Freemoveboards 2026Der JP-Australia Magic Move 110 im Test

Surf Testteam

 · 09.04.2026

Klassiche Gleitmanöver sind mit dem JP-Australia Magic Move kein Problem
Foto: surf Team
​In dieser Multi-Gruppe entpuppt sich der JP-Australia Magic Move als kleines Freerideboard mit einfachen Gleit- und Halseneigenschaften.

​Die magische Reihe hat in der JP-Palette Tradition. Der Magic Move ergänzt diese Kategorie mit den seit Langem bekannten Modellen ­Magic Ride (Freeride) und Magic Wave (Wave) in der Manöver-orientierten Allround-Gruppe genau dazwischen. Quasi als einfacher zu surfende Alternative zum JP Freestyle Wave. Die „Magic“-Boards zielen dabei immer auf einfaches, frühes Angleiten und möglichst fehlerverzeihende Manövereigenschaften – vom Waveboard bis zum Freerider. Auf einen „Magic Race“, ein Rennbrett mit Luftfederung und Autopilot, wird man aber wohl vergeblich warten.

An Land fällt beim Magic Move sofort das flach gestaltete Deck mit viel planer Fläche auf. Rund um den Mastfuß lässt sich fast ein Maitanz aufführen, auch zwischen den Schlaufen ist das Deck kaum verrundet „domig“, wie dagegen beim Freestyle Wave beispielsweise. Dieser Board­shape verspricht schon in der Theorie besonders gute Kippstabilität. Die rundum ausreichend großen, festen Pads sind fein strukturiert, mit eher gummiartiger Oberfläche und sehr rutschfest. Bequeme Schlaufen sorgen für angenehmen Halt. In allen vorgesehenen Schlaufenpositionen steht man überwiegend auf dem flachen Decksbereich. Als Finnenoption ist ausschließlich eine Single-Finne vorgesehen – was zum Konzept gut passt –, mit einer robusten 33er G10-Finne serienmäßig. Die Gleitfläche fällt vergleichsweise lang aus, mit sehr harmonischer Kurve zum Bug hin und ohne nennenswerten Rocker am Heck. Ein durchgehendes, vorne sehr deutliches V verläuft doppelkonkav vom Bug bis plan zum Heck. Die Abrisskante ist vom Heck bis zur Mastspur recht scharf.

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Stabile Gleitlage und spurtreu in der Halse

Trotz nominell kleinstem Volumen liegt der JP-Shape vor dem Angleiten kippstabiler und sicherer im Wasser als ein Starboard Kode oder We One beispielsweise. Das Board schiebt sich auf der langen Gleitfläche sehr mühelos und schon mit wenig Segelzug über die Gleitschwelle und behält die besonders stabile Gleitlage im gesamten Windbereich bei. Da kann man auch mal kurz auf Autopilot schalten oder sich das Trapez zurechtzupfen, ohne deswegen gleich ungewollte Haken zu schlagen. Auch in den Außenpositionen steht man eher auf dem Deck als seitlich am Rail, was die Manöverorientierung des Boards im Vergleich zu einem kleinen Magic Ride beispielsweise unterstreicht. Der Magic Move gleitet gefühlt – und optisch unterstützt durch die geringe Decksaufbiegung zur Nose – eher flach übers Wasser, dämpft unter den Fersen den Kontakt aber angenehm ab. Das Board gleitet auch ohne viel Körperspannung schnell und zählt zu den leistungsstarken ­Shapes der Gruppe, zum harten Vollgasheizen passt die Schlaufenposition dann weniger als etwa bei einem JP Super Ride.

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Den Bonus spielt der JP ­Magic Move in mittleren und weiten Gleitmanövern aus, er gleitet wie der Patrik F-Cross besonders stabil auf dem Rail durch verschiedene Radien, spurstabil, schneidet den Turn nicht ungewollt ab, bleibt aber noch steuerbar und kommt mit viel Speed aus der Kurve. Mit abgelegtem Segel und viel Speed durch die Halse carven? Dabei zaubert der Magic gerne mit. Wer allerdings in die Welle schnuppern oder gesprungene Manöver, vielleicht mal einen Frontloop probieren möchte, ist mit dem Freestyle Wave, der ebenfalls gut und recht einfach gleitet, besser beraten. Der Magic Move verträgt dafür auch ein 7er Segel und zieht damit noch gut Höhe, auf die große Single-Finne ist dabei jederzeit Verlass.

surf-Fazit zum JP-Australia Magic Move 110

Der Magic Move konkurriert hausintern in dieser Größe eher mit dem kleinsten JP Magic Ride als mit dem JP Freestyle Wave. Er ist ein agileres, leichtfüßigeres Board als ein Magic Ride, aber ebenfalls vor allem zum Freeriden geeignet sowie für flüssige Gleitmanöver – mit obendrein guter Eignung für leichtere Gleitaufsteiger.

Gleiten, Powerhalsen, Easy Surfing; Kontrollierbarkeit
Breites, flaches Deck mit viel Platz; nur Single-Finne
Welle abreiten und gesprungene Manöver

Freeride
Bump & Jump
Welle

Technische Daten JP-Australia Magic Move Wood Pro 110

*surf-Messung

JP-Australia Magic Move: Verfügbare Größen und Daten

VolumenBreiteLängeGewicht**Finne
9061,52316,429
10063,52356,731
11066,52376,933

**Herstellerangabe​

Dieses Board ist Teil des großen Freemove-Tests 2026. Mit dabei sind außerdem Duotone Freewave, Goya One, JP-Australia Freestyle Wave und Magic Move, Patrik F-Cross, Severne Dyno, Starboard Kode, Tabou 3S+ und We One We Freewave. Weitere Test-Artikel aus dieser Gruppe erscheinen in loser Folge auf surf-magazin.de und in surf 3/2026 ab 14. April.


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