Sebastian Kördel

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 8 Jahren

Sebastian Kördel über die vergessene Disziplin Racing, Rindsrouladen von Günter Lorch und das „Draufleg-Geschäft Deutscher Windsurf Cup.“

Sebastian, du bist vor kurzem Sechster bei der Formula-WM in Kroatien geworden, vor Top-Fahrern wie Menegatti, Langer und dem bis dato amtierenden Weltmeister Ross Williams. Ist der Bodensee doch das perfekte Trainingsrevier? Um ehrlich zu sein: Eher nicht. Im Winter geht kaum etwas und auch von Seiten der Uni habe ich aufgrund meines Studiums im Fach "Corporate Management & Economics" recht wenig Zeit zum Trainieren. Im Sommer – pünktlich zur Regattasaison – entspannt sich die Sache dann zum Glück etwas und ich kann schon mal aus der Bibliothek direkt aufs Wasser. Prinzipiell ist es bei mir aber wichtig, die Zeit auf dem Wasser bestmöglich zu nutzen.

Nach dem Abi hattest du die Möglichkeit zum Standortwechsel, hast dich aber bewusst für das Leben im wind­armen Süden entschieden. Warum? Wenn ich als 22-Jähriger sage, ich sei schon viel herumgekommen, mag sich das vielleicht etwas übertrieben anhören – aber ich habe doch schon einiges gesehen und ehrlich gesagt finde ich es hier einfach am schönsten. Da bin ich recht heimatverbunden.

Hast du das Gefühl, aufgrund deines Wohnortes etwas "ab vom Schuss" zu sein und nicht die Anerkennung zu bekommen, die du verdient hättest? Ich denke, man muss mehr kämpfen, wenn man aus dem Süden kommt, um sich einen Namen zu machen. Manchmal hatte ich schon das Gefühl, etwas vergessen worden zu sein. Mal hieß es, "der Kördel kann’s nur bei wenig Wind", und ich erinnere mich an Überschriften wie: "Wer soll Vincent Langer noch schlagen?". Mittlerweile habe ich gezeigt, dass ich in verschiedensten Bedingungen meine Leistung bringe. Das belegt ja auch mein Deutscher Meister-Titel von 2012. Langfristig möchte ich allerdings international in Erscheinung treten. Im Racing hat das bei der  WM schon geklappt, immerhin konnte ich sogar einen Lauf gewinnen. Im Slalom zahle ich hingegen noch Lehrgeld. Schade finde ich allerdings, dass meine Lieblingsdisziplin Formula-Racing insgesamt unterbewertet wird...

Das gesamte Interview mit Sebastian Kördel lest ihr unten als PDF-Download.

Themen: InterviewPeopleSebastian Kördel

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