Tobias Frauen
· 23.01.2026
Am Anfang eigentlich gar nicht. Beim ersten Event in Tarifa war ich im Vergleich zu den anderen noch nicht so gut. Ich wusste zwar von Instagram ungefähr, wie stark die anderen sind, aber im echten Wettbewerb ist das dann doch etwas anderes. Viele waren nicht so konstant mit ihren Tricks, und das hat mir geholfen, gleich vorne mit dabei zu sein.
Ich habe vor allem meine Frontflips komplett neu gelernt. Am Anfang habe ich sie technisch falsch gemacht, weil ich den Wing nicht richtig genutzt habe. Eigentlich muss man den Wing so einsetzen, dass der Wind einen nach unten zieht – das habe ich dann neu gelernt. Außerdem habe ich an meinen Palaus gearbeitet, vor allem an der Höhe. Viele können den Trick zwar, machen ihn aber sehr niedrig, und Höhe gibt einfach viele Punkte.
Eigentlich nicht wirklich. Ich probiere viel aus und mache meistens das, worauf ich gerade Lust habe. Dann versuche ich, die Tricks immer höher, schneller und sauberer zu machen. Das passiert eher intuitiv als geplant.
Ich versuche, meine Moves immer höher, schneller und sauberer zu machen.”
Im ersten Heat bin ich ein anderes Board gefahren als sonst, und das war total ungewohnt. Da lief es erst mal richtig schlecht. Am zweiten Tag war es dann aber ganz anders – da war ich gleich vorne dabei und habe sogar zweimal die vollen zehn Punkte für meine Moves bekommen. Ab da lief es richtig gut.
Ganz entspannt mit den Leuten, die da waren. Der Veranstalter macht auch immer ein bisschen was, und dann feiert man einfach zusammen.
Ich komme aus Rosenheim in Deutschland. Mit dem Wingfoilen habe ich am Gardasee angefangen, da sind wir auch oft zum Training. Ganz am Anfang habe ich Windsurfen gemacht, dann habe ich mit neun Jahren Kiten gelernt und vor drei Jahren dann mit dem Wingen angefangen. Ich fand Wingfoilen zuerst sogar ziemlich uncool, weil es bei Anfängern nicht gut aussieht. Mein Papa hat dann aber Material gekauft, ich habe es ausprobiert, und dann hat es mir richtig Spaß gemacht. Danach ging alles ziemlich schnell.
Ja, auf jeden Fall. Er ist ein Jahr älter als ich. Als er besser geworden ist, habe ich auch angefangen, mehr zu springen und Tricks zu machen. Er ist von den Tricks her noch besser als ich, aber wir pushen uns gegenseitig. Und bei den Wettbewerben signalisiert er mir, was für Tricks ich noch brauche.
Zu Hause kann ich kaum trainieren, weil es nicht oft guten Wind gibt. Im Winter ist es zwar manchmal windig, aber oft zu kalt. Im Sommer fahren wir so oft wie möglich am Wochenende an den Gardasee, und in den Ferien versuchen wir, längere Zeit dort zu sein. Im Winter ist meistens Schule angesagt.
Im Heat mache ich zuerst immer die Tricks, die ich sicher kann. Man braucht ja drei Tricks, die zählen. Wenn ich die habe, bin ich nicht mehr so nervös und probiere auch schwierigere Sachen. Das hilft mir sehr.
Wenn jemand einen neuen Move bei Instagram postet, wird man schon ein bisschen nervös!”
Ja, schon. Wenn jemand etwas richtig Neues oder Gutes postet, wird man ein bisschen nervös. Aber man kann ja nichts anderes machen, als zu versuchen, das selbst auch zu lernen.
Freestyle ist meine Hauptdisziplin, aber ich probiere auch anderes aus. Im April fliegen wir nach Boa Vista, da gibt es viele Wellen, und das möchte ich ausprobieren. Racen habe ich auch schon getestet.
Mein Lieblingsspot ist eigentlich der Gardasee, weil man dort fast immer Wind hat. Gran Canaria fand ich aber auch richtig gut wegen der großen Wellen. Mein Lieblingsmove ist Palau oder Frontflip.
Nicht wirklich. Ich mache einfach weiter, solange es mir Spaß macht. Erst wenn ich mit der Schule fertig bin, schaue ich, wie es weitergeht. Vielleicht mache ich dann auch erst mal ein Jahr Pause oder ein Auslandsjahr. Im Moment will ich einfach nur fahren und mich weiterentwickeln.