ION Safety Strap im Test

SonstigesION Safety Strap im Test

Das Problem, bei Stürzen unkontrolliert in der Fußschlaufe hängen zu bleiben, kennt so mancher Windsurfer. ION bringt jetzt mit der „Safety Strap” eine Schlaufe, die wie eine Sicherheitsbindung auslösen und vor Verletzungen schützen soll. Wir haben sie ausprobiert.

Selbstauslösende Sicherheitsbindung auf dem Windsurfbrett

Verletzungen an den Sprunggelenken gehören zu den häufigsten Problemen, mit denen Windsurfer zu kämpfen haben, vor allem durch das Foil können teilweise große Kräfte auf die Sprunggelenke übertragen werden. Das sind schmerzhafte Erfahrungen, die auch schon bei einem surf-Tester bei maximalem Gegenhalten zu einem abgebrochenen Frontflügel bei gleichzeitig multiplen Bänderverletzungen im Sprunggelenk geführt haben. Häufigste Fälle: Bei einem Sprung oder Manöver rutscht man mit einem Fuß aus der Schlaufe und bleibt mit dem zweiten hängen, oder das Board kippt hoch und man fällt gegen die Kipprichtung. Die ION Safety Strap soll in solchen Fällen auslösen wie eine Skibindung. Kann das funktionieren?

  Die Schlaufen bieten drei verschiedene Stufen zum Einstellen, wie schnell sie auslösen soll.
Die Schlaufen bieten drei verschiedene Stufen zum Einstellen, wie schnell sie auslösen soll.

Aufbau der Safety Strap von ION

Die Schlaufe selbst ist in der Mitte zweigeteilt und kann bei Belastung auseinandergleiten. Zusammengehalten werden die beiden Hälften über einen Klettverschluss. Ein unter dem Klett befindliches Neoprencover lässt sich so verschieben, dass das Klett die beiden Hälften unterschiedlich fest verbindet – das resultiert dann in den drei Einstellungsmöglichkeiten – „light”, „medium” oder „strong”. In der Praxis funktioniert das Prinzip durchaus wie geplant. Stellt man die Fußschlaufe zum Beispiel auf „light” ein, reicht bereits sehr wenig Zug, um das Klett durchrutschen zu lassen und den Fuß freizugeben. Auf „strong” eingestellt, sind hingegen sehr hohe Kräfte nötig, um die Hälften zu entzweien – zumindest im Neuzustand der Schlaufe.

  Unter dem Neopren sitzt das Klett, das sich bei zu viel Zug lösen soll.
Unter dem Neopren sitzt das Klett, das sich bei zu viel Zug lösen soll.

Limitierte Größeneinstellungen

Aber das System bietet auch Schattenseiten: Die Möglichkeiten zur Einstellung der Größe sind limitiert, denn der übliche Verstellmechanismus wurde ja der Grundidee der Safety Strap geopfert. Die Schlaufe bietet auf jeder Seite drei Löcher, durch welche die Strap am Board verschraubt werden kann – es ergeben sich dadurch fünf Größeneinstellungen, die zumindest die mittleren Schuhgrößen abdecken.

  Zumindest im Neuzustand funktioniert das Prinzip gut
Zumindest im Neuzustand funktioniert das Prinzip gut

surf-Fazit

Für das Gros der Windsurfer dürfte eine verlässlich feste Verbindung zum Board noch immer der größte Garant sein, Verletzungen zu vermeiden. Wer aber bereits lädierte Sprunggelenke hat und hohe Kräfte an dieser Stelle vermeiden will, könnte mit der ION Safety Strap eine praktikable Lösung für seine Probleme finden. Der Preis liegt bei 44,99 Euro pro Stück.