der jüngsten Zuschauer: „Das Schönste für mich war es in diesem Jahr, die faszinierten Augen der Kinder zu sehen. Hoffentlich kommt der ein oder andere jetzt auch auf die Idee, das Surfen auszuprobieren. Dafür ist die boot da, um zu inspirieren und motivieren."
Eine besondere Überraschung des Wettbewerbs war die starke Leistung des erst 16-jährigen Franz Schlittenbauer, der als boot-Neuling gleich den dritten Platz erreichte. Mit einer Zeit von 43,90 Sekunden bewies der Schlittenbauer, dass mit der nächsten Generation von Wingfoilern bereits zu rechnen ist.
Zuvor hatten bereits die Pumpfoiler auf dem XXL-Pool ihr Finale ausgetragen. Nach einer spannenden Qualifikation am Samstag konnten sich am Sonntag Edan Fiander und Sarah Spalinger gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und die Siege beim SFT Pumpfoil World Cup holen. SFT-Tour-Direktor Tom Hartmann war sehr zufrieden mit dem World Cup. „Das ist die größte Bühne, die wir im Jahr haben. Es gibt kein anderes Event, bei dem man als Zuschauer so nah an der Action sein kann. Die Atmosphäre ist ganz anders als draußen. Das ist hier wie in einem Eishockeystadion“, erklärt Hartmann.
Mit einem „Best-of-Three“ waren die Rider am Sonntag ins Finale gestartet. Schon zu Beginn waren die Plätze für Runde zwei intensiv umkämpft. Auf dem engen Pool kam es zu knappen Kopf-an-Kopf-Rennen, die teilweise auch für beide Rivalen im Wasser geendet sind. „Der Kurs ist extrem eng, da muss man schon aufpassen, dass man nicht zusammenstößt. Das darf man nicht zu verbissen sehen. Trotz des Contests muss man immer gucken, dass das Foilen eine spaßige Sportart bleibt“, sagt Jurij Scheibler, der sich über den dritten Platz freuen konnte.
Spaß stand auch für den Gewinner Edan Fiander an erste Stelle. „Das ist eine tolle Art, die Saison zu starten. Ich bin sehr glücklich über meinen Sieg“, sagt der 19-Jährige. Auf Platz zwei landete Kai Thompson aus Australien. Bei den Frauen wagten in diesem Jahr die Wingfoilweltmeisterin Bowien van der Linden und die olympische Kitesurferin Alina Kornelli einen Ausflug ins Pumpfoilen. Oben auf dem Podium stand am Ende Sarah Spalinger. „Ich habe mich sehr gefreut, in diesem Jahr wieder dabei zu sein. Umso größer ist die Freude, auch in diesem Jahr wieder gewonnen zu haben!“