IFCA-WM Hvide SandeShowdown im Sonnenuntergang - Martini und Gibson werden Finnen-Weltmeister

SURF

 · 16.09.2024

Spektakuläre Bilder vom Freitagabend, als in Hvide Sande die WM-Entscheidungen fielen
Foto: IFCA/Waterz/Carter/ilostawavein79
Auf und Ab bei der IFCA Finnen-WM in Hvide Sande: Nach dem Sturm am Dienstag gab es noch ein paar Leichtwind-Rennen, aber auch viel Wartezeit. Insgesamt konnten sechs Eliminations bei sehr unterschiedlichen Bedingungen gefahren werden.

Besonders spannend waren die Rennen auf dem Ringkøbing Fjord bei den Damen: Dort lieferten sich Jenna Gibson und Justine Lemeteyer ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass die Britin hauchdünn für sich entscheiden konnte. Beide lagen am Ende punktgleich vorne mit identischen Ergebnissen. Weil Gibson aber die letzte Elimination gewann, konnte sie sich über ihren vierten IFCA-Weltmeistertitel freuen. “Ich habe gehoffte, dass der Wind und das Tageslicht für eine letzte Runde ausreichen würden”, schrieb sie am Freitag nach den letzten Rennen. “Ich habe alles gegeben, um die letzte Wettfahrt zu gewinnen, indem ich den gesamten ersten Reach heruntergepumpt habe. Mit diesem Sieg waren wir wieder punktgleich (beide mit 3x Platz 1 und 3x Platz 2). Ich lag die ganze Woche hinter ihr, und das war wirklich ätzend, aber das Blatt wendete sich schließlich zu meinen Gunsten, als ich das letzte Rennen gewann!”

Umso größer war die Enttäuschung bei Justine Lemeteyer: “Ich wollte den Weltmeistertitel und bin enttäuscht über dieses Ergebnis, aber nach einem engen Kampf mit Jenna und Punktgleichheit am Ende ist sie diejenige, die den Sieg holt”, schrieb sie bei Instagram “Es ist mehr als verdient!” Mit sich selber und ihrer Vorbereitung geht Lemeteyer hart ins Gericht: “Ich habe den Preis dafür bezahlt, dass ich diesen Event nicht in meine Prioritäten des Jahres aufgenommen habe. Ich habe die perfekte Ausrüstung für AFF (französische Slalom-Serie, Anm. d. Red.) und PWA, aber hier hätte ich ein 8,2er gebraucht.”

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Bruno Martini wird ungefährