Workshop: So reparierst du deinen Mastfuß!Foto: Theresa Kellner

Zubehör Reparatur & PflegeWorkshop: So reparierst du deinen Mastfuß!

Ein gebrochener Mastfuß auf dem Wasser endet nicht selten mit einer schwierigen Rettungsaktion. Wie du deinen Mastfuß für kleines Geld fit hältst und dich im Fall der Fälle selber retten kannst, zeigen wir dir hier.

Wenn es ein Teil gibt, an dem man beim Windsurfen keinesfalls sparen sollte, dann ist es ein guter Mastfuß. Denn geht die Verbindung zwischen Brett und Segel flöten, ergeben sich auf dem Wasser schnell gefährliche Situationen. Weil eine marode Mastfußsehne meist bei Stürzen oder Landungen bricht und integrierte Sicherungstampen die auftretenden Kräfte nicht immer aushalten und abreißen, trennen sich Brett und Segel manchmal komplett – an vielen Spots ist man damit schnell ein Fall für den Seenotretter. Treibt das Brett bei starkem Wind und niedrigen Wassertemperaturen weg, kann das sogar lebensgefährlich werden.

Gesundgespart

Eine neue Mastfußplatte ist kein Schnäppchen, zwischen 50 und 100 Euro muss man dafür auf die Ladentheke blättern. Gebrauchtkauf? Nicht empfehlenswert! Kein Wunder also, dass viele Windsurfer das Teil erst entsorgen wollen, wenn es offensichtlich Risse hat. Das Problem: Oft sehen Mastfußsehnen rein äußerlich noch fit aus, die gefährdeten Bruchstellen liegen meist dort, wo Pin und Platte an der Sehne oder dem Powerjoint verbunden sind – also außerhalb des Sichtbereichs. Wer nicht warten will, bis der Mastfuß irgendwann auf dem Wasser auseinanderfliegt oder einen noch intakten Fuß „auf Verdacht“ wegwerfen will, sollte unbedingt zu Mastfüßen mit austauschbaren Komponenten greifen. Am einfachsten geht dies mit Mastfußplatten, die mit Sehnen ausgestattet sind, diese lassen sich minutenschnell tauschen. Und so wird’s gemacht:

Mastfuß-Sehnen tauschen

Die Sehnen von Mastfüßen sollte man regelmäßig checken. Worauf du achten solltest, wie es geht und was es kostet, erfährst du in unserer Bilderstrecke. Klick dich durch!

Mastfuß-Cover schützen nicht nur die Füße vor Verletzungen, sondern auch die Sehne vor UV-Licht, z.B. wenn das Material aufgeriggt am Strand liegt.Foto: Manuel Vogel
Mastfuß-Cover schützen nicht nur die Füße vor Verletzungen, sondern auch die Sehne vor UV-Licht, z.B. wenn das Material aufgeriggt am Strand liegt.
Das Problem: Rein äußerlich sieht die Sehne fit aus...Foto: Manuel Vogel
Das Problem: Rein äußerlich sieht die Sehne fit aus...
Zur Sicherheit sollte man alle paar Monate den Bolzen herausdrehen...Foto: Manuel Vogel
Zur Sicherheit sollte man alle paar Monate den Bolzen herausdrehen...
...und die Sehne checken. Risse sind Vorboten eines nahenden BruchsFoto: Manuel Vogel
...und die Sehne checken. Risse sind Vorboten eines nahenden Bruchs
Ersatzsehnen bekommt man im gut sortierten Surfshop. Kosten: Knapp 15 Euro.Foto: Manuel Vogel
Ersatzsehnen bekommt man im gut sortierten Surfshop. Kosten: Knapp 15 Euro.
Nach dem Einsetzen der neuen Sehne unbedingt auch das Sicherungsband checken. Auch dieses kann bei vielen Mastfüßen nachträglich ausgetauscht werden. Dabei darauf achten, dass das Seil nicht zu stramm sitzt, um das Biegen der Sehne nicht zu blockieren.Foto: Manuel Vogel
Nach dem Einsetzen der neuen Sehne unbedingt auch das Sicherungsband checken. Auch dieses kann bei vielen Mastfüßen nachträglich ausgetauscht werden. Dabei darauf achten, dass das Seil nicht zu stramm sitzt, um das Biegen der Sehne nicht zu blockieren.
Mastfuß-Cover schützen nicht nur die Füße vor Verletzungen, sondern auch die Sehne vor UV-Licht, z.B. wenn das Material aufgeriggt am Strand liegt.Foto: Manuel Vogel
Mastfuß-Cover schützen nicht nur die Füße vor Verletzungen, sondern auch die Sehne vor UV-Licht, z.B. wenn das Material aufgeriggt am Strand liegt.
Das Problem: Rein äußerlich sieht die Sehne fit aus...Foto: Manuel Vogel
Das Problem: Rein äußerlich sieht die Sehne fit aus...
Das Problem: Rein äußerlich sieht die Sehne fit aus...
Zur Sicherheit sollte man alle paar Monate den Bolzen herausdrehen...
...und die Sehne checken. Risse sind Vorboten eines nahenden Bruchs
Ersatzsehnen bekommt man im gut sortierten Surfshop. Kosten: Knapp 15 Euro.
Nach dem Einsetzen der neuen Sehne unbedingt auch das Sicherungsband checken. Auch dieses kann bei vielen Mastfüßen nachträglich ausgetauscht werden. Dabei darauf achten, dass das Seil nicht zu stramm sitzt, um das Biegen der Sehne nicht zu blockieren.
Mastfuß-Cover schützen nicht nur die Füße vor Verletzungen, sondern auch die Sehne vor UV-Licht, z.B. wenn das Material aufgeriggt am Strand liegt.

Was tun bei Mastfuß-Bruch?

Nahezu alle Mastfußplatten sind mit einem Sicherungstampen ausgestattet. Bricht die Verbindung, hält der Tampen Brett und Rigg zusammen, man kann noch ans Ufer surfen. Leider passiert es immer wieder, dass auch der Sicherungstampen der Mastfußplatte den Sturz nicht überlebt und durchreißt. Auch wenn der Mastfuß ober- oder unterhalb der eigentlichen Gummiverbindung bricht, ist das Sicherungsseil wertlos. Weit draußen das Brett zu verlieren, ist für jeden Windsurfer der Supergau! Wenn Brett und Segel sich also trennen, lass das Rigg schwimmen und versuche immer sofort das Board zu erreichen, es ist deine unsinkbare Rettungsinsel. Bleibe auf dem Brett und mache auf dich aufmerksam. Möglicherweise kann dir ein Mitstreiter einen Ersatzmastfuß bringen! Wenn dies nicht möglich ist, kannst du den Mastfuß auf dem Wasser notdürftig flicken. Vor allem bei Wellen ist dies kein einfaches Unterfangen, trotzdem hat sich diese Methode vielfach bewährt. Dazu benötigst du nur einen Ersatztampen (den man zum Beispiel am Trapez immer mitführen sollte).

...und fixiere den Tampen am Vorliekspanner deines Riggs. Achte darauf, dass Brett und Rigg möglichst dicht beieinander fixiert werden, da sonst der Mastfuß gleich zu weit außerhalb der Brettmitte stehtFoto: Manuel Vogel
...und fixiere den Tampen am Vorliekspanner deines Riggs. Achte darauf, dass Brett und Rigg möglichst dicht beieinander fixiert werden, da sonst der Mastfuß gleich zu weit außerhalb der Brettmitte steht
Bricht der Mastfuß direkt am Zapfen oder reißt der Sicherungstampen mit durch (Bild), sind Brett und Segel getrennt. Notdürftig flicken kannst du die Verbindung dann mit einem mitgeführten TampenFoto: Manuel Vogel
Bricht der Mastfuß direkt am Zapfen oder reißt der Sicherungstampen mit durch (Bild), sind Brett und Segel getrennt. Notdürftig flicken kannst du die Verbindung dann mit einem mitgeführten Tampen
Entferne den Zapfen aus der Verlängerung und verstaue diesen, z.B. in der TampentascheFoto: Manuel Vogel
Entferne den Zapfen aus der Verlängerung und verstaue diesen, z.B. in der Tampentasche
Drehe die Mastfußplatte etwas lose (nicht ab!)Foto: Manuel Vogel
Drehe die Mastfußplatte etwas lose (nicht ab!)
Ziehe deinen Ersatztampen unter dem Teller der Mastfußplatte durch, drehe die Platte wieder fest...Foto: Manuel Vogel
Ziehe deinen Ersatztampen unter dem Teller der Mastfußplatte durch, drehe die Platte wieder fest...
...und fixiere den Tampen am Vorliekspanner deines Riggs. Achte darauf, dass Brett und Rigg möglichst dicht beieinander fixiert werden, da sonst der Mastfuß gleich zu weit außerhalb der Brettmitte stehtFoto: Manuel Vogel
...und fixiere den Tampen am Vorliekspanner deines Riggs. Achte darauf, dass Brett und Rigg möglichst dicht beieinander fixiert werden, da sonst der Mastfuß gleich zu weit außerhalb der Brettmitte steht
Bricht der Mastfuß direkt am Zapfen oder reißt der Sicherungstampen mit durch (Bild), sind Brett und Segel getrennt. Notdürftig flicken kannst du die Verbindung dann mit einem mitgeführten TampenFoto: Manuel Vogel
Bricht der Mastfuß direkt am Zapfen oder reißt der Sicherungstampen mit durch (Bild), sind Brett und Segel getrennt. Notdürftig flicken kannst du die Verbindung dann mit einem mitgeführten Tampen
Bricht der Mastfuß direkt am Zapfen oder reißt der Sicherungstampen mit durch (Bild), sind Brett und Segel getrennt. Notdürftig flicken kannst du die Verbindung dann mit einem mitgeführten Tampen
Entferne den Zapfen aus der Verlängerung und verstaue diesen, z.B. in der Tampentasche
Drehe die Mastfußplatte etwas lose (nicht ab!)
Ziehe deinen Ersatztampen unter dem Teller der Mastfußplatte durch, drehe die Platte wieder fest...
...und fixiere den Tampen am Vorliekspanner deines Riggs. Achte darauf, dass Brett und Rigg möglichst dicht beieinander fixiert werden, da sonst der Mastfuß gleich zu weit außerhalb der Brettmitte steht

Auf diese Weise repariert, steht das Rigg meist einige Zentimeter außerhalb der Brettmitte. Wasserstarten ist in der Regel allerdings trotzdem möglich.

Hinweis: Da die Verlängerung ungeschützt auf dem Deck des Boards steht, sind Schäden am Deck keine Seltenheit. Trotzdem empfiehlt es sich im Zweifel nicht zu lange auf Rettung zu warten und selbst aktiv zu werden.

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