Manuel Vogel
· 08.09.2023
Beim GWA Wingfoil World Cup Hvide Sande war mal wieder frühes Aufstehen angesagt. Weil ein stabiles Hochdruckgebiet aktuell eher für Badewetter sorgt, müssen die Wingfoiler die wenigen Windphasen konsequent ausnutzen. Für die Disziplin Surf-Freestyle war dieser Plan bereits zu Beginn des Events aufgegangen (HIER gibt’s den Bericht). Und auch für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des FreeFly-Slalom sollte sich das frühe Aufstehen an Tag vier des Events auszahlen.
Bei den Damen geht für gewöhnlich das komplette Feld aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl gemeinsam als Full Fleet auf die Strecke. Dadurch zählt jedes Rennen direkt in die Endabrechnung. Die Spanierin Nia Suardiaz patzte gleich im ersten Lauf des Tages - zumindest für ihre Verhältnisse - und konnte nur den zweiten Platz erreichen. Es war allerdings nur ein vorübergehender Rückschlag, die nächsten sechs Rennen gewann sie in Serie und steht damit aktuell klar auf Position eins. Ein Gesamtsieg in Hvide Sande würde ihr den WM-Titel im FreeFly-Slalom einbringen, nachdem sie zu Beginn des Events bereits den WM-Titel im Freestyle eintüten konnte. Die französische Fahrerin Kylie Belloeuvre eröffnete ihren Tag mit einem Sieg im ersten Rennen des Tages und ließ vier zweite Plätze folgen. Das brachte ihr einen zweiten Platz in der Gesamtwertung hinter Suardiaz ein und hält sie im Rennen um einen Podestplatz. "Es war ein guter Tag für mich", sagte Belloeuvre. "Es war verrückt, intensiv, das steht fest. Der Wind war leicht, aber ich mag das Format. Der Pump Track war super lang und extrem anstrengend.”
Auch diesmal hatte sich die Regattaleitung wieder eine spannende Strecke einfallen lassen. Der 10-teilige Kurs mit einem Dreieck und einem knapp einem Kilometer langen (!) "Pump Track" stellte die Athleten auf die Probe, launische Offshore-Böen machten es den Fahrern zusätzlich schwer. Bei den Herren führt aktuell der französische Fahrer Titouan Galea nach fünf Ausscheidungsrunden die Wertung an. Sein Weg an die Spitze war allerdings geprägt von Höhen und Tiefen, aber er bleibt auf Kurs, um den Weltmeistertitel im FreeFly-Slalom erneut zu gewinnen.
Der Franzose Julien Rattotti, der sich voll auf die Disziplin FreeFly-Slalom konzentriert, war einer der herausragenden Fahrer des Tages und erreichte einen zweiten Platz und drei dritte Plätze in den fünf Ausscheidungsrunden. "Heute Morgen lief es gut für mich", sagte Rattotti, der vor kurzem GWA Big Air Weltmeister in Pozo wurde. "Ich bin glücklich darüber und hoffe auf mehr. Ich bin nicht wirklich überrascht, weil ich viel mit dem Team trainiert habe. Mein erstes Rennen lief nicht gut, aber nach dem kleinen Warm-up war ich im Flow.”
Einen spannenden Einblick in die Action und den sehr technischen Kurs gibt’s im folgenden Highlight-Clip - klickt mal rein!
Bleibt zu hoffen, dass der Wind an den letzten beiden Tagen des Wingfoil World Cup Hvide Sande nochmal in Gang kommt und weitere Rennen möglich werden. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Redakteur surf
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