Test: Streamlined Carbon Boom

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 2 Jahren

Seit fast 40 Jahren bietet Streamlined Zubehörteile an, Flaggschiff dürften dabei die Carbongabeln sein. Wir haben zugegriffen:

Die Carbongabel in der Länge 140-190 Zentimeter hängt mit nur 2,06 Kilo an der Waage und dürfte damit zu den leichtesten Gabeln auf dem Markt gehören. Der Holmdurchmesser ist im Bereich des Kopfstücks dicker, um maximale Steifigkeit zu gewährleisten, verjüngt sich aber im Griffbereich auf 29 Millimeter. Prunkstück der Gabel ist zweifellos das Aluminium-Kopfstück, welches so minimalistisch wie funktional ausfällt.

Simpel und funktional – das Kopfstück wirkt absolut durchdacht

Beim Montieren der Gabel legt man zwei solide Gummibänder um den RDM-Mast und fixiert jedes separat mit einem Schnellspanner. Das bedeutet zwar einen Handgriff mehr beim Riggen, aber auch ein erhebliches Sicherheits-Plus – im Falle eines gerissenen Tampens am Kopfstück hält die zweite Schlaufe die Gabel sicher am Mast. Ebenfalls positiv: Quasi jedes Teil des Kopfstücks lässt sich im Fall der Fälle separat austauschen.

Edel aber auch etwas filigran wirkt das Endstück

Das Endstück wird von soliden Doppelpins fixiert und auch Längenmarkierungen muss man nicht missen. Sehr reduziert fällt auch der Trimmblock aus – für unseren Geschmack etwas zu minimalistisch. Den Tampen fädelt man direkt durchs an dieser Stelle ziemlich dünne Carbon, weil es keine offene Rolle gibt, entfällt auch die Loop-and-go-Methode. Auch die kleinen Gummipuffer am Bogen des Endstücks, welche das Carbonrohr schützen sobald man das Schothorm beim Tragen mal auf dem Asphalt absetzt, wurden vermutlich aus Gewichtsgründen eingespart.

Solide und gut verstellbar wirken die Pin-Verschlüsse

In der Praxis überzeugt die Gabel auf ganzer Linie: Das Kopfstück sitzt bombenfest am Mast, die Gabel wirkt auch in weit ausgefahrenem Zustand bocksteif. Die Biegekurve passt eher zu flachen Segeln, sehr bauchige Powerwave- oder Freemovesegel liegen teilweise etwas an.

Die Streamlined Carbon Wave gibt’s auch in den Längen 160-210 (Freewave) und 180-230 (Slalom), die Preise liegen, je nach Länge zwischen 859 und 999 Euro.

surf-Fazit:

+ Steif, leicht, Top-Frontstück

Rollenführung am Endstück etwas filigran

Infos unter www.streamlined.us

Themen: CarbonGabelbaumsurf-Test


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Tuning Special: Das bringt Tuning für Dein Windsurf-Material

    10.01.2018Aber nicht um jeden Preis... Eine gute Freerideausrüstung ist die beste Grundlage für jahrelangen Surfspaß. Wenn dann aber doch der Tuning-Wunsch kommt und nicht das gesamte Set ...

  • Test 2019: Freeracesegel – Alle Features & Details

    14.01.2020Feuchte Hände dürften alle Heizer beim Blick auf die neuen Freeracesegel bekommen. Bei welchen der elf Konzepte die Vorfreude gerechtfertigt ist und wo der Puls ganz schnell ...

  • Starboard Carve 131 Carbon

    25.06.2012surf-Empfehlung: Der Starboard Carve deckt einen extrem großen Einsatzbereich ab und dürfte sowohl an der Halse feilenden Freeride Aufsteigern als auch ambitionierten Heizern, die ...

  • Starboard Flare 101 Carbon

    25.10.2012surf-Empfehlung: Der Starboard Flare ist, mit neuer Finnenbestückung, eine absolute Macht. Da das Brett im Gruppenvergleich etwas kleiner wirkt, eignet es sich auch besonders für ...

  • Starboard Kode Wave 77 Carbon

    25.01.2013surf-empfehlung für Starboard: Bei Starboard fällt die Empfehlung leicht, denn gegen die starken Stallgefährten NuEvo und Kode kann der schlecht beschleunigende Quad in keiner ...

  • Unifiber mit modularen Gabelbäumen

    23.05.2020Vom Surfschuh bis zur Segellatte – beinahe alles kann heute „gecus­tomized“, also individuell angepasst werden. Unifiber überträgt das Prinzip jetzt auf eine neue Gabelbaumlinie – ...

  • Freemoveboards 95 2002

    31.03.2005Fast alle Shaper haben ihre kleinen Freemoveboards für 2002 nochmal um zwei bis drei Zentimeter verbreitert. Damit liegen die sportlichen Spaßbretter stabil in der Kurve und ...

  • Training: Klimmzug am Gabelbaum

    28.05.2009Die ersten Sessions im Frühling oder der Surfurlaub im warmen Salzwasser sorgt für fiese Blasen und Löcher in den Händen. Da hilft unser Trainingstipp...

  • Carbon Noseprotector

    08.09.2011Ein hochwertiger und edler Schutz für empfindliche Boardnasen.