Redaktion

Quick-Test: Mastverlängerung Severne Cyclops

  • Manuel Vogel
03.09.2018

Severnes neue Verlängerung mit dem sympathischen Namen Cyclops will die Aufriggzeit kräftig drücken, lästiges Fädeln soll damit der Vergangenheit angehören. Wir haben das Teil ausprobiert.

"Loop-and-go" kennt man sonst eigentlich nur am Gabelbaum. Severne überträgt das System auf die Verlängerung – mit Vor- und Nachteilen.

Die Cyclops gibt es als Alu- oder Carbonvariante in je zwei Längen von 24 und 36 Zentimetern. Statt der üblichen Rollen wurde bei dieser Verlängerung nur eine offene Rolle aufgeschraubt. Das Ende des Vorliekspanners bleibt stets in der Klemme, der Tampen wird nur durch den Rollenblock im Segel geführt, anschließend über die offene Rolle der Verlängerung gelegt und getrimmt – eine „Loop-and-go-Methode“, die man schon vom Trimmen am Gabelbaum-Endstück kennt. Voraussetzung: Ein um 90 Grad gedreht angenähter Rollenblock am Segel, üblich bei Severne oder GunSails. Dafür ist in der Tat kein Fädeln nötig, dieser Teil des Aufriggens ist tatsächlich innerhalb einer Minute zu schaffen. Die Nachteile dürften allen einleuchten, die im Physikunterricht aufgepasst haben: Je weniger tragende Seile, sprich Umlenkungen, desto höher die nötige Zugkraft. Zugutehalten muss man den Entwicklern von Severne jedoch, dass durch die saubere Führung des Tampens die Reibungsverluste minimiert zu sein scheinen. Trotzdem, so stellt Teamfahrer und Mitentwickler Dieter Van der Eyken klar, „ist die Cyclops vor allem für Wave- und Freestylesegel entwickelt, die naturgemäß über vergleichsweise geringere Trimmkräfte benötigen“. Ein weiteres Feature erleichtert das Trimmen hingegen spürbar: Das Tampenende kann mit einem mitgelieferten Gummischlauch zur bequemen Öse umfunktioniert werden – in Zeiten, in denen nahezu alle Segel eine Tampentasche auf der Innenseite des Protektors besitzen, verschwindet die Öse nach dem Trimmen spurlos.

surf-Fazit: Die Cyclops ist simpel und funktional. Wave- und Freestylesegel sind bezüglich der Trimmkräfte in jedem Fall machbar und die Aufriggzeit verkürzt sich deutlich. Bei seiner bewährten Verlängerung sollte man bleiben, wenn man ein größeres Freemove- oder Freeridesegel mit dementsprechend höheren Trimmkräften riggen will, oder Segel besitzt, deren Rollenblock horizontal angenäht ist – die Tampenführung ist dann nicht ideal. Weitere Infos unter www.severnesails.com .

Praktischer Helfer – die mit Gummi ummantelte Zugschlaufe erleichtert das Trimmen spürbar.

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