Citroën Windsurf World Cup Sylt 2026Iachino zieht an Fabian Wolf vorbei

SURF

 · 30.09.2026

Matteo Iachino hat im Foil-Slalom auf Sylt die Führung übernommen, der Italiener gewann die insgesamt fünfte Elimination
Foto: Tobi Frauen
Fabian Wolf bleibt im Foil-Slalom vorne mit dabei, muss die Führung aber an Matteo Iachino abgeben. Der Italiener und Amado Vrieswijk gewannen die Eliminations vier und fünf.

Nach dem ersten Akt des Tages beim Citroën Windsurf World Cup Sylt 2026, dem Freestyle-Finale, wurde die Bühne wie gestern den Foil-Racern übergeben. Die Bedingungen waren dabei exzellent: Konstante 20 Knoten und mehr, strahlender Sonnenschein und bei ablandigem Ostwind glattgebügeltes Wasser mit nur leichtem Swell. “In 16 Jahren auf Sylt habe ich es noch nie so gut erlebt”, schwärmte Matteo Iachino. “Guter Wind, warm und flaches Wasser!” Einziger Wermutstropfen: Der Kurs lag wieder weit draußen, dieses Mal südlich der Promenade, aber auf der großen Videowall wurden alle Rennen im Livestream übertragen.

Das Sylter Publikum war natürlich besonders an Fabian Wolf interessiert, der gestern mit zwei Siegen an die Spitze gefahren war. Auch heute ließ “The Wolf” zunächst nichts anbrennen. Ein zweiter Platz im Viertelfinale und ein dritter im Halbfinale brachten ihn in der ersten Elimination des Tages sicher unter die letzten Acht. Dort kam er dann in Platz vier ins Ziel, hinter Bruno Martini, dem Dauer-Zweiten Maeeto Iachino und Amado Vrieswijk. Der Mann von Bonaire hatte mit seinem kleinsten Segel einen Mega-Speed und schafft es im Finale nach einem schlechten Start, von der letzten Position bis ganz nach vorne zu fahren - begünstigt durch die Tatsache, dass das Italien-Duo Iachino und Martini nach der ersten Halse zunächst die falsche Tonne ansteuerte. Bei stärkerem Wind war Wolf nicht ganz so überlegen wie gestern.

Fabi Wolf bei Leichtwind wieder top

Ganz anders bei Pierre Mortefon, dem bislang dritten des Gesamtrankings: In einem hochspannenden Rennen schob sich Benoit Merceur im ersten Halbfinale auf der Zielgeraden noch hauchdünn an Mortefon vorbei. Das kleine Finale von Elimination vier gewann er dann zwar souverän, doch Platz drei war damit futsch, daran änderte auch Platz fünf in der zweiten Elimination des Tages nichts.

Dass nach dem vierten Durchgang der erste Streicher ins Spiel kam, änderte ansonsten kaum etwas an der Reihenfolge der Führenden, so konstant fuhren die Top-Leute. In Elimination fünf gab es bis zum Finale auch kaum Überraschungen, dann jedoch konnte Matteo Iachino nach einem Bilderbuch-Start seinen ersten Sieg holen und damit die Gesamt-Führung übernehmen. Fabi Wolfs dritter Rang sicherte ihm Platz zwei im Event-Ranking. Zwischen den beiden platzierte sich Hugo Sjöberg aus Schweden, der damit sein bislang bestes Ergebnis auf der PWA Tour holte.

Hatte der Wind schon im zweiten Durchgang nachgelassen, so war er in der dritten Elimination des Tages noch schwächer. Das war dann wieder “Fabi-Wolf-Wetter”: Er gewann sowohl sein Viertelfinale als auch das Halbfinale vor Amado Vrieswijk. Im zweiten Halbfinale schlief der Wind dann endgültig ein, und die Wettfahrtleitung verkündete das Ende für heute. Mit Blick auf die Vorhersage könnte es beim vorläufigen Zwischenstand bleiben, höchstens am Samstag besteht noch eine kleine Chance auf weitere Rennen.

Alle Heats und Ergebnisse unter pwaworldtour.com

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