Die Titelverteidiger Mathis Ghio aus Frankreich und Maddalena Spanu aus Italien haben beim Ensis Engadinwing 2025 Wingfoil Racing World Cup in Silvaplana ihre Vormachtstellung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Trotz unerwarteter Herausforderungen und aufstrebender Konkurrenz setzten sich die erfahrenen Champions am Ende durch und sicherten sich erneut den Sieg in der Schweiz.
Der vorletzte Wettkampftag brachte überraschend gute Bedingungen mit Sonnenschein und Windstärken bis zu 15 Knoten. Für Mathis Ghio begann der Tag jedoch mit einem Zwischenfall, als er im ersten Rennen mit seinem Bruder Romain kollidierte. “Es war sehr unglücklich. Ich habe ihn nicht gehört. Ich war auf Backbord-Kurs, er auf Steuerbord”, erklärte Ghio. Der Weltcup-Titelverteidiger zog sich daraufhin aus dem Rennen zurück, fand aber seine Form wieder und qualifizierte sich als Topfahrer für das Finale.
Bei den Damen musste die Titelverteidigerin Maddalena Spanu ebenfalls Widrigkeiten überwinden. Aufgrund von Flauten und Kollisionen verpasste sie drei Rennen und sah ihren beträchtlichen Vorsprung schwinden. Doch wie Ghio bewies die Italienerin mentale Stärke, gewann die letzten beiden Rennen des Tages und sicherte sich die Qualifikation für das Finale.
Eine der spannendsten Entwicklungen dieser Weltcup-Runde war das Auftreten neuer Talente, die die etablierte Ordnung herausforderten. Der amerikanische Rookie JP Lattanzi beeindruckte die ganze Woche über und gewann sowohl die Repechage als auch das Viertelfinale. Auch der Brite Freddie Strawson zeigte in der Schweiz seine bisher beste Form und feierte seinen ersten Rennsieg im Weltcup. Der Neuseeländer Sean Herbert, ein weiterer Newcomer in der Serie, qualifizierte sich ebenfalls für das Finale.
Im Finale der Herren trafen die Newcomer auf den Titelverteidiger Mathis Ghio und den erfahrenen Polen Kamil Manowiecki. Manowiecki erwischte einen hervorragenden Start und führte bis zur ersten Marke. Doch auf der Abfahrt änderte sich alles. Ghio übernahm die Führung, dicht gefolgt von Herbert. Der Neuseeländer setzte den Franzosen bis ins Ziel unter Druck, konnte ihn aber nicht mehr überholen. Ghio verteidigte seinen Titel und machte einen weiteren Schritt in Richtung seines vierten World Cup Series-Titels.
Auch bei den Damen zeigte sich aufstrebendes Talent. Die 15-jährige Französin Vaina Picot hatte nach einem dritten Platz in der Qualifikation und dem direkten Einzug ins Halbfinale große Hoffnungen auf das Finale. Letztendlich setzten sich jedoch ihre Landsfrau Anais Mai Desjardins und die 20-jährige Tschechin Kristyna Chalupnikova durch. Chalupnikova hatte mit einigen ihrer besten Leistungen in Silvaplana beeindruckt und sowohl das Viertel- als auch das Halbfinale gewonnen. Im Finale der Damen war Italien mit zwei Fahrerinnen vertreten und hatte damit eine Medaille sicher. Doch konnte jemand die Titelverteidigerin Maddalena Spanu schlagen, die als Topqualifikantin bereits einen Zwei-Punkte-Vorsprung hatte? Chalupnikova zeigte erneut ihre Klasse und gewann das erste Rennen des Finals nach dem Modus "Best of Three". Spanu bewies jedoch Ruhe, dominierte den Start des zweiten Rennens und gab die Führung nicht mehr ab. Sie sicherte sich den Sieg und ihren dritten Silvaplana-Titel in Folge.
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