Test 2020: Wavesegel 3,7 mit unterschiedlichen Masten Test 2020: Wavesegel 3,7 mit unterschiedlichen Masten Test 2020: Wavesegel 3,7 mit unterschiedlichen Masten

Test 2020: Wavesegel 3,7 mit unterschiedlichen Masten

 • Publiziert vor einem Jahr

Nahezu alle 3,7er Segel passen wahlweise auf einen 340er oder 370er Mast. Benötigt man für nur die eine Segelgröße, die eher selten genutzt wird, einen kurzen Mast?

Windsurfbedingungen für 3,7 sind eigentlich immer extrem und Ausnahmezustände lassen ja leider auch die schlechten Charakterzüge wie unter einem Vergrößerungsglas besonders deutlich hervorstechen. Was — das beweist der Test — auch für Wavesegel gilt. Sturm mit 30 Knoten und mehr kommt dabei selten so schön gleichmäßig wie aus der Windmaschine, verschärft wird die Lage, weil Böen mit zwei bis drei Knoten mehr als der Grundwind — also vielleicht zwischen 27 und 30 Knoten — sich deutlich stärker auswirken als die gleichen drei Knoten Windschwankungen zwischen 15 und 18 Knoten.

Der Grund dafür liegt in der reinen Physik: Der Winddruck nimmt mit der Windgeschwindigkeit im Quadrat zu und das wirkt sich bei großen Zahlen einfach stärker aus. Die Natur lässt sich leider nicht überlisten, die Segeldesigner stehen also vor der schwierigen Aufgabe, einem Segel mit kurzem Mast und Gabel und wenig Fläche möglichst viel Dynamik und Leben zum ruhigen „Atmen“ in schwierigen Bedingungen einzuhauchen.

Geometrie

Während bei einer x-beliebigen Segelgröße die Geometrie eine geringere Rolle spielt, wirkt es bei dem vermutlich kleinsten Segel im Sack nicht ganz nebensächlich. Zwischen 3,53 Meter und 3,67 Meter liegen die Vorliekslängen der getesteten Segel. Die Fahreigenschaften auf den unterschiedlichen Masten lassen sich nach unserer Testerfahrung aber nicht so einfach aus den technischen Daten ablesen. In erster Linie besagt die Vorliekslänge nur, wie viel Mast mehr oder weniger oben aus dem Segel heraus schaut. (Wichtige Tipps dazu haben wir im Mast-Workshop ab Seite 54 zusammen gestellt.)

Handlich sind alle

In der Größe 3,6 oder 3,7 muss man sich über das Handling keinerlei Gedanken machen. Hier zählt vielmehr, wie gut das Segel Böen absorbiert und ob es auf Flachwasser halbwegs fahrstabil bleibt. Allerdings kann sich durch die falsche Mastwahl auch das „off“, also die Neutralität auf der Welle spürbar verschlechtern. Auf der sicheren Seite ist man immer mit dem kürzeren Mast.

Mit welchem Segel auch immer:

3,7er Tage sind meistens die härtesten — aber vielleicht mit diesen Tipps und dem passenden Mast auch die besten Tage.


Den gesamten Test mit allen Übersichtstabellen, Daten und Noten findet ihr als PDF unten im Download-Bereich. In der folgenden Bilderstrecke könnt ihr euch einen Überblick über alle Features, Details und Designs verschaffen. Klickt euch durch!

  • Ezzy Wave 3,7
  • GA Sails IQ 3,6
  • Goya Guru X Pro 3,7
  • Neilpryde Combat Pro HD 3,7
  • Severne Blade 3,7
  • Simmer Style Blacktip 3,7

Test 2020: Wavesegel 3,7 mit unterschiedlichen Masten

7 Bilder

Themen: MastTestWavesegel

  • 1,99 €
    Wavesegel 3,7 mit Mastvarianten

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