"Der Mast ist die Schlüsselstelle" "Der Mast ist die Schlüsselstelle" "Der Mast ist die Schlüsselstelle"

"Der Mast ist die Schlüsselstelle"

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 10 Monaten

Der US-Hersteller Slingshot bringt im Laufe des Jahres die nächste Generation an Foils auf den Markt. Den Anfang macht ein Carbonfoil für Windsurfer mit dem verheißungsvollen Namen „Phantasm“. Wir haben mit Brand Manager und Entwickler Wyatt Miller über die Neuheit gesprochen.

Wyatt, im April kommen bei Slingshot neue Foil-Sets auf den Markt. Inwiefern warst du in die Entwicklung involviert?

Meine Aufgaben als Brand Manager sind ja vielfältig. Glücklicherweise bin ich aber auch bei Produktentwicklung und Tests sehr aktiv, komme also viel aufs Wasser. Im April kommt unser Windsurf-Package namens „Phantasm“ auf den Markt. Herzstück ist ein 103 Zentimeter langer Mast aus Carbon. Das ist auch das Schwierigste beim Bau von Foils – einen guten und vor allem steifen Mast zu machen.

Herstellerfoto Wyatt Miller bei der Arbeit

Warum ist das so schwer? Worauf kommt es dabei an?

Verglichen mit anderen Foilsportarten wie Wingsurfen oder Kiten steht man beim Windfoilen auf den breiten Hecks sehr weit außen, dadurch hat man einen großen Hebel und bringt mehr Kraft aufs Foil und natürlich den Mast. Ist der Foilmast zu weich, wird alles schwammig und indirekt. Der Mast des Phantasm besteht deshalb aus zwei Carbonkernen, die wiederum von hochwertigen Carbonlagen verbunden werden. Auch die Verbindung des Masts mit der Fuselage haben wir überarbeitet.

Welche Möglichkeiten hat man bei der Verbindung?

Dort, wo der Mast auf der Fuselage sitzt, wird er noch mal breiter, die Auflagefläche ist dadurch groß und die Verschraubung ist extrem solide dimensioniert. Das versteift die Verbindung enorm.

Die Form des Frontflügels erinnert an euren Infinity 76, ein bewährter Flügel zum Cruisen, der bei euren günstigeren Sets zum Einsatz kommt. Täuscht der Eindruck?

Der Frontflügel erinnert in der Tat an den Infinity 76, der sich großer Beliebtheit erfreut. Das Phantasm ist, wie unsere Foils generell, an Windfoiler addressiert, die vor allem cruisen und früh abheben wollen, an Manövern wie Halsen, Duck Jibes oder 360er üben oder erste Sprünge machen. Allerdings ist der Frontflügel des Phantasm eine Weiterentwicklung des Infinity 76.

Der Infinity 76 ist dafür bekannt, früh abzuheben, gehört aber sicher nicht zu den Raketen. Welche Unterschiede wird man bemerken?

Der Auftrieb beim Anfahren ist vergleichbar mit dem Infinity 76. Dass der Frontflügel des Phantasm etwas schlanker ist und das Profil etwas dünner, bewirkt vor allem, dass der Fahrwiderstand sinkt, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten läuft der Flügel jetzt viel freier und sportlicher. Der dickste Punkt des Flügels sitzt jetzt weiter hinten, auch das wirkt sich positiv auf das Speedpotenzial aus. Ich bin damit schon 26 Knoten gefahren, das sind knapp 50 km/h – das ist schon richtig schnell.

Slingshot Phantasm Foil

Wird das Phantasm-Foil die einzige Neuheit in diesem Jahr sein?

Im April kommen Packages für Windfoilen und Wingsurfen auf den Markt, im Sommer dann ein neuer, modularer Foilbaukasten, bei dem man natürlich einzelne Komponenten tauschen kann.

Crossover-Material für mehrere Foil-Disziplinen wie Windfoilen, SUP-Foilen und Wingsurfen liegen voll im Trend. Kann man eure Foils interdisziplinär einsetzen?

Ja, definitiv. Alle Komponenten des Phantasm wie Frontflügel, Masten und Fuselages sind kompatibel. Wer will, kann also etwa sein Windfoil mit einem anderen Frontflügel und kürzerer Fuselage umrüsten und dann damit Wingsurfen gehen. Das Phantasm Windsurf Package kommt zuerst mit dem langen 103er Mast auf den Markt, später folgen dann noch Pakete mit kürzeren Masten (92 & 72 Zentimeter), die auch etwas günstiger sein werden.

Slingshot Phantasm Windsurf 730 Package

Hier noch die technischen Daten des Slingshot Phantasm Windsurf 730 Package

  • Mastlänge (Carbon): 103 cm
  • Spannweite Frontflügel (Carbon): 73 cm
  • Spannweite Heckflügel: 40 cm
  • Länge Fuselage (Alu): 87,2 cm
  • Preis: 2319 Euro
  • Info: www.slingshotsports.com

Themen: InterviewSlingshot


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