SURF
· 27.05.2026
Nein, das Summer Opening Sylt 2026 war nicht mein erstes Event. Ich bin schon im letzten Jahr meine ersten Wettkämpfe mitgefahren, auch auf Sylt. Ich habe direkt gemerkt, dass mir das Spaß bringt, sich mit anderen zu batteln und sich dabei gegenseitig auf dem Wasser zu pushen. Es ist auch immer wieder toll, die Jungs auf den Wettkämpfen zu treffen.
Ich komme aus Strande, das liegt im Norden von Kiel, das ist mein Home-Spot. Der Spot eignet sich am besten bei Ostwind, dann laufen schöne Wellen in die Bucht. Bei Nordwest geht es dann oben am Leuchtturm Bülk gut. Bei westlichen Windrichtungen fahren wir an die umliegenden Spots wie z.B. Lindhöft oder Grönwohld.
Ich winge seit ca. 3 Jahren, vorher war ich Windsurfen oder Wellenreiten. Wenn kein Wind ist, gehe ich häufig im Hafen von Strande oder Schilksee Pumpfoilen, das mag ich, weil es eine gute Ergänzung zum Wingen ist. Mich von einem Boot ziehen zu lassen, ist auch gut, dann kann ich in der Welle vom Boot fahren. Wenn gar nichts auf dem Wasser geht, gehe ins Gym und treffe mich mit Freunden.
Ich mag vor allem die Disziplin Freestyle, weil es am spektakulärsten ist. Mich reizt es, neue Tricks zu lernen und sich gegenseitig mit seinen Freunden auf dem Wasser zu pushen und zu unterstützen. Außerdem ist das Gefühl über dem Wasser zu fliegen und sich dabei zu drehen, einfach mega krass!
Ja, ich bin auch bei den anderen Disziplinen wie Race, Slalom und Wave dabei. Allerdings macht mir Freestyle am meisten Spaß.
Ich arbeite gerade an ein paar neuen Moves. Einer davon ist z.B. der Palau 720. Das ist eine Rückwärtsrotation, bei der sich der Wing nicht mit dreht, sondern dich wie ein Kiteschirm nach oben zieht. Danach drehst du dich zweimal um die eigene Achse. Ein anderer, sehr neuer Trick, ist der der Stalled Backflip. Du springst sehr hoch in die Luft und machst dann am höchsten Punkt einen Backflip und segelst im Anschluss wie eine Feder wieder runter. Ich springe gerade am liebsten die Kombo Palau Palau und den Palau Backloop. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach immer, Spaß zu haben und die Sprünge miteinander zu kombinieren und so neue Combos zu springen.
Nein, ein spezielles Vorbild habe ich nicht, meiner Meinung nach ist der Sport sehr jung und die Jüngeren entwickeln permanent neue Tricks. Anders als beim Wellenreiten, wo es schon sehr viele Legenden gibt.
Mein größtes Ziel ist es, nächstes Jahr bei der GWA, der Wingfoil World Tour, mitzufahren.”
Dieses Jahr geht es im Sommer weiter mit den deutschen Meisterschaften in der Disziplin Wave. Sylt ist dafür megageeignet, die Wellen bauen sich mit genügend Druck auf. Allerdings ist der Spot auch anspruchsvoll – der Shorebreak ist zum Teil sehr heftig. Im Juni ist noch die Kieler Woche mit den „Wingfoil German Open Racing”-Regatten. Hier geht es mir in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln und mit den Jungs auf dem Wasser zu sein. Wenn ich schnell um eine Boje komme, um so besser. Im September findet noch der „Armstrong Foil Wave Contest“ in Klitmøller in Dänemark statt. Mein größtes Ziel ist es, nächstes Jahr bei der GWA, der Wingfoil World Tour, mitzufahren.
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