Mit jedem Schritt ins Wasser wird der Shorebreak größer, während das Selbstvertrauen auf Micky-Maus-Größe schrumpft. Irgendwie sahen die Wellen doch vom Parkplatz hinter den Dünen viel kleiner aus! Wer in die Brandung einsteigen will, wird nicht selten jäh aus seinen Träumen gerissen. Statt smoother Turns und kernigen Sprüngen verwehrt einem ein grantiger Riese den Weg, faltet das Material zusammen und spuckt alles, gemeinsam mit dem Protagonisten, wieder ans Ufer.
Aber es gibt auch Reviere, da findest du das genaue Gegenteil: einen leichten Einstieg und einen flachen Bereich, in dem du erst einmal Speed holen kannst, bevor du dich dann in die Brandungszone begibst. Auch wenn mal etwas schiefgeht, musst du dein Equipment nicht gleich wieder von den Felsen kratzen, sondern kannst, ohne Angst haben zu müssen, einen neuen Versuch starten. Wir haben die Spotarchive gewälzt und verraten dir die acht besten Wavespots von nah bis fern, für einen sanften Einstieg in die Brandung.
In Sichtweite der Fehmarnsundbrücke liegt mit Heiligenhafen, in Surferkreisen „Halli“ genannt, einer der besten und beliebtesten Spots Norddeutschlands. Abgesehen davon, dass es hier einen großen Binnensee mit stehtiefen Bereichen, einer gut ausgestatteten Surfschule und sämtlicher Infrastruktur gibt, sind es vor allem die massentauglichen Wavebedingungen, die den Spot so populär machen: Mit Windrichtungen von West-Südwest bis Nordwest deckt Halli ein großes Windfenster ab. Parken kann man hier direkt und kostenpflichtig hinter der Düne. Ideal ist West- bis West-Nordwestwind, dieser kommt von links über eine flache Landzunge. Im Uferbereich kann es leicht abgedeckt sein, aber der Einstieg ist flach, großteils sandig und auch für Wave-Novizen einfach zu meistern. Man hat danach genügend Platz, um zu beschleunigen, bevor man über der vorgelagerten Sandbank auf Rampen trifft, die für Sprünge genauso taugen wie für Loops und sogar Backloops. Auch für erste Ritte ist die Welle von Heiligenhafen ideal, denn sie bricht sehr sanft und läuft in der Regel wieder gemächlich aus. Weil die Ostsee vor Heiligenhafen nicht sonderlich tief ist, bleibt es auch bei Sturm bei moderaten Wellenhöhen von hüft- bis maximal brusthoch.
Vor allem im Vergleich mit den Alternativspots Dazendorf und Weissenhaus punktet Halli bei weniger geübten Wavesurfern mit deutlich entspannteren Rahmenbedingungen. Wer aus der Bucht einen Schlag nach Luv hochkreuzt, kann direkt vor der Landspitze und in Lee der kleinen Steinmole auch Wellen mit etwas mehr Kraft vorfinden – diese brechen allerdings nah am steinigen Ufer, der Untergrund ist hier von Steinen und Muscheln gesäumt. Wenn der Wind mal etwas mehr auf West-Südwest dreht, kann es in der Bucht zunehmend böig und abgedeckt werden – alternativ geht man dann am „Rettungsturm Nr. 1“ aufs Wasser und kann sich in Luv der kleinen Mole vergnügen, hier kommt der Wind freier an und es brechen ebenfalls nur kleine Wellen. Übrigens: Auch östliche Winde sind in Heiligenhafen gut fahrbar, diese werden zwischen Fehmarn und dem Festland oft sogar verstärkt. Dann bleibt es allerdings bei kleinen Chops, die das Prädikat „Brandung“ nicht verdienen. Im Ort Heiligenhafen gibt es ein großes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, Womo-Stellplätzen und Gastronomie, sodass man es hier auch länger als einen windigen Tag aushalten kann.
