Redaktion

Deutschland: Fehmarn

  • Andreas Erbe
01.08.2011

Kein Revier ist so beliebt wie Fehmarn – Seit Jahren führt die Ostseeinsel unangefochten die Hitliste der beliebtesten Spots bei deutschen Surfern in der surf-Leserumfrage an. Da können weder Ägypten noch die Kanaren oder der Gardasee gegen anstinken. Grund genug, der vielfältigen Insel eine außergewöhnliche Bilderstrecke von Fotograf Tom Körber und einen detaillierten Spot Guide zu widmen.

Groß und vielerorts stehtief – die Spots auf Fehmarn

78 Kilometer Küstenlänge besitzt Fehmarn. Auf diese Länge verteilen sich mindestens 16 Surfspots – das bedeutet rein rechnerisch, dass ihr alle fünf Kilometer auf der Sonneninsel einen Windsurfspot findet. Da sollte genug Platz für alle sein.

Als vor fast 50 Jahren die Fehmarnsundbrücke die Insel endgültig mit dem Festland verband, ahnte wohl niemand, dass Fehmarn einmal eine der beliebtesten Ferienregionen Deutschlands werden sollte. Seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts haben vor allem die Windsurfer die damals einzige Ostseeinsel Westdeutschlands für sich entdeckt. Die Gründe dafür sind vielfältig: Es gibt praktisch für jede Könnensstufe und Windrichtung schnell erreichbare Spots, der Wind hat freie Bahn aus allen Richtungen, es gibt viele Campingplätze und ungezählte Ferienwohnungen. Dazu scheint auf der Insel auch häufiger die Sonne als in den meisten anderen Regionen in Deutschland.

Das Wolkenspiel eines herannahenden Sturms ist auf einer Insel wie Fehmarn (hier Campingplatz Altenteil) immer wieder beeindruckend.

Und nicht zuletzt behielt Fehmarn trotz einiger Bausünden am Südstrand seinen dörflichen und familiären Charakter. Fast jeder Bauernhof vermietet Zimmer oder Apartments, größere Hotels sucht man, mit Ausnahme der besagten Bausünden am Südstrand, vergebens. Dafür verteilen sich auf Fehmarn immerhin mehr als ein Dutzend Campingplätze, teilweise mit direktem Strandzugang. Noch vielfältiger ist sogar das Angebot von Surfspots.

Einer der beliebtesten Flachwasserspots in der Orther Reede: Gold an der Ostseite der Bucht.

Lediglich die Ostseite Fehmarns bietet mit Presen nur einen bekannteren Spot. Die Ostküste ist an den meisten Stellen sehr steinig und teilweise steil. Ansonsten kommt man auf Fehmarn über Sand und Kies ins Wasser.

Die Beliebtheit Fehmarns bei den Surfern lässt sich auch sehr gut an der Zahl der Surfshops auf der Insel ablesen. Eine höhere Dichte findet man nicht einmal am Gardasee. Allerdings hat sich in einigen der alteingesessenen Shops das Angebot in den letzten Jahren gewandelt: Weg vom klassischen Brett- und Segelverkauf, hin zu Mode, Zubehör oder auch Kitematerial. Trotzdem kann man in den großen Shops jede Menge Boards “live” sehen und teilweise sogar in angeschlossenen Stationen selber testen.

Die Top-Wavespots Altenteil (Foto) und Teichhof bieten bei Nordwestwind anspruchsvolle Bedingungen.

Den Revierbericht Fehmarn mit diesen Spots findet ihr unten als PDF-Download:

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    Fehmarn

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