Wingfoil World CupMaddalena Spanu und Newcomer Sean Herbert dominieren zum Auftakt in Silvaplana

SURF

 · 11.06.2025

Die besten Bilder vom Wingfoil World Cup in Silvaplana
Foto: IWSA media/Robert Hajduk
Der Wingfoil World Cup am Silvaplana See startete mit einem actiongeladenen ersten Wettkampftag. Bei herausfordernden Racing-Bedingungen waren Maddalena Spanu und - zur großen Überraschung - Rookie Sean Herbert aus Neuseeland die Schnellsten.

Unter strahlend blauem Alpenhimmel und mit stetig auffrischendem Wind eröffnete der Wingfoil World Cup im malerischen Silvaplana. Der auf 1.800 Metern Höhe gelegene Bergsee bot eine spektakuläre Kulisse für die 54 Teilnehmer aus 13 Ländern und 4 Kontinenten. Während an Land eine herzliche Atmosphäre herrschte, stellten die Bedingungen auf dem Wasser die Athleten vor besondere Herausforderungen: Windschatten durch schneebedeckte Gipfel und wechselnde Brisen auf dem 12°C kalten Wasser verlangten den Wingfoilern alles ab.

Der erste Wettkampftag umfasste vier Long-Distance-Rennen über jeweils 6,5 Meilen - inklusive Rabbit-Starts hinter einem Speedboot. Im Fokus stand die bislang Führende im Ranking, die 18-jährige Italienerin Maddalena Spanu. Nach Wochen der Prüfungsvorbereitung startete sie jedoch mit Schwierigkeiten in den Wettkampf. Eine Handverletzung und ein vierter Platz im ersten Rennen brachten sie kurzzeitig aus dem Konzept. Doch die Sprachstudentin bewies mentale Stärke und kämpfte sich bis zum Tagesende an die Spitze des Frauen-Feldes.

Newcomer Sean Herbert mischt Favoritenfeld auf

Bei den Männern sorgte ein Debütant für Furore. Der Neuseeländer Sean Herbert, der zum ersten Mal an einem World Cup teilnahm, schockte die etablierte Konkurrenz mit einer beeindruckenden Leistung. Frisch von einem Trainingslager in den USA angereist, dominierte er die ersten beiden Rennen. Im Auftaktlauf distanzierte er den favorisierten Franzosen Mathis Ghio um 46 Sekunden, im zweiten Rennen setzte er sich in einem Fotofinish durch. Mit seinem präzisen Stil auf einem Chubanga-Foil übernahm Herbert die Führung in der Gesamtwertung der Männer.

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Die Vielseitigkeit des Teilnehmerfeldes zeigte sich in den weiteren Rennen. Der Italiener Alessandro Tomasi sicherte sich den Sieg im dritten Lauf, während der Pole Kamil Manowiecki das letzte Rennen des Tages für sich entschied. Bei den Frauen überzeugte die Tschechin Kristyna Chalupnikova mit einer starken Performance. Mit einem Sieg und drei zweiten Plätzen unterstrich sie ihre Ambitionen auf einen Podiumsplatz. Die Wettervorhersage verspricht für die kommenden Tage zunehmend extreme Bedingungen. Dies lässt auf weitere spektakuläre Rennen hoffen, bevor am Samstag die Medal Series auf dem Programm stehen.


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