Behind the scenesTest Tobago 2026, Teil 1 - nur das Nötigste

Manuel Vogel

 · 05.02.2026

Einer geht noch...
Foto: surf-Magazin
Unsere Redakteure sind derzeit wieder für eine große Produktion auf Tobago für unterwegs. Aktuelle Einblicke gibt’s in unserem Testblog.

Das Timing hätte nicht besser sein können - Boardbags rein, Klappe dicht und haarscharf dem Schneechaos am Frankfurter Flughafen entkommen. Auf dem 10-stündigen Flug über den Atlantik gab es dann genug Zeit, erstmal durchzupusten, denn hinter der Tatsache, dass jetzt 17 prall gefüllte Boardbags im Bauch des Condor-Fliegers schlummerten, steckt eine Menge Arbeit: Von der Zusammenstellung der Testgruppen, über das Bestellen, Auspacken, Verpacken der Bags bis hin zum Einchecken am Flughafen fließt so manche Schweißperle über die Stirn von Redakteur Stephan, der in diesem Fall für die Organisation des Tests verantwortlich war.

Am Flughafen in Tobago warteten bereits Brett Kenny und seine Crew von Radical Sports Tobago, die ein wichtiger Grund sind, warum wir immer wieder hierher kommen. Eine gut ausgestattete Surfstation als Basis zu haben, ist für uns unerlässlich, zusätzlich sorgen hier der verlässliche Passatwind sowie eine tolle Fotokulisse am Spot Pigeon Point für ideale Rahmenbedingungen. Neben einigen Board- und Segelgruppen für die Tests der Materialneuheiten, stehen auch kleinere Tutorials und Webinar-Inhalte auf unserer prall gefüllten To-do-Liste. Bevor es aufs Wasser gehen konnte, hieß es aber erstmal: Auspacken und vorbereiten!

Nur das Nötigste! 17 Boardbags, prall gefüllt mit neuen Produkten haben wir nach Tobago mitgebrachtNur das Nötigste! 17 Boardbags, prall gefüllt mit neuen Produkten haben wir nach Tobago mitgebracht

Mit einigen Doubles im Magen, jenen landestypischen Teigtaschen mit scharfer Kichererbsen-Füllung, arbeitet es sich leichter. Aus unseren 17 Bags kamen so allerlei spannende Neuheiten ans Licht - etwa das neue Boardmodell von Duotone, genannt Blitz, das Freeraceboard White Tiger von Future Fly oder eine Neuheit von MS Fins, die während der Fahrt Luft durch kleine Kanäle ansaugt und an der Abrisskante ausströmen lässt - kein Scherz.

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Nach drei Stunden Segel-bestickern und Schlaufen-montieren machte sich aber dann am Beach doch langsam Unruhe breit, denn die Palmen wogen mit jeder Minute stärker im Wind - also raus aufs Wasser, um den Jetlag aus den Knochen zu surfen. Mit reichlich Sonnencreme bewaffnet, konnten wir bereits die ersten Runden mit den 7,0er Segeln und den großen Freeraceboards drehen. Der Kontrast zur kalten Heimat hätte dabei nicht größer sein können: 30 Grad Luft, 27 Grad Wasser, Palmenstrand - Surferherz was willst du mehr. Wenn wir das erste Mal mit einer Boardgruppe aufs Wasser gehen, beginnen wir oft mit einer sogenannten Manöverrunde, will heißen: Jeder Tester behält sein Segel und wir wechseln im Zyklus von etwa 20 bis 30 Minuten die Boards reihum durch. Auf diese Weise werden die Stärken und Schwächen der Boards beim Gleiten, bei der Kontrolle im Chop und natürlich in den Manövern besonders deutlich. Spätestens nach vier Boards sichert jeder Tester seine Eindrücke - am Abend werden wir dann zusammensitzen, um die Eindrücke zu besprechen.

Unsere 4-köpfige Testcrew bestehend aus Tobi, Stephan, Franky und Manuel wird in den kommenden Wochen sicher reichlich Seemeilen herunterrattern. Was wir hier so erleben, welche Neuheiten euch in den kommenden Ausgaben erwarten und was sonst noch so passiert, lest ihr regelmäßig im Test-Blog.

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