Der XXL-Pool ist der absolute Publikumsmagnet in Halle 17. Pumpfoilen und Wingfoilen stehen am ersten Wochenende auf dem Programm, bevor in einer Woche dann SUP und Freestyle-Windsurfen dran sind. Einige Weltklasse-Fahrerinnen und -Fahrer wie Nia Suardiaz, Balz Müller oder Bowien van der Linden schaffen es, die Faszination auch mitten im Januar weitab vom Meer rüberzubringen. Bowien van der Linden war es dann auch, die bei der offiziellen Eröffnung der boot 2026 das Pumpfoilen präsentieren durfte, bevor Moderator Dirk Steffens mit Lasershow und Countdown die Messe eröffnete.
Auf den Flächen rund um den Pool jedoch werden die großen Namen immer weniger. Einzig F2 hält noch die Fahne des Windsurfens hoch, zeigt allerdings auch nur eine Auswahl an Boards und Segeln, die wir bereits aus den letzten Jahren kennen. Neben jeder Menge iSUPs hat die einstige Kult-Marke aber auch ihre Retro-Kollektion dabei.
Unübersehbar ist der Trend des Jahres, elektrische Antriebe für Foils. Trendsetter war dabei die Marke Foil Drive, die schon seit einigen Jahren ihre Elektro-Motoren auf der Messe anbietet. Zu Beginn wurden die Einheiten noch an herkömmliche Masten montiert, inzwischen haben etablierte Marken wie Armstrong oder Axis spezielle Foil-Masten im Programm, die den Foil Drive-Antrieb aufnehmen und optimal integrieren. Der Akku sitzt dabei jeweils in einem Cutout des Boards, auch dabei arbeitet Foil Drive mit diversen Herstellern zusammen. “Wir haben damit angefangen, und sind immer noch zwei bis drei Schritte voraus”, so Dominic Hoskyns von Foil Drive. Die aktuelle Version soll dabei noch stärker aber nur minimal schwerer sein, so Dominic - ein ausführliches Interview lest ihr in den nächsten Tagen hier!
Weitere Neuheiten im Sortiment von Foil Drive sind reisefähige Akkus, die in einem Etui mit ins Flugzeug dürfen, und ein Battery Caddy, der das Transportieren und Laden der Akkus erleichtern soll und darüber hinaus auch als Staufach für Kleinkram oder Powerbank dient.
Auch Armstrong zeigt auf der boot seine Masten für den Foil Drive-Einbau - einmal weit unten für dauerhaften Schub, einmal weiter oben für Unterstützung beim Abheben. Eine Europapremiere ist der Ultra High Aspect Wing, der in Größen zwischen 1270 und 570 zu sehen ist. Außerdem hat Armstrong ein breites Sortiment an Accessoires neu herausgebracht: Von Leashes und Fußschlaufen über Lycras bis hin zu Caps und Sonnenhüten, die es auch mit integrierter Helmschale gibt.
Auf optisch ansprechende Helm-Optionen setzt auch Axis Foils, dort gibt es ebenfalls Caps mit Hartschale sowie eine Reihe an Lycras zu sehen. Im Mittelpunkt stehen aber natürlich auch hier Foils und ein Mast für den Einbau eines Foil Drive. Daneben gibt es einen Race-Wing mit Titanium Fuselage und neue Wings für die Welle
Während der Großteil der Foil Drive-Systeme spezielle Masten und Boards mit Akku-Option erforderlich macht, zeigt die Marke Waydoo einen Antrieb, der an jedes Wingfoil-Setup geschraubt werden kann. Dabei wird zwischen Foil und Board ein Träger für den Akku platziert, an dem ein wenig tiefer auch der Propeller sitzt. Das System soll bis zu 40 kg Schub bieten und leichter und günstiger sein als ein reines E-Foil-Setup. Die Technik kommt dabei von der Waydoo-Mutter DJI.
Ketos, laut eigener Aussage einst Entwickler des ersten europäischen Foils, zeigt zwei Extreme: Da ist der nur 40 cm2 große Mini-Stabilizer, kleiner als viele Frühstücksmesser und passenderweise auf den Namen “Knife” getauft- Am anderen Ende der Range hat Ketos einen Ultra High Aspect Wing im Programm, der sich zum besseren Handling in drei Teile zerlegen lässt. Die Tips sind jeweils austauschbar und in drei Größen erhältlich. Auch Boards hat der französische Hersteller dabei, unter anderem ein nur ein Kilo “schweres” Pumpfoil-Board aus Carbon.
In den nächsten Tagen findet ihr hier mehr Berichte von der boot Düsseldorf 2026 - stay tuned!