Schon gefahrenDas North Sails Wave 3Di 4.7 im ersten Test

Manuel Vogel

 · 08.08.2022

Schon gefahren: Das North Sails Wave 3Di 4.7 im ersten TestFoto: Manuel Vogel

An Land: 2,27 Kilo für ein 4,7er – das ist absoluter Rekord! Die Technologie der North Hightech-Rennsegel ermöglicht die Konstruktion eines nahezu nahtlosen Segels, bei dem für jede Segelgröße individuell zugfeste Fasern auf eine Trägerfolie laminiert werden, welche die Kräfte im Segel aufnehmen können. Das Profil soll dadurch – trotz nur 3,5 Segellatten – wirkungsvoll stabilisiert werden. Dabei wirkt das North Sails Wave keinesfalls knittrig, sondern durchaus solide und überaus flexibel.

North Sails ist zurück und präsentiert eine neue Technologie, die Segel leichter und robuster machen soll. Aber ist das neue North Wave 3Di wirklich magisch – oder nur fauler Zauber?

Die sonstige Ausstattung wie der Protektor und Trimmblock sind mimimalistisch, aber funktional – der Segelkörper nahezu nahtlos. Mastprotektor oder der Rollenblock wurden auf ein Minimum reduziert - funktionieren aber tadellos.

Protektor und Trimmblock sind minimalistisch, aber funktionalFoto: Manuel Vogel
Protektor und Trimmblock sind minimalistisch, aber funktional

Umschalten wie von Zauberhand

Auf dem Wasser: Das North Sails Wave generiert mit der ersten Böe ein sattes Profil aus der recht weit geschnittenen Masttasche. Damit wirkt es durchaus kraftvoll, zieht gut über die Gleitschwelle und wirkt sehr gedämpft, aber nicht sackig. Angepowert liegt es fahrstabil in den Händen, ohne störende Lastwechsel. Auch im bauchigen Trimm wird das Profil erstaunlich gut stabilisiert, störende Druckpunkt-Wanderungen sind kaum ein Thema.

In einer eigenen Liga spielt das Segel unbestritten in punkto Handling – egal, ob man eine Halse oder Duckjibe fährt oder durch Front- oder Pushloops kurbelt. Das gefühlte Powerhandling der Geradeausfahrt löst sich im Manöver wie von Zauberhand in Luft auf – das North Wave lässt sich dann buchstäblich mit zwei Fingern dirigieren. Auch auf der Welle fasziniert das Konzept: Es zieht mit Drive durch den Bottom Turn, wirkt im Cutback aber so leicht und agil, dass es zu sämtlichen Wavemoves absolut animiert.

Das Handling in Manövern und auf der Welle ist auf einem neuen Level

surf-Fazit: Das North Sails Wave 3Di ist mit 1049 Euro für das 4,7er wahrlich kein Schnäppchen, dafür bekommt man aber auch ein Segel, das vor allem in punkto Handling seines Gleichen sucht. Es kombiniert dabei Power mit absoluter Leichtigkeit und eignet sich damit für ein breites Spektrum unterschiedlicher Surfbedingungen.

Der Segelkörper ist nahezu nahtlosFoto: Manuel Vogel
Der Segelkörper ist nahezu nahtlos