Stephan Gölnitz
· 30.05.2023
In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Kleiner, leichter, kompakter geht vermutlich nicht – ist im Test jedenfalls noch nicht angetreten. Schon der Packsack des Air Pocket erinnert mehr an einen kleinen Wanderrucksack als an eine SUP-Tasche, das aufgepumpte Board trägt sich leichter zum Wasser als ein durchschnittlich beladener Picknickkorb. Auf dem Wasser spurtet das Board ebenfalls leichtfüßig los, wirkt durch das geringe Gewicht wegen der fehlenden trägen Masse etwas nervöser unter den Füßen, dadurch aber auch sehr sportlich. Mit 15 psi Druck lag es unter knapp 85 Kilo Testergewicht schnurgerade und stramm im Wasser.
Bei aller Beschleunigungseuphorie sollte man das rechtzeitige Seitenwechseln beim Paddeln nicht vergessen, die beiden kleinen Finnen sind zwar niedlich und handlich und ebenfalls genial in flachen Flusspassagen, halten aber die Spur nicht ganz so gut wie eine große Mittelflosse. Wer üblicherweise nach sechs oder sieben Schlägen die Seite wechselt, sollte sich hier auf einen Fünferrhythmus einstellen.
Die fehlende Masse zur Stabilisierung des Boards auf der Geraden beschleunigt in Turns gefühlt doppelt. Ein Schritt nach hinten, ein beherzter Bogenschlag, und die federleichte Bugspitze saust in die neue Richtung. Zur Gewichtseinsparung beschränkt sich das Pad auf den notwendigen Raum, was aber auch das Einrollen und Verstauen im kompakten Rucksack ohne schwere Rollen erleichtert. Auch Griffe und Spannnetze sind auf das Wesentliche beschränkt, besondere Verstärkungen darf man nicht erwarten.
Kompakteste Abmessungen treffen auf geringstes Gewicht. Ein perfektes Reiseboard für Minimalisten und für Anreisen mit Bus und Bahn. Mit besonders spritzigem Fahrgefühl. Und bei Tragepassagen ein Traum.
Besonders leicht und kompakt, spritzig, sportlich und drehfreudig.

Stellvertretender Chefredakteur surf
Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.