Den Allrounder Unit bietet Hersteller Duotone gleich in mehreren Version an: Die hochpreisige D/LAB-Variante besteht aus hochfestem Aluula-Material, die Standard-Variante kostet preislich nicht mal die Hälfte. Dazwischen hat Duotone den Unit SLS positioniert, der ein Mittelsegment aus Aluula besitzt, um die Konstruktion in diesem Bereich zu versteifen. Der Unit SLS wird in zehn Größen von 2,0 bis 6,5qm angeboten und ist darüber hinaus noch in einer Concept Blue Variante erhältlich, bei der nachhaltigere Produktionsmethoden zum Einsatz kommen sollen - unter anderem wird hier auf Färbungen verzichtet.
Belüftet wird der Unit über das hauseigene Ventilsystem (Duotone-Pumpe erforderlich), aufgrund der One-Pump-Verbindung muss man beim Aufpumpen nicht umstöpseln. Für das Entlüften stehen zusätzliche Auslassventile an Mittelstrut und Front Tube zur Verfügung. Das Profil ist im vorderen Bereich relativ flach, die Tuchspannung ist makellos aber moderat, um dem Wing beim Anpumpen die nötige Flexibilität zu verleihen. Im Vergleich zum Vorgängermodell will der Hersteller den Durchmesser der Front Tube leicht reduziert haben. An der Hinterkante wurden kleine Mini-Batten eingearbeitet, die verhindern sollen, dass der Wing in diesem Bereich zu flattern beginnt. Der Unit SLS verfügt über Fenster, die einen mäßigen Durchblick nach Lee erlauben. Gut dimensioniert und schön steif wurde die Front Handle gestaltet, diese ist zusätzlich mit einem Neoprencover hinterlegt. Auch die Verstärkungen an den Nähten der Front Tube sind über jeden Zweifel erhaben. Zum Lieferumfang gehört eine passende Leash, das Griffsystem muss man bei Duotone zukaufen (+99 Euro) - hier hat man die Wahl zwischen festen Griffen oder einem durchgehenden Boom, mit dem wir den Wing auch getestet haben. Der dünne Boom ist schön steif, leicht ovalisiert und daher ideal zu greifen. Die Boom-Länge “L” passt für alle Größen von 3,5 bis 6,5 qm.
Der neue Duotone Unit SLS entwickelt mit dem ersten Windhauch gleich genügend Auftrieb, um über dem Kopf zu schweben, Pumpzüge nimmt der Wing hervorragend an. Wer aktiv fährt, kann dem Wing eine sehr gute Leichtwind-Performance entlocken, was auch daran liegt, dass das Profil nicht zu steif ist, sondern sich fühlbar auflädt und effizient arbeitet. Erfreulicherweise kann der Duotone Unit SLS auch am anderen Ende der Windskala, in starken Böen, absolut überzeugen, denn der Druckpunkt bleibt verlässlich zwischen den Händen und die Front Tube, mit ihrem steifen Aluula-Segment im Mittelbereich, stabilisiert das Profil tadellos. Die Flugstabilität ist gut und ermöglicht entspanntes Freeriden ebenso wie Speedruns auf schnellen Foils, ohne, dass man ständig die Flugposition korrigieren muss. Trotzdem vermittelt der Wing stets die nötige Agilität, die man sich von einem Allrounder erhofft - der Unit SLS lässt sich mühelos und ohne größere Kraftanstrengung in Manöver aller Art führen. Auch bei Foil-Moves nach Lee bleibt die Hinterkante lange oben, vor allem bei Wellenritten oder Downwindern ist das von Vorteil. Apropos Downwinder: Beim Vorgängermodell (Hier gibt’s einen Test) hatten wir noch bemängelt, dass der Wing leicht zu pendeln begann, wenn man ihn nur an der Front Tube führte - dieser Kritikpunkt wurde beim neuen Modell offensichtlich behoben. Der Unit 2025/2026 schwebt beim Abreiten deutlich neutraler und ruhiger hinterher. Auch Rotationen und Freestyle-Tricks gelingen mit dem Unit SLS tadellos, der Wing liefert viel Lift und ein gutes Speedpotential für den Absprung - selbst versierte Trickser dürften hier keinerlei Einschränkung spüren.
Der Duotone Unit SLS überzeugt als leistungsstarker, kontrollierbarer und sehr handlicher Wing zum Freeriden und für Foil-Manöver aller Art. Weil die Neutralität beim Driften spürbar verbessert wurde, wir der Wing nun seinem Allround-Anspruch noch besser gerecht und lässt auch zum Freestylen und für den Einsatz in der Welle keine Wünsche offen.
Einsatzbereich, Windrange
Durchsicht nach Lee, Griffsystem muss zugekauft werden
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