Geriggt wird das GA Sails Pure in der Testgröße von 5,2 qm auf einem 400er Mast, das Profil wird von vier Latten stabilisiert. Auffällig lang fällt das Gabelbaummaß aus, 170 Zentimeter sind fünf bis zehn Zentimeter mehr als bei vergleichbar großen Konkurrenzprodukten. Geriggt wird das Pure, typisch für Freestylesegel, nahezu ohne sichtbares Loose Leech. Ausstattung und Features lassen keine Wünsche offen.
Das Pure liegt satt in der Hand, es stabilisiert sich beim Anfahren hervorragend und zieht einen satten Bauch ins gedämpfte Profil. Die längere Gabel hilft, Druck aufzubauen, sowohl das passive Angleiten als auch die Gleitleistung beim Anpumpen fallen überdurchschnittlich gut aus. Richtig angepowert lädt sich das Segel dann fühlbar auf, die Druckpunktstabilität ist auf einem guten Niveau. Für Duck-Manöver stellt sich das Profil auf Knopfdruck flach – so wie man es von einem Freestyletuch erwartet.
Drückt man in Konos oder Shakas den Powerknopf, lädt sich das Segel spürbar auf und bietet hervorragenden Lift, den man in entsprechende Höhe ummünzen kann. Einziges Manko: in schnell rotierten Powermoves fühlt sich das Segel etwas träger an, hier vermittelt es aufgrund seiner Geometrie nicht ganz die Leichtigkeit und Explosivität anderer Freestylesegel.
Das GA Sails Pure ist ein gleitstarkes Freestylesegel mit guter Windrange. Es lässt sich wunderbar einfach ducken und für Powermoves in die Luft katapultieren. Wer auf maximale Agilität aus ist, könnte das Pure fast etwas zu brav finden.
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