Energie-Kreislauf
Energie-Kreislauf
ProLimit stattet die Mercury TR-Linie mit einer neuen Innenbeschichtung aus, genannt „Thermal Rebound“.

Ähnlich einer Überlebensfolie soll diese die Körperwärme reflektieren. Der Komfort beim Anziehen ist hoch, trotz sechs Millimetern Neoprenstärke am Körper schlüpft man easy rein. Das liegt am eher weiten Schnitt, vor allem aber am großartigen Stretch des Materials und einer großen Einstiegsluke am Hals. Gutes Feature: Um Wassereintritt an der Luke zu minimieren, fixiert man eine Gummilasche vorne auf der Brust mittels Druckknöpfen, erst dann zieht man die eigentliche Halsmanschette von hinten über den Kopf.

Unter der Einstiegsluke minimiert eine zusätzliche Gummilasche den WassereintrittUnter der Einstiegsluke minimiert eine zusätzliche Gummilasche den Wassereintritt

Sämtliche Nähte sind geklebt, der Wassereintritt hält sich auch hier in engen Grenzen. Bei Temperaturen zwischen sechs und zehn Grad war der Mercury ohne Haube im Praxistest mollig warm – ob’s an der neuen Innenbeschichtung liegt, sei dahingestellt. Für normalen bis kräftigen Körperbau passt der ProLimit-Schnitt ideal, sehr schlanke/dünne Surfer sollten eine Zwischengröße wählen, da sonst spürbar Wasser an den eher weit geschnittenen Abschlüssen und der Luke eintritt.

Geklebte Nähte und "Drainholes" sorgen dafür, dass kaltes Wasser es nur selten bis ins Innere schafft.Geklebte Nähte und "Drainholes" sorgen dafür, dass kaltes Wasser es nur selten bis ins Innere schafft.

surf-Fazit: Der Mercury TR für zirka 350 Euro (verfügbar ab Sommer 2019) überzeugt als überaus bequemer, warmer und komfortabler Neo für die Übergangszeit. Die Features wirken durchdacht. Für harte Wintersurfer gibt’s auch eine Version mit integrierter Haube.

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Im Temperaturbereich von secht bis 12 Grad kommt man um die externe Haube nicht herum. Den Neo gibt's aber auch "Hooded" für richtig kalte Tage.Im Temperaturbereich von secht bis 12 Grad kommt man um die externe Haube nicht herum. Den Neo gibt's aber auch "Hooded" für richtig kalte Tage.
Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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