GWA Wingfoil World Cup14-jähriger Benjamin Castenskiold holt WM-Titel im Surf-Freestyle

SURF

 · 08.08.2025

Mit 14 Jahren holt Benjamin Castenskiold seinen ersten WM-Titel
Foto: GWA/Lukas Stiller
Der erst 14-jährige Benjamin Castenskiold sichert sich bei der finalen Station der GWA Wingfoil World Tour in Gran Canaria den Weltmeistertitel im Surf-Freestyle. Das dänische Nachwuchsathlet setzte sich in einem dramatischen Finale gegen Axel Gerard durch und profitierte vom überraschenden Ausscheiden des Titelverteidigers Chris MacDonald.

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Benjamin Castenskiold hat sich bei der finalen Station der GWA Wingfoil World Tour in Gran Canaria den Weltmeistertitel im Surf-Freestyle gesichert. Der erst 14-jährige Däne krönte seine beeindruckende Saison mit einem Sieg beim entscheidenden Event in El Burrero. Mit seinem Triumph schreibt Castenskiold Geschichte als einer der jüngsten Weltmeister in der noch jungen Geschichte des professionellen Wingfoil-Sports. Der Wettkampf markierte den Abschluss der Surf-Freestyle Saison 2025, bei dem insgesamt 23 Männer und 14 Frauen um die begehrten Titel kämpften.

Neuer Spot El Burrero mit idealen Bedingungen

Die GWA kehrte zum dritten Mal in Folge nach Gran Canaria zurück, präsentierte jedoch mit El Burrero nördlich von Vargas einen neuen Wettkampfort. Die Location überzeugte mit cross-onshore Winden und perfekten Kicker-Wellen – ideale Voraussetzungen für Surf-Freestyle. Vor dem Event lagen im Titelrennen der Männer noch mehrere Athleten in Schlagdistanz: Neben Titelverteidiger Chris MacDonald hatten auch Benjamin Castenskiold, Tomas Acherer und Aleks Acherer realistische Chancen auf den Gesamtsieg. Bei den Frauen führte Nia Suardiaz die Rangliste an, doch auch Mar de Arce und Marie Schlittenbauer konnten sich noch Hoffnungen auf den Titel machen.

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Bereits in den Viertelfinals zeigte sich das hohe Niveau des Wettbewerbs. Die Athleten hatten bei viel WInd jeweils sieben Versuche, wobei die besten drei Tricks in die Wertung eingingen. Xavi Corr und Tomas Acherer beeindruckten mit gewaltigen Palau Frontside 7s und sicherten sich ihre Plätze im Halbfinale. Benjamin Castenskiold unterstrich seine Titelambitionen mit einer perfekten 10-Punkte-Wertung für einen spektakulären Frontside 14. Gemeinsam mit Luca Vuillermet zog er in die nächste Runde ein. Im dritten Viertelfinale setzten sich Axel Gerard und Aleks Acherer in einem knappen Duell gegen Malo Guenole und Clement Hamon durch. Das letzte Ticket für die Halbfinals sicherten sich Benjamin May und Titelverteidiger Chris MacDonald.

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Titelentscheidung im Halbfinale

Die Spannung erreichte im ersten Halbfinale ihren Höhepunkt, als die Zwillingsbrüder Tomas und Aleks Acherer gegen Benjamin May und Benjamin Castenskiold antraten. Mit dem Titel vor Augen zeigte Castenskiold eine Weltklasse-Performance und erzielte 29,20 Punkte. Aleks Acherer sicherte sich knapp vor seinem Bruder Tomas und Benjamin May den zweiten Finalplatz.

Im zweiten Halbfinale übernahm zunächst Xavi Corr die Führung, doch Axel Gerard begeisterte das Publikum mit einem atemberaubenden Double Backflip, der mit 9,83 Punkten bewertet wurde. Titelverteidiger Chris MacDonald und Luca Vuillermet kamen unter Druck und leisteten sich mehrere Stürze. MacDonalds letzter Versuch, mit einem riskanten Trick das Blatt zu wenden, endete mit einem Sturz – damit war sein Titelverteidigungstraum geplatzt und die Tür für Castenskiold oder Acherer zum Weltmeistertitel stand weit offen.

Castenskiolds Krönung im Finale

Das Finale zwischen Benjamin Castenskiold, Axel Gerard, Aleks Acherer und Xavi Corr entwickelte sich zum würdigen Saisonabschluss. Die Athleten begannen vorsichtig und zeigten zunächst ihre sichersten Tricks. Axel Gerard setzte als erster ein Ausrufezeichen und erhielt für einen weiteren perfekten Double Backflip die Höchstwertung von 10 Punkten.

Zur Halbzeit des Finals lagen die Punktzahlen eng beieinander. Nachdem alle Finalisten ihre drei zählenden Tricks im Kasten hatten, erhöhten sie das Risiko. Aleks Acherer konnte dem Druck nicht standhalten und scheiterte bei seinen letzten Versuchen. Auch Xavi Corr gelang kein starker Abschluss.

Die Entscheidung um den Event-Sieg fiel zwischen Gerard und Castenskiold. Während der junge Däne durchgehend konstant performte, zeigte Gerard die höchsten Einzelwertungen. Als Gerard jedoch bei seinem letzten Versuch stürzte, war die Entscheidung gefallen: Benjamin Castenskiold sicherte sich nicht nur den Sieg beim Event, sondern auch den GWA Wingfoil Surf-Freestyle Weltmeistertitel 2025 – eine beeindruckende Leistung für den 14-Jährigen in seiner ersten kompletten Saison auf der World Tour.

Marie Schlittenbauer mit abermals starker Leistung

Bei den Damen steht die WM-Entscheidung noch aus, Halbfinals und Finale werden vermutlich heute ausgetragen. Die amtierende Weltmeisterin Nia Suardiaz setzte mit einem sauberen Backflip zu Beginn ihres Heats in Runde 3 ein starkes Zeichen. Marie Schlittenbauer, die noch immer von ihrem Sieg auf Fuerteventura beflügelt war, beeindruckte mit einem massiven Palau Frontside 3, gefolgt von einem stylischen Frontflip – und siegte mit 25,87 Punkten deutlich.

Die Bedingungen in El Burrero ermöglichten es den Frauen, ihr sich rasch entwickelndes Können voll zur Geltung zu bringen. Sowohl Mar de Arce als auch Manon Dupe schafften es direkt ins Halbfinale. In Runde 4 zeigte Bowien van der Linden eine sehr gute Leistung und zog mit deutlichem Vorsprung ins Halbfinale ein. Allegra Caffi folgte ihr mit einem soliden und konstanten Lauf. Zara Maillard und Viola Lippitsch sicherten sich ebenfalls ihre Plätze und vervollständigten damit das starke Halbfinale-Lineup.


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