Der Gran Canaria GWA Wingfoil World Cup eröffnete die FreeFly-Slalom-Saison. Die Bedingungen zeigten sich von Beginn an kraftvoll: Wind über 30 Knoten prägte beide Wettkampftage und stellte hohe Anforderungen an Material und Fahrtechnik. Der erste Tag brachte drei Elimination bei den Männern und sechs bei den Frauen, nach denen Bastien Escofet und Nia Suardiaz in Führung lagen.
Der zweite Wettkampftag brachte weitere drei Eliminations bei den Männern. Tom Pansard gewann zwei Durchgänge, Francesco Cappuzzo sicherte sich den dritten. Die Top 6 qualifizierten sich für das Super Final: Pansard, Escofet, Cappuzzo, Noe Cuyala, Sebastiano Zorzi und der Deutsche Benjamin May. Bei den Frauen absolvierte das Feld eine weitere Elimination, die Kylie Belloeuvre für sich entscheiden konnte. Suardiaz führte die Qualifikation vor Belloeuvre, Enoha Laurent, Manon Dupé, Bowien van der Linden und Mar de Arce an. Die sechs Frauen zogen ins Super Final ein und kämpfen dort um den Gesamtsieg.
Das Super Final der Männer entwickelte sich zu einem dramatischen Dreikampf. Die Top 6 kämpften sich durch die Runden, bis vier Finalisten übrig bleiben: Cappuzzo, Escofet, Zorzi und Pansard. Die Regel besagt, dass ein Athlet zwei Siege benötigt, um den Event zu gewinnen. Pansard brachte bereits einen Punkt aus den Eliminationsrunden mit. Im ersten Finalrennen crashte Pansard beim Start, Cappuzzo nutzte die Chance und gewann vor Escofet auf Platz zwei und Zorzi auf Rang drei. Das zweite Finalrennen musste Pansard aufgrund eines medizinischen Problems auslassen. Diesmal crashte Cappuzzo nach der FreeFly-Sektion, was Escofet die Tür öffnete. Der Franzose übernahm die Führung und sicherte sich den Sieg. Nach zwei Finals hatten Escofet, Cappuzzo und Pansard somit jeweils einen Bullet auf dem Konto. Ein drittes und entscheidendes Rennen musste die Entscheidung bringen.
Francesco Cappuzzo gewann schließlich das dritte Finalrennen und sicherte sich damit den Gesamtsieg beim Gran Canaria GWA Wingfoil World Cup. Der Italiener zeigte sich nach dem Wettkampf erleichtert: “Es fühlt sich so gut an, wieder ganz oben zu stehen. Ich hatte in den letzten sechs oder sieben Monaten nach Abu Dhabi schlechte Träume. Ich bin so glücklich, dass ich jetzt hier wieder an der Spitze stehe. Die Bedingungen waren wirklich herausfordernd, jeder hätte diesen Event gewinnen können. Ich bin wirklich froh, dass ich gepusht habe und mit dem Sieg rausgegangen bin. Jetzt muss ich in Fuerteventura voll angreifen und die Sache zu Ende bringen.” Escofet landete auf Platz zwei, Pansard komplettierte das Podium auf Rang drei. Sebastiano Zorzi beendete den Wettbewerb auf Position vier.
Nia Suardiaz ging mit einem Punkt aus den Eliminations ins Super Final. In den Heats 1 und 2 qualifizierten sich Enoha Laurent und Mar de Arce für das Hauptfinale, wo sie auf Suardiaz und Kylie Belloeuvre trafen. Die Spanierin nutzte ihren Vorsprung und hielt die Führung über den gesamten Finalkurs. Mit dem Sieg im Super Final sicherte sie sich den Gesamtsieg im FreeFly-Slalom von Gran Canaria. Belloeuvre wurde Zweite, Laurent belegte Platz drei. Suardiaz kommentierte ihren Erfolg: “Alles lief wirklich gut, und ich bin super glücklich. Heute habe ich das erste Finale gewonnen. Die Bedingungen waren unglaublich. Wir hatten wirklich starken Wind und große Wellen, es war richtig gut.” Mar de Arce komplettiert das Finale auf Position vier.
Der FreeFly-Slalom in Gran Canaria ist abgeschlossen. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Surf-Freestyle-Disziplin, die in den kommenden Tagen in Gran Canaria ausgetragen wird. Danach wechselt die GWA Wingfoil World Tour in der folgenden Woche nach Fuerteventura. Dort werden die Weltmeister gekrönt. Cappuzzo hat mit seinem Sieg in Gran Canaria ein Zeichen gesetzt und geht mit Selbstvertrauen in den finalen Showdown. Auch Suardiaz hat ihre Position als Titelverteidigerin untermauert und zeigt sich in starker Form für die entscheidenden Wettkämpfe der Saison.
Alle Heats und Infos unter wingfoilworldtour.com
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