Bevor es in den kommenden Tagen mit FreeFly-Slalom weitergeht, wurde beim Wingfoil World Cup Fuerte die komplette Freestyle-Elimination der Damen und Herren beendet. Auch der, nach dem World Cup Pozo, zweite Kanaren-Tourstopp auf Fuerteventura geriet zur Show der Teenager - es gewannen mit Nia Suardiaz und Chris MacDonald zwei Teilnehmer, die altersbedingt noch nicht mal selbst mit dem Auto zum Contest anreisen dürfen.
Bis dahin war es aber ein hartes Stück Arbeit, denn auch auf Fuerteventura konnte sich keiner der etablierten Fahrer sicher sein, gegen vermeintliche Nobodys zu siegen. Am eigenen Leib zu spüren bekam dies mit Francesco Cappuzzo einer der Topfahrer, als er gegen den völlig unbekannten 14-jährigen Belgier Luca Vuillermet den Kürzeren zog - unter anderem weil der Belgier einen “innovation trick” mit 8,63 Punkten auf dem Zettel hatte. Im Halbfinale zeigte Vuillermet sogar einen Frontside 10, hatte aber letztlich gegen MacDonald und Bastien Escofet das Nachsehen.
Im zweiten Halbfinale ging es ebenfalls hoch her, als französischen Fahrer Alan Fedit, Malo Guénolé, der 15-jährige Noé Cuyala und das 15-jährige Wingfoil-Wunderkind Axel Gerard aufeinandertrafen. Zu sehen gab es allerlei Front- und Back Flips, vor allem aber Kombinations-Moves, z.B. den Backflip-360. Dass das Finale sind komplett zur Teenie-Veranstaltung wurde, wusste alleine Jerome Cloetens zu verhindern. Cloetens, der als Kitesurf-Pro viel Contest-Erfahrung mitbringt, fuhr beeindruckend solide und heimste mit einhändigen Backflips und Kombi-Moves reihenweise hohe Wertungen ein.
Derweil konnte Axel Gerard, der Überraschungs-Zweite von Pozo, nicht ganz seinen Rythmus finden. Ein Frontside 10 klappte im Finale, danach war die Luft aber irgendwie raus beim jungen Franzosen. MacDonald zeigte zu Beginn ebenfalls Nerven, versemmelte seinen Signature-Sprung, den Frontside 10, ebenfalls zwei Mal und konnte am Ende gerade so die vier guten Wertungen bei neun Trick-Versuchen aufs Scoresheet bekommen.
Bowien van der Linden und Orane Ceris stürmten mit Back Flips durch ihre Halbfinal-Heats. Das Finale geriet dann teilweise zu einem etwas zähen Unterfangen - es gab viele Crashs zu sehen. Newcomerin Viola Lippitsch aus Österreich konnte das Tempo der anderen drei Finalistinnen nicht ganz mitgehen, aber mit ihrer ersten Top-4-Platzierung dürfte sie trotzdem happy gewesen sein. Ceris kam mit einem hoch bewerteten Backflip (8,63 Punkte) gut in Tritt, baute danach aber sichtbar ab. Bowien van der Linden surfte zwar nicht spektakulät, baute aber mit Tricks aus dem mittleren Score-Regal ihre Gesamtpunktzahl kontinuierlich aus. An der 17-jährigen Nia Suardiaz war aber auch für sie kein Vorbeikommen. Frontside-360, eine Trick-Kombination und ein sauberer Back Flip waren an diesem Tag genug, um beim World Cup Fuerte zu triumphieren.
Damen:
Männer:
An den verbleibenden Tagen wird es beim World Cup Fuerte nun mit Free-Fly Slalom weitergehen. Die Action könnt ihr heute hier wieder live verfolgen:
Alle Ergebnisse und Highlights gibt’s dann wieder hier auf der Website.

Redakteur surf
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