Wenn die Worte „Dänemark“ und „Wave“ in einem Satz fallen, geht es meist um Cold Hawaii, also die Region von Agger bis nach Hanstholm, die einige der besten Wavespots Nordeuropas beinhaltet. Das Problem: Wer mit dem Wavesurfen erst beginnt, ist bei starkem Wind dort schnell am Komfort-Limit. Deswegen lohnt ein Blick gen Norden, auf die Region der Jammerbucht bis hinauf nach Hirtshals. Bei Wind aus Süd-Südwest bis maximal West-Südwest ist vor allem Løkken eine super Alternative zu Klitmøller. Der nette Ferienort liegt eingebettet in den Dünen, eine lange Mole teilt den Spot und unterbricht auch die Strömung. Ideal ist Südwestwind, dieser weht leicht schräg auflandig von links. Der Einstieg erfolgt dann in Lee der Mole, hier ist es flach und sandig: Aufsteigen, einhaken, losgleiten – das gelingt in Løkken besonders easy. Auf dem Weg nach draußen stellen sich dann durchaus schöne Kicker in den Weg, die man für Sprünge und Loops nutzen kann. Keinesfalls ist Løkken nur ein Spot für Wave-Einsteiger, an guten Tagen kann man sich hier hoch in den dänischen Himmel schießen. Für Wellenritte eignet sich der Spot ebenfalls hervorragend, die Brandung rollt hier allerdings ungleich sanfter in Richtung Ufer als es in Klitmøller der Fall ist.
Lässt der Wind nach, kann man hier auch mal das Longboard oder Wave-SUP aus dem Auto holen – oder an der ansässigen Surfschule North Shore ausleihen. Hier gibt es übrigens auch Snacks und guten Kaffee. Der Ort selbst bietet nette Unterkünfte, mehrere Campingplätze und mit dem Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr auch ein lohnenswertes Ausflugsziel. Dreht der Wind mehr auf West bis Nordwest, ziehen Wellensuchende weiter nach Kjul Strand, etwa 35 Kilometer weiter nördlich. Die lange Mole samt Hafenanlage in Luv erinnert an Hanstholm, der befahrbare Strand und das entspannte Ambiente dann eher an Rømø. West-Nordwestwind kommt perfekt sideshore von links, auch hier ist der Einstieg flach und sandig. Die Wellen brechen weniger steil und somit deutlich zahmer als in Hanstholm, auch bei Sturm wird die 2-Meter-Marke selten geknackt. Geht doch mal was schief, hat man nach Lee massiv Platz und kann dementsprechend sicher anlanden. Wind aus Ost bis Nordost ist hier ebenfalls fahrbar. Kjul Strand ist vergleichsweise abgeschieden, in der Nähe gibt es mit dem Kjul Strand Camping aber eine nette Bleibe.
Dänemarks südlichste Nordseeinsel ist der Grund, warum zum Wavesurfen kaum jemand nach Sylt fährt. Denn obwohl die deutsche Nachbarinsel nur wenige Kilometer entfernt liegt, unterscheiden sich die Bedingungen doch grundlegend. Es beginnt mit der Anreise, für die man keine Fähre oder Züge buchen muss, sondern einfach mit dem Auto über den Damm und gleich weiter direkt auf den Strand fährt – kostenfrei! Im Sommer befindet sich die Surfzone leicht rechts (nördlich) der Strandauffahrt, im Winterhalbjahr ohne Badezone wird vorzugsweise weiter südlich gesurft. Ideal ist Rømø bei Wind aus Süd bis Südwest, dann weht es sideonshore von links und sehr gleichmäßig. Je nach Tide bleibt die Welle oft moderat und wird zwischen einem und zwei Meter hoch. Dann zeigt Rømø, warum es als Dänemarks bester Sprungspot gilt. Nicht selten erwischt man auf einem Schlag nach draußen gleich mehrere Rampen – kleiner im Uferbereich, größer weiter draußen. Bei starkem Südwest kann es hier auch mal amtlich werden, dann verliert der Spot definitiv den Charakter eines Einsteiger-Wavespots, und an Land malträtiert Flugsand alle Strandgänger.
