Ist er es? Oder ist er es noch nicht? Weder die Kommentatoren im Livestream noch der PWA-Ticker war sich ganz sicher, was der Sieg für Lennart Neubauer bedeutet. Mit einer herausragenden Vorstellung hat Lennart im Finale gegen Dieter van der Eyken die Single Elimination gewonnen, ist er damit auch Freestyle-Weltmeister 2026? Die ganz große Party muss noch ein wenig warten, den die PWA hält sich die theoretische Möglichkeit einer Double Elimination noch offen. Doch die Chancen auf weitere Heats sind angesichts der Vorhersage verschwindend gering.
Lennart Neubauer war mit höchster Konzentration in den Tag gestartet und wieder einmal als erster draußen. Der Wind am Mittwoch morgen bot die bislang besten Bedingungen des Events, genug Wind fürs 5,2er und strahlenden Sonnenschein. Gleich zum Start traf Lennart im zweiten Halbfinale - das erste war bereits am Sonntag gefahren worden - auf Balz Müller. Der Schweizer lag zwar zum Anfang relativ deutlich gegen Lennart zurück, startete dann aber noch eine imposante Aufholjagd und machte es nochmal spannend. Am Ende lagen beide deutlich über 30 Punkten, mit gerade einmal knapp zwei Punkten Unterschied. “Ich wusste, welche Bedeutung der Heat hat und dass es eng war”, sagte Lennart anschließend. “Die Bedingungen waren schwierig, es war viel Strömung.”
Im Finale gegen Dieter van der Eyken fiel dann die Spannung von Lennart ab und er fuhr wie entfesselt. Sogar seine neue Combo Shaka into Shaka zeigte er wieder und lag am Ende bei über 38 Punkten - der beste Score des Events! Und wie Bernd Roediger in der Welle hatte Lennart während des Heats Musik auf den Ohren. “Das war der Sound eines Videos von Kiri Thode, hauptsächlich der Beat”, erzählte er hinterher.
Im kleinen Finale war es dann ebenfalls spannend, der junge Japaner Takumi Moriya schob sich in der letzten Minute noch an Balz Müller vorbei. Das erste PWA-Podium für den jungen Japaner, dem Ben Proffitt und George Grisley im Livestream eine große Zukunft prophezeihen - der zukünftige Haupt-Gegner von Lennart Neubauer. Und Dieter van der Eyken holt mit Platz zwei seinen erst zweiten Podium-Platz neben dem WM-Jahr 2015! “Es fühlt sich surreal an, hier mit Takumi auf dem Podium zu stehen”, sagte van der Eyken an schließend über seinen Schützling, mit dem er viel trainiert.
Alle Scores und Ergebnisse unter pwaworldtour.com
Nach den Freestyle-Finals sind für den Rest des Tages erstmal die Foil-Racer dran. Kann Fabi Wolf vorne bleiben?
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