Nach zwei Wartetagen brachte der dritte Tag in Podersdorf endlich die ersten Wettkampfentscheidungen. Das Skipper Meeting war bereits für 6:00 Uhr morgens angesetzt, der erste mögliche Start nur 30 Minuten später. Die Freestyler erwarteten leichte, aber ausreichende Bedingungen für den Start der Wettbewerbe. Erstmals kam dabei das neue Format der Freestyle Pro Tour zum Einsatz: die Open Fleet. Dieses Format gibt Fahrern aller Hintergründe und Könnensstufen die Möglichkeit, in einem professionellen Wettkampfumfeld Erfahrungen zu sammeln. Die Premiere erwies sich als Erfolg und bot den Teilnehmern eine Plattform, sich mit erfahrenen Profis zu messen.
Zu den herausragenden Teilnehmern der Open Fleet zählte Ben Behrendt, der in seinen Heats durchweg überzeugende Leistungen zeigte. Der Deutsche füllte seine Scoresheets konstant aus und demonstrierte trotz der anspruchsvollen Leichtwindbedingungen einen sauberen Fahrstil. Seine Leistung wurde in der ersten Runde mit einem Sieg über FPT-Rückkehrer Andreas Rossler belohnt. Behrendts Lauf endete jedoch eine Runde später, als er auf den lokalen Fahrer Max Brinnich traf. Der Österreicher, als einer der Favoriten in der Open Fleet gehandelt, zeigte eindrucksvoll, warum er zu den stärksten Teilnehmern des Feldes zählte. Auf der anderen Seite des Tableaus sorgte Max Matissek für Aufsehen. Der österreichische Routinier kehrte nach einer langen Wettkampfpause zurück und wirkte auf dem Wasser, als wäre er nie weg gewesen.
Matissek arbeitete sich stetig durch die Runden und stellte damit ein Finale gegen Brinnich sicher. Als der entscheidende Heat auf das Wasser ging, hatte der Wind seinen Peak des Tages erreicht und ermöglichte beiden Fahrern, ihr volles Können zu zeigen. In einem eng umkämpften Duell setzte sich Matissek schließlich mit knapp über einem Punkt Vorsprung durch und sicherte sich den Sieg. Die vier begehrten Qualifikationsplätze für die Pro Fleet gingen an Max Matissek, Max Brinnich, Michi Czech und Johannes Kratky. Damit schafften ausschließlich lokale Fahrer aus Podersdorf den Sprung in die höchste Wettkampfklasse. Johannes Kratky gewann seinen ersten Heat, bevor er gegen seinen Landsmann Michi Czech unterlag, sich aber dennoch den letzten verfügbaren Startplatz in der Pro Fleet sicherte.
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Die Frauen-Flotte absolvierte eine komplette Single Elimination. Die Deutsche Lisa Kloster zeigte sich dabei in überragender Form und ließ ihrer Konkurrenz keine Chance. Sie gewann jeden ihrer Heats mit mehr als sieben Punkten Vorsprung und demonstrierte vom Start bis zum Finale beeindruckende Konstanz. Auf der anderen Seite der Elimination musste sich Ziva Batis einer Herausforderung von Melina Schutt stellen. Schutt war erst wenige Tage zuvor aus Dänemark angereist, wo sie bei den Danish Open in der Mixed Fleet den dritten Platz belegt hatte. Die beiden lieferten einen der knappsten Heats in der Frauen-Flotte, wobei sich Batis mit einem hauchdünnen Vorsprung für das Finale qualifizierte. Im entscheidenden Heat gegen Kloster demonstrierte die Deutsche erneut ihre Erfahrung und füllte ihr Scoresheet komplett aus.
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Batis hatte mit den Bedingungen zu kämpfen, als der Wind nachließ, während sie mit ihrem 4,4 Quadratmeter Segel auf dem Wasser war. Dies ermöglichte Kloster, sich deutlich abzusetzen und den Sieg nach Hause zu fahren. Auch die Männer-Pro Fleet nahm ihre Arbeit auf, wobei vier Heats abgeschlossen werden konnten, bevor sich die Bedingungen verschlechterten. Das herausragende Duell des Tages lieferten sich Adam Sims und Nachwuchstalent Pier Bongianni. In einem der knappsten und unterhaltsamsten Heats des bisherigen Events setzte sich die Erfahrung knapp gegen die Jugend durch. Sims qualifizierte sich mit ungefähr einem Punkt Vorsprung für die nächste Runde. Jacopo Testa, Bodhi Kempen und Yentel Caers sicherten sich ebenfalls Siege und zogen in die nächste Runde ein.
Die anspruchsvollen Bedingungen zeigten, dass Wettkampferfahrung einen entscheidenden Vorteil darstellt. Unglücklicherweise fiel der Wind genau dann deutlich ab, als Heat 5 zwischen Arne Jörn und Manolis Chrysopoulos starten sollte. Trotz drei separater Versuche, das Heat zu absolvieren, erholten sich die Bedingungen nicht mehr. Die Judges sahen sich gezwungen, den Wettkampftag vorzeitig zu beenden. Damit ging der dritte Tag zu Ende und markierte den ersten Tag des Events mit tatsächlichem Freestyle-Wettkampf auf dem Wasser. Die Vorhersage für den folgenden Tag deutet darauf hin, dass kein Wettkampf stattfinden wird. Stattdessen werden die Fahrer erneut für Tow-in Runs aufs Wasser gehen.
Infos unter www.freestyleprotour.com