Freemoveboards 2026Der Duotone Ultra Freewave SLS 112 im Test

Surf Testteam

 · 02.04.2026

Der Duotone Ultra Freewave überzeugte auch durch seine Vielseitigkeit
Foto: surf Team
​So harmonisch wie die Outline und Volumenverteilung fallen beim Duotone Ultra Freewave auch die Fahreigenschaften aus. Ein komfortabler Freemove-Allrounder mit Anzeichen von Freestyle-Abstammung.

​„SLS“ signalisiert bei Duotone in allen Sparten – von Wing über Kite bis Windsurf – eine besonders hochwertige Bauweise und Ausstattung, die nur bei ausgewählten Modellen noch von der D/LAB-Version getoppt wird. So erzielt der Ultra Freewave SLS trotz drei Finnenkästen das insgesamt leichteste Gewicht der Gruppe, allerdings auch zum höchsten Preis. Die Ersparnis beim Standard-Freewave, mit je nach Größe bis zu 0,5 Kilo Mehrgewicht, beträgt 300 Euro. Für die exklusive D/LAB-Bauweise mit mehr Carbon unter der Haube – und nochmals 0,3 Kilo weniger Gewicht beim 112-Liter-Modell – sind dann 3099 Euro fällig.

Die leuchtenden Farben stechen bei der ersten Begutachtung deutlicher hervor als irgendwelche fancy Shape-Features. Die Outline folgt einer harmonischen mathematischen Kurve, der Dickenverlauf in Längsrichtung zeigt keine extravaganten Buckel oder Vertiefungen. Lediglich das abgerundete Square Tail mit der hohen geraden Kante erinnert moderat an moderne Freestyleboards. An Deck findet man die typischen Dübel für drei oder vier Schlaufen, allerdings stehen auch die Doppelschlaufen hinten besonders eng, also auch eher Manöver-orientiert, beieinander. Dennoch fällt das hintere Pad auf der Fersenseite zumindest für lange Füße recht knapp bemessen aus. Die Pads sind eher fest, von mittlerer Dicke und auf dem Wasser schön griffig. Die Unterseite erfordert schon einen genauen Check, um das plane, nur ganz leichte V zu ermitteln, das bereits unter der Mastspur nur sehr gemäßigt wirkt und dann bei den Finnen kaum noch festzustellen ist. Zwei Millimeter Tailkick und ein etwa 50 Zentimeter langer, gerader Gleitbereich unter den Schlaufen sind ebenfalls eher moderate Shapemerkmale.

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Gleitstabil und locker drehend

Gleitstabil und trotzdem locker aus dem Fußgelenk drehend verbindet der Freewave zwei scheinbar widersprüchliche Tugenden. Das breite und recht ebene Deck sorgt für gute Kippstabilität beim Segelaufholen oder in Dümpelfahrt, und auch ohne abzufallen gleitet der Freewave auf Halbwindkurs flüssig an, beschleunigt dann eher brav. Das bis zu den Fußschlaufen recht flach gehaltene Deck und die tendenziell weit innen liegenden Schlaufen begünstigen eine etwas aufrechtere Haltung, also eher Manöver-orientiert als zum Speedbolzen. Trotz sehr beruhigend gelassener Gleitlage reagiert der Freewave auf Steuerimpulse aus dem Fußgelenk auch in voller Gleitfahrt so überraschend wie ein entspannter Hund, dem man auf den Schwanz getreten hat – das Board kann Haken schlagen, die man so zumindest nicht erwartet hätte, was sowohl für Freestyle als auch zum Abreiten von gemäßigten Wellen förderlich ist.

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Im Chop gleitet das Board frei und vor allem auch recht dämpfend, und es setzt vergleichsweise weich gegen anrollende Wellen ein, der Fahrkomfort wurde als sehr angenehm empfunden. Die Gleitlage wirkt auch deutlich höher und freier als auf dem 95er Ultra Freewave aus dem letztjährigen Test. Erfreulicherweise bleibt diese Gleitlage auch mit dem probeweise genutzten und im Vergleich zur 30er Serienfinne großen Thruster-Set aus dem Tabou 3S (25 cm + 2 x 12 cm) erhalten. Zum kleinen 5,6er Segel passten drei Finnen sogar besser.

surf-Fazit zum Duotone Ultra Freewave 112

Ohne auffällige Shapemerkmale und auch auf dem Wasser ohne Makel überzeugt der Freewave als besonders easy zu surfen, dabei vielseitig und vor allem auch in Halsenmanövern sehr gleitstark und fehlerverzeihend. Den knallbunten Shape deswegen als „graue Maus“ einzuteilen würde das Board, das auch kleine Welle und Freestyle gut kann, deutlich unter Wert beschreiben.

Komfortabel, vielseitig; Gleitmanöver
Kurze Mastspur, zum Wenden wenig Volumen im Bug
-

Freeride
Bump & Jump
Welle

Technische Daten Duotone Ultra Freewave SLS 112

*surf-Messung, ohne Finne und Schlaufen

Duotone Freewave: Verfügbare Größen und Daten

VolumenBreiteLängeGewicht**Finne
74562225,718+2x12
84582245,919+2x12
94612266,420+2x12
104632276,721+2x12
112662286,830
11968,52307,234

** Herstellerangabe

Dieses Board ist Teil des großen Freemove-Tests 2026. Mit dabei sind außerdem Goya One, JP-Australia Freestyle Wave und Magic Move, Patrik F-Cross, Severne Dyno, Starboard Kode, Tabou 3S+ und We One We Freewave. Weitere Test-Artikel aus dieser Gruppe erscheinen in loser Folge auf surf-magazin.de und gesammelt in surf 3/2026 ab 14. April.


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