Trotzdem bietet der Spot auch bei starkem Wind einen unschlagbaren Vorteil: Es gibt weit und breit keinen Stein, überall in Lee läuft der Strand flach aus und man kann problemlos anlanden und wieder Höhe laufen. In der Regel bleibt der Strand bei Süd- bis Südwestwind mit dem Auto gut befahrbar. Vorsicht gilt nur dann, wenn das Hochwasser mit einem Winddreher auf West-Südwest oder gar West zusammenfällt. Dann wird der Strand überspült und es gilt, rechtzeitig das eigene Vehikel in Sicherheit zu bringen. Überraschend moderat bleiben die Wellen bei Nordwest- bis Nord-Nordwestwind, der ebenfalls gut fahrbar ist, dann pustet es sideonshore von rechts auf den Strand. Rømø bietet abseits des Wassers nette Ferienhäuser, mehrere Campingplätze und auch Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten.
Die Bucht von Cabezo am Rande von El Médano gehört zu den beliebtesten Wavespots auf den Kanarischen Inseln. Allerdings wird die kleine Bucht bei entsprechenden Bedingungen oft recht voll, zudem erfordert der Spot bei starkem Passat viel Erfahrung, will man nicht in Lee auf dem Felsenriff landen und sich am berüchtigten Godzilla-Felsen nahe des Einstiegs die Finnen ruinieren. Ungleich entspannter surft man als Wave-Novize oft am Spot „Harbour Wall“, also der Hafenmauer des Örtchens El Médano. Hierfür fällt man entweder aus der in Luv liegenden Cabezo-Bucht ab, als Wavesurfer mit weniger Erfahrung ist aber der umgekehrte Weg sicherer, indem man vom Playa del Médano etwas Höhe läuft. Hier kann man auch bei starkem Wind entspannt starten und den Spot vor der Hafenmauer ansteuern. An der Hafenmauer brechen die Wellen zwar über steinigem Untergrund, allerdings ist es tief genug und deutlich ungefährlicher als in Cabezo. Wer mal gewaschen wird, wird weiter in Lee im tieferen Wasser wieder ausgespuckt, wo die Wellen sanft auslaufen und man in aller Ruhe wieder starten und einen neuen Anlauf wagen kann.
Über El Médano als Surf-Destination ist ohnehin alles gesagt: schlagende Argumente sind die gute Erreichbarkeit von vielen mitteleuropäischen Flughäfen, kurze Transferwege, ein breites Spektrum an Bedingungen von anspruchsvoller Brandung (Cabezo), moderater Welle (Harbour Wall) und Bump & Jump-Bedingungen (Médano-Bucht) auf kleinem Raum sowie unterschiedlichste Wohnmöglichkeiten. Auch Surf- und Verleihcenter, etwa das TWS Center, findet man vor Ort, wodurch man auch ohne eigenes Material problemlos anreisen kann. Zudem hat der Vibe des Örtchens durchaus seinen Reiz, denn hier trifft man Wassersportler aus vielen Ländern – auf dem Wasser wie auch am Abend in den zahlreichen Pubs und Restaurants der Stadt.
Der Norden Fuerteventuras gilt als raue Wave-Destination mit kraftvollen Atlantikwellen und spitzen Lavariffen – umso angenehmer fühlt sich Puerto Lajas als entspannte Ausnahme an. Die weit offene Bucht liegt direkt oberhalb von Puerto del Rosario, an der Ostküste, also auf der abgewandten Seite der großen Atlantik-Swells. Hier kommt die Energie gefiltert an: weniger kraftvolle Windswells, praktisch kein Shorebreak und ein großer, tiefer Channel ohne nennenswerte Strömung. Der Einstieg erfolgt allerdings auch hier über Felsen – Neoprenschuhe sind daher eine gute Idee. Puerto Lajas ist der am einfachsten zu surfende Wave-Spot der Region und perfekt für den Einstieg ins „echte“ Abreiten an Riff- und Pointbreaks. Saubere, kleine Wellen laufen geordnet am oberen Riff entlang und lassen an guten Tagen bei Side- bis Sideoffshorewind auf einer langen, offenen Schulter mehrere Frontside-Turns zu. Wer doch mal gewaschen wird, landet nicht auf den Felsen, sondern in der Regel im tiefen Channel. Man kann sich in Ruhe nach Luv hocharbeiten – je weiter man ans Riff geht, desto steiler und definierter ist die Welle. Windtechnisch läuft es von Nord-Nordwest bis Nordost am besten.
