Das Grundprinzip ist nicht ganz neu und auch schon von Wings aus Aluula-Material wie dem RRD Gold, Vayu Aura X oder dem Duotone Unit DLab bekannt: Durch die Verwendung eines steifen Materials, welches mit hohem Druck aufgepumpt werden kann, sollen diese Wings nicht nur leicht, sondern vor allem über einen großen Windbereich formstabil und damit effizient und leistungsstark sein .
Dem PPC M1 Wing haben die Designer allerdings kein Aluula verpasst, sondern ein Grundgerüst aus ebenfalls festem Dyneema-Cuben-Fasern, welches bislang häufig bei Rennsegelbooten zum Einsatz kam. Dieses Material soll neue Maßstäbe in Bezug auf Festigkeit und Haltbarkeit setzen und es ermöglichen, Front Tube und Mittelstrut mit kleineren Durchmessern zu konstruieren, ohne, dass diese zu weich werden. Aber auch beim Flugtuch haben sich die Macher von PPC etwas überlegt, hier soll ein nicht dehnbares, gewachstes Tuch zum Einsatz kommen. Auch für dieses standen die Rennyachten aus dem America’s Cup Pate.
Derart ausgestattet, soll der PPC M1 Wing vor allem ambitionierte Wingfoiler ansprechen, die einen Wing mit maximaler Kontrolle und hohem Speedpotential suchen. Angeboten wird der M1 in drei Größen, mit 4,0/5,0 und 6,0qm. Das Highend-Material hat allerdings auch seinen Preis: Zwar liegt der Wing nicht in der Range der genannten Aluula-Wings, ist mit Preisen zwischen 1499 und 1699 Euro aber auch kein Schnäppchen.

Redakteur surf
Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.