Der Twister von Tabou ist seit langem ein Brett der Extreme und das wohl kürzeste Freestylebrett auf dem Markt. Das Versprechen des Herstellers: Radikale Rotationen, mehr Pop. Aber geht dieser Plan auf?
In zwei Größen, mit 93 und 103 Litern Volumen, ist der Tabou Twister 2026 verfügbar - beide fallen mit nur 209 Zentimetern Länge extrem kurz aus. Zum Lieferumfang gehören eine 20er Finne aus G-10-Material sowie passable Schlaufen, die hinten doppelt verschraubt werden. Die Footpads sind weich und im Fersenbereich dick gedoppelt, was bei harten Landungen für entsprechende Dämpfung sorgt. Das Heck ist dick, aber vergleichsweise schlank, was ein reaktives Fahrgefühl und flinke Richtungswechsel unterstützen soll.
Draufstellen und entspannt losdümpeln - nicht mit dem Twister! Das kompakte Board will beim Anfahren sensibel belastet werden und schiebt zunächst mal spürbar Wasser vor sich her. Wer nur passiv an Deck steht und wartet, ins Gleiten zu kommen, wartet manchmal auch vergeblich. Aber: Wenn du einige Male anpumpst und zügig nach hinten in die Schlaufen steigst, lässt du den Tabou Twister sofort von der Kette. Dann beschleunigt das Brett druckvoll los, wird sehr schnell und läuft mit einer perfekten Mischung aus freiem Fahrgefühl und Kontrolle übers Wasser. Angepowert hängt das Board dann wie ein kleines Hovercraft am Fuß und geht auch in Windlöchern nicht mehr vom Gas. Generell sind Freestyleboards nicht gemacht für gecarvte Halsen und klassische Gleitmanöver - der Twister erst recht nicht.
Hohes Speedpotenzial, quirliges Fahrgefühl - das sind aber beste Voraussetzungen für alle Air-Moves. Der Twister lässt sich mit sehr wenig Kraft in die Luft katapultieren und wirbelt beinahe unaufhaltsam durch sämtliche Rotationen, die ultra-kompakten Maße schlagen hier absolut positiv zu Buche. Auch Slidingmoves wie Spocks und Flakas macht der Twister jederzeit mit, allerdings rotiert er dabei so schnell, dass es schon etwas Übung braucht, um mit dem Tempo des Boards Schritt zu halten. Eine absolute Stärke sind Powermoves, denn das Brett kann man aus dem Fußgelenk ancarven, das dicke Heck und die Volumenkonzentration im Centerbereich sorgen für massiven Pop, der allen Fans von Powermoves die Freudentränen in die Augen treibt.
Als Board für Freestyle-Novizen ist der kurze Tabou Twister etwas zu fordernd, weil er ein sensibles Füßchen benötigt. Das Gute ist, dass man dieses Manko komplett kompensieren kann, wenn man aktiv angleitet und bereits über die Basic-Moves wie Vulcan & Co hinaus ist. Dann bekommt man mit dem Twister eine radikale Freestyle-Waffe unter die Füße, die bei Sliding- und Powermoves keine Limits setzt.
Powermoves, Rotationen, Speed
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Angleiten bei passiver Fahrweise
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