Der Spot bietet je nach Bereich und Windrichtung unterschiedliche Spielwiesen: Kommt der Wind nämlich etwas auflandiger (Nordost), kann das Riff im Süden der Bucht auch feine Rampen zum Springen liefern. Abseits richtig großer Swell-Tage bleibt in der Mitte der Bucht reichlich Flachwasser zum Aufkreuzen oder Durchschnaufen. Im Sommer braucht der Spot meist einen Nordost-Windswell, im Winter erreichen bei entsprechender Vorhersage auch selten mal Groundswell-Sets die Ostküste. Die Hauptsaison zieht sich grob von Januar bis August – da gibt’s reichlich Tage, an denen Wave-Aufsteiger hier sicher und mit viel Spaß ihre ersten echten Riff-Erfahrungen sammeln können. Trotzdem bleibt es Fuerte: kurz beobachten, Respekt vor dem Riff und den Locals, und nur rausgehen, wenn ihr euch sicher seid – dann zahlt Puerto Lajas mit schönen Lines und schnellem Lernerfolg zurück. Für die Stärkung nach der Session ist die kleine Pizzeria am Strand des Ortes sehr empfehlenswert.
Kaum ein Spot weltweit bietet eine derart gute Windstatistik wie Jeri, im Nordosten Brasiliens gelegen. Vor allem von September bis hinein in den Dezember pustet es tagein, tagaus mit 20 bis über 35 Knoten. Auf Flautentage zur Erholung muss man hier nicht hoffen – hier kannst du surfen bis zum Umfallen. Was Jericoacoara so besonders macht, ist aber nicht nur die herausragende Windstatistik, sondern auch die besonderen Spotbedingungen: Der Windswell trifft hier nämlich nicht ungebremst auf die Küste, sondern wird an einer Landzunge sortiert und umgelenkt. Dadurch funktioniert Jeri wie ein kleiner Pointbreak, bei dem sortierte und saubere Lines mit meist einem bis zwei Metern Höhe in die Bucht laufen. Auf der Welle weht es dann perfekt sideshore bis leicht sideoffshore, was Wellenritte nach Lee besonders einfach macht.
In die Brandungszone kann man sich hier langsam vortasten: Der Einstieg ist flach und sandig, nach dem Start auf Halbwindkurs bekommt man es zuerst mit kleinen Schaumwalzen zu tun, weiter draußen laufen dann gutmütige Brandungswellen über die Sandbank, die sich zum Springen hervorragend nutzen lassen, an denen man aber auch an seinen Wellenritten feilen kann. Waschgänge sind in der Regel harmlos, man wird einfach im flachen Wasser und auf sandigem Untergrund wieder ausgespuckt – angesichts der tropischen Temperaturen kann man das komplett entspannt über sich ergehen lassen. Ohnehin kann man sich weiter in Lee auch abseits der Brandungswellen vergnügen und einfach nur in der Dünungswelle umhercruisen. So entspannt es auf dem Wasser zugeht, so relaxed ist auch die Stimmung an Land. Das Örtchen ist fest in der Hand der Wassersportler und bietet längst eine entsprechende Infrastruktur aus zahlreichen Unterkünften, Gastronomie und Surfschulen vor Ort.
Wer von Welle träumt, träumt auch irgendwann von Südafrika, schließlich gehört die Destination am Kap zwischen November und März zu den beliebtesten Winterspots überhaupt. Die klassischen Kapstadt-Spots wie Sunset Beach oder Big Bay können bei entsprechendem Swell aber sehr fordernd sein – böiger Wind und kraftvolle Wellen erfordern durchaus Erfahrung. Auch die Kap-Alternativen Platboom und Whitsands sind dann für Wave-Novizen keine Option. Deutlich entspannter und manchmal unterschätzt wird an Tagen mit Swell Langebaan, rund 1:20 Stunden nördlich von Kapstadt gelegen. Die große Lagune war lange Zeit die Destination für die surf-Tests – und das nicht ohne Grund! Durch die geschützte Lage surft man hier normalerweise im Flachwasser, bei Swell aus Südwest bis West drehen aber Lines in die Bucht und verwandeln Langebaan in einen moderaten Wavespot. Als Faustregel gilt: Ein typischer Südwestswell mit 2,8 Metern Höhe und 13 Sekunden Periode bedeutet in Kapstadt masthohe Wellensets, in Langebaan drehen dann Lines mit 1,0 bis 1,5 Metern rein.
