Der Windgott meinte es wieder gut mit den Teilnehmenden beim legendären Mondial du Vent in Leucate. Sechs Tage lang lieferten sich die besten Wingfoiler und Wingfoilerinnen der Welt spannende Duelle im FreeFly-Slalom-Format. Vom 16. bis 21. April traten 30 Männer und 18 Frauen in der FreeFly-Slalom Disziplin gegeneinander an. Nach sieben intensiven Qualifikationsrunden über vier Tage kristallisierten sich die Favoriten heraus, die in den Finals um die begehrten Podiumsplätze kämpften.
Um Chancengleichheit für alle Teilnehmer zu gewährleisten, wurde der Slalom-Kurs mehrfach umgestaltet. Dies ermöglichte sowohl regular als auch goofy-footed Fahrern optimale Bedingungen. Am finalen Wettkampftag standen sich die jeweils acht besten Männer und sechs besten Frauen gegenüber, die sich in den Qualifikationsrunden durchgesetzt hatten.
In der Herrenkonkurrenz zeigte der Italiener Francesco Cappuzzo eine beeindruckende Dominanz. Der amtierende Weltmeister von 2024 hatte bereits vier der sieben Qualifikationsrunden gewonnen und sich so einen direkten Startplatz im Finale gesichert. Dort traf er unter anderem auf den Franzosen Bastien Escofet, der ebenfalls in allen Qualifikationsrunden überzeugt hatte.
Bei idealen Bedingungen mit 15 bis 18 Knoten Tramontana-Wind und vor zahlreichen Zuschauern am Strand entfaltete sich ein packendes Finale. Cappuzzo startete fulminant und ließ der Konkurrenz keine Chance. Julien Rattotti aus Frankreich überraschte mit einer starken Aufholjagd und sicherte sich den zweiten Platz vor seinem Landsmann Escofet. Alessandro Tomasi aus Italien komplettierte das Podium auf Rang vier.
Im Damenfeld setzte sich die Spanierin Nia Suardiaz durch. Die Weltmeisterin der Jahre 2023 und 2024 bewies, nachdem sie vor wenigen Tagen bereits in der Freestyle-Disziplin triumphiert hatte, auch im FreeFly-Slalom ihre Klasse und holte sich den ersten Sieg der neuen Saison. In einem spannenden Finallauf musste sie zunächst die Französin Kylie Belloeuvre ziehen lassen, die den besten Start erwischte. Doch Suardiaz konterte geschickt, übernahm bis zur zweiten Marke die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Belloeuvre sicherte sich den zweiten Platz vor der Spanierin Mar de Arce. Die Österreicherin Viola Lippitsch, die sich mit einer starken Leistung für das Finale qualifiziert hatte, belegte am Ende den vierten Rang.
Mit diesem fulminanten Auftakt in Leucate-La Franqui ist die Wingfoil-Saison 2025 vielversprechend gestartet. Francesco Cappuzzo und Nia Suardiaz haben ihre Ambitionen auf die Titelverteidigung eindrucksvoll unterstrichen. Doch die starken Leistungen ihrer Konkurrenten lassen auf eine spannende Saison hoffen, in der sich noch einige Überraschungen ergeben könnten. Die nächsten Stationen des GWA Wingfoil World Cups werden zeigen, ob sich die Dominanz der Titelverteidiger fortsetzt oder ob andere Athleten das Ruder herumreißen können. Weiter geht es für die Slalom-Fahrerinnen und Fahrer Ende Juni an der Costa Brava.

Redakteur surf
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