Das Naish Chimera ist, je nach gewählter Größe, als Crossover-Brett zum Wingfoilen, SUP-Foilen, Pronesurfen und Downwinden gedacht. Der Test verrät dir, wie es sich im Wingfoil-Einsatz schlägt.
Das Chimera tritt in die Fußstapfen des Hover Downwind Crossover und ist in zehn Größen von 38 bis 148 Liter Volumen verfügbar. Wir konnten die Größe mit 108 Litern Volumen testen und verraten dir, ob das Brett speziell für den Wing-Einsatz Sinn macht.
Mit einer Länge von 6’6’’ (198 cm) und einer Breite von 22,7’’ (57,7 cm) ist das Chimera etwas gestreckter als andere Midlengthboards mit vergleichbarem Volumen, z.B. das Duotone Skybrid. Die Outline erinnert somit weniger an ein typisches Midlength-Modell, sondern beinahe an ein Downwind-Konzept. An Deck sind Plugs für die Montage von Fußschlaufen vorgesehen, das Deckpad ist großflächig und griffig. Markant sind die stark angeschrägten Kanten (Bevels), durch die das Deck deutlich breiter gestaltet werden kann als das Unterwasserschiff. Eine lange Foilbox soll die Montage von Foils für unterschiedlichste Disziplinen ermöglichen. Die von uns verwendeten Foils (Axis, Slingshot) erforderten eine Montage im hinteren Drittel der Box, die Positionierung des Tragegriffs war dafür nicht ganz ideal. Spannend: Einige kleine Größen des Naish Chimera gibt es auch in einer neuen Hohlbauweise.
Dank der gestreckten Outline liegt das Nash Chimera stabil um die Querachse im Wasser. Obwohl das Brett vor allem im Unterschiffbereich schmal gehalten ist, ist die Kippstabilität für Foiler mit etwas Übung absolut ausreichend, da das Foil die Längsachse spürbar stabilisiert. Zum Angleiten fällt es dementsprechend erfreulich leicht, das Board passend zu belasten. Aufgrund der Länge schneidet das Brett auch bei absolutem Leichtwind bereits gut durchs Wasser und erreicht mühelos und ohne größeren Pump-Einsatz die nötige Abhebegeschwindigkeit. Einmal in der Luft, gehört das Chimera natürlich nicht zu den kompaktesten Brettern, aufgrund der gestreckten Form und des schmalen Hecks ist auch etwas mehr Feingefühl nötig, um die Fluglage des Boards zu stabilisieren. Wie immer gilt: Je schmaler das Heck, desto geringer der Hebel und damit auch die Kontrolle übers Foil. Bei unbeabsichtigten Touchdowns hilft die stark angeschrägte Kante teilweise, das Brett wieder in die Luft zu befördern, weil die breiteste Stelle aber recht weit vorne sitzt, ergibt sich mitunter eine leichte Bremswirkung, wenn die Kante mal eine Kabelwelle trifft.
Das Nash Chimera ist ein vergleichsweise gestrecktes Brettkonzept, das in erster Linie Foiler und Foilerinnen anspricht, die dem Anfangsstadium bereits entwachsen sind und vor allem Wert auf frühes Abheben bei Leichtwind legen. Gut geeignet ist das Brett in Kombination mit kraftvollen Wings bei leichten Windbedingungen zum Freeriden und Cruisen. Für Jumps und flinke Haken in der Welle erscheint es, zumindest mit dem Wing als Motor, aufgrund der Länge nicht ideal.
Früher Takeoff
Position des Tragegriffs, Touchdowns
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