GWA Wingfoil World CupMarie Schlittenbauer und Benjamin Castenskiold gewinnen in Tarifa

SURF

 · 29.06.2026

Marie Schlittenbauer holte in Tarifa ihren ersten Saisonsieg
Foto: GWA
Vier Tage Vollgas beim GWA Wingfoil World Cup Tarifa: Benjamin Castenskiold aus Dänemark dominiert das Männer-Finale mit zwei 9-Punkte-Scores, während Marie Schlittenbauer mit einem 9.33-Punkte-Trick in letzter Sekunde den Sieg bei den Frauen holt.

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Der GWA Wingfoil World Cup kehrte nach Tarifa zurück und Europas Windhauptstadt hielt, was sie verspricht. Der Poniente wehte konstant über alle vier Wettkampftage, das bedeutete vier Tage Surf-Freestyle auf höchstem Niveau.

​Perfekte Bedingungen für die Halbfinals

Bei den Damen waren vor allem die Locals Sofia Ginzinger und Nia Suardiaz im Fokus der Zuschauer. Ginzinger, gerade 13 Jahre alt, holte im Viertelfinale 17.83 Punkte und sicherte sich den Einzug ins Halbfinale. Ihre Landsfrau Nia Suardiaz heizte der Menge am Valdevaqueros Beach mit einer energiegeladenen Performance vor heimischem Publikum ein. Marie Schlittenbauer kehrte nach ihrer verletzungsbedingten Pause beim Auftakt in Leucate zurück und knüpfte nahtlos an ihre Form aus der Vorsaison an – 26.87 Punkte sprechen für sich.

Die Halbfinals liefen bei perfektem Poniente vor dem proppevollen Valdevaqueros Beach. Nia Suardiaz fühlt sich an ihrem Homespot sichtlich wohl, führte im Heat von Beginn an mit ruhiger Autorität. Sofia Ginzinger, einer der aufregendsten neuen Namen im Wingfoiling, pushte hart und hielt lange mit. Beide zogen ins Finale ein und eliminierten dabei Zoe Marie Schönwetter und Lilly Holzer. Das zweite Halbfinale entwickelte sich anders. Marie Schlittenbauer startete mit einem Paukenschlag – 8 Punkte beim ersten Trick – bevor eine Serie gecrashter Versuche ihren Vorsprung schmilzen ließ. Erst ein durchgezogener Back Mode brachte ihr wieder etwas Luft. Milla Danguy fuhr währenddessen einen der saubersten Heats des Tages, landete Trick für Trick solide und buchte ihren Platz in ihrem ersten Finale überhaupt. Allegra Caffi und Sofia Marchetti hingegen flogen raus.

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Schlittenbauer dreht das Finale in letzter Sekunde

Das Frauen-Finale hatte alles – heimisches Publikum, eine Rookie-Finalistin und einen Last-Second-Score, der das Ergebnis auf den Kopf stellte. Suardiaz und Ginzinger hatten Heimvorteil, Schlittenbauer jagte ihren ersten Saisonsieg, und Danguy gab ihr Finaldebüt – und sah dabei alles andere als wie eine Newcomerin aus. Konstant, gefasst und sehr sauber über das gesamte Event hinweg führte Danguy zur Halbzeit den Heat an, während Suardiaz und Schlittenbauer mehrere Versuche nicht stehen konnten. Ginzinger fuhr solide auf Rang drei. Dann kamen die letzten Moves: Schlittenbauer erzielte bei ihrem allerletzten Versuch einen 9.33-Punkte-Score – und katapultierte sich von außerhalb des Podiums auf Platz eins in einem einzigen Trick. Ein atemberaubendes Finish für den Sieg in Tarifa. Nia Suardiaz wurde Zweite, Milla Danguy Dritte, Sofia Ginzinger Vierte.

Männer-Viertelfinale mit engen Entscheidungen

Das Männer-Feld war von oben bis unten mit jungem Talent gespickt, und das machte sich bemerkbar – eng umkämpfte Heats machten jede Runde zu einer echten Schlacht ohne einfache Heats. Benjamin Castenskiold und Axel Gerard setzten sich im Viertelfinale in einem hart umkämpften Duell gegen Lukas Lam und Luca Vuillermet durch. Chris MacDonald war in Top-Form und kam souverän weiter, Franz Schlittenbauer pushte sich knapp dahinter in die nächste Runde. Rocco Makana und Sacha Pallier eliminierten Noe Cuyala und Kalle Dinant, während das letzte Viertelfinale Tom Acherer gehörte – ein heiß umkämpfter Heat mit 26.57 Punkten insgesamt, der ihn und Malo Guenole direkt in die Semis beförderte.

Die Männer-Halbfinals waren so eng wie es nur geht – jeder Trick zählte, jeder Crash kostete, und niemand gab einen Zentimeter nach. Von den ersten Moves an war das Level hoch, zur Halbzeit hatten sich Chris MacDonald und Benjamin Castenskiold leicht abgesetzt, mit Sacha Pallier und Malo Guenole nur Bruchteile dahinter. So blieb es bis kurz vor Schluss, als Pallier und Guenole beide crashten – und MacDonald und Castenskiold damt die Finalplätze üschenkten. Halbfinale zwei eröffnete mit einem Statement von Rocco Makana – Back-to-Back-Scores in den 8ern brachten ihm früh die Kontrolle über den Heat. Gerard und Makana lagen auch zur Halbzeit noch vorne, doch Tom Acherer schaltete im entscheidenden Moment noch einen Gang hoch, eroberte die Führung und kam dann gemeinsam mit Makana weiter. Franz Schlittenbauer und Axel Gerard schieden aus – beide um Bruchteile eines Punktes.

Castenskiold dominiert das Männer-Finale

Das Männer-Finale bot die perfekte Kulisse – ein vollbesetzter Valdevaqueros Beach, vier hungrige Finalisten und eine Performance von Castenskiold, die keinen Raum für Diskussionen lässt. MacDonald, Makana und Castenskiold starteten kämpferisch, alle holen mit den ersten Versuchen Scores in den 20ern. Acherer hingegen erwischte einen schwierigen Start, Back-to-Back-Crashes setzten ihn früh unter Druck. Castenskiold landete dann seinen zweiten 9-Punkte-Score des Heats – ein Statement, der die Dynamik komplett verschob. Auf dem Weg in die finalen Versuche sind MacDonald, Makana und Castenskiold eng beieinander, mit Acherer auf den Fersen, der versuchte, die Lücke zu schließen. Aber Castenskiold war bereits außer Reichweite. Eine dominante Performance des Dänen besiegelte den Sieg beim zweiten Surf-Freestyle-Event der Saison.

Ergebnisse GWA Surf-Freestyle Tarifa

Damen

  • Marie Schlittenbauer
  • Nia Suardiaz
  • Milla Danguy
  • Sofia Ginzinger

Herren

  • Benjamin Castenskiold
  • Christopher Macdonald
  • Thomas Acherer
  • Rocco Makana

Alle Ergebnisse unter wingfoilworldtour.com


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