Gesurft wird vor dem Cape Sports Center, wo man über einen flachen Sandstrand einsteigen kann. Bei normalem Wind, dem South-Easter, läuft die Welle von Lee heran, wodurch man in Luv des Surfcenters wunderbar Frontside-Wellenritte üben kann, ohne Höhe zu verlieren. Etwa 150 Meter weiter in Lee, unterhalb der kleinen Buhne, wird die Welle höher und bricht kraftvoller. Hier sind bei Sideoffshorewind Turns und sogar Aerials möglich. An beiden Breaks läuft die Welle auf flachem Sand aus, wodurch Fehler in der Regel keine Konsequenzen haben. Die Windquote ist in Langebaan eher besser als in Kapstadt, weil der normale South-Easter ebenso funktioniert wie Südwestwind – Letzterer sorgt in Kapstadt nur für ein laues Lüftchen. Auch abseits des Wassers hat Langebaan seine Qualitäten, es gibt Hostels, B&Bs und Apartments sowie einige Restaurants und Cafés. Damit eignet sich Langebaan entweder für einen Tagestrip oder auch als Dauerlösung für alle, die nicht auf krachende Brandung aus sind, sondern einen Multispot mit Flachwasser und moderater Brandung suchen.
Kaum eine Destination steht bei Wavesurfern derart hoch im Kurs wie Westaustralien. Spotnamen wie Margaret River, Lancelin oder Gnaraloo bereiten Waveridern mit Ambitionen feuchte Hände – und Wave-Einsteigern Angstschweiß. Denn so bekannt die Breaks an der Westküste sind, so heftig können die Bedingungen dort werden. Glücklicherweise hat die Region aber mit Coronation einen Spot in petto, der absolut massentauglich ist, und an dem sogar Wellen-Novizen komplett angstbefreit und sicher den Einstieg in die Brandung wagen können. Vorn bietet Coronation eine größtenteils stehtiefe Lagune mit perfektem Flachwasser, durch die vereinzelte hüfthohe, geordnete Wellen direkt von vorn durchlaufen – perfekt für erste Hüpfer oder das Lernen des Frontloops. Andererseits stören die kleinen Chops nicht mal beim Powerhalsen-Training. Draußen am vorgelagerten Riff gibt’s einen Wavespot, der abhängig von Wind und Swell mal einem mäßigen Heiligenhafen-Tag oder einem guten Teneriffa-Tag ähnelt. Der Wind aus Süd bis Südwest entsteht meist zur Mittagszeit, bedingt durch die Temperaturunterschiede zwischen Meer und heißem Hinterland. Am frühen Nachmittag weht es in „Coro“ meist sideshore von links. Wenn der Wind am Abend etwas mehr auf schräg ablandig dreht, werden die Wellen oft noch cleaner.
Weil der Spot neben der besten Windstatistik Westaustraliens so allroundtauglich ist und außerdem schöner Sandstrand, BBQ-Area, Parkplätze und Infrastruktur im Umkreis das Wohlfühlpaket komplettieren, ist man hier nie alleine auf dem Wasser. Auch einen Campingplatz gibt es hier in unmittelbarer Spot-Nähe, wo man sich mit Zelt oder dem Campervan einquartieren kann. Alternativ kann sich auch ein Ortswechsel ins rund 30 Kilometer südlich gelegene Geraldton lohnen. Am Sunset Beach kommt der Wind durch einen Knick im Küstenverlauf mehr von der Seite, bei Südost ebenfalls leicht ablandig. Im Vergleich zu Coros läuft die Welle lang und eher down-the-line-artig zum Abreiten mit Wind von links, weniger gut zum Springen. Allerdings macht die Welle hier erst ab mittlerem Swell wirklich Spaß.

Redakteur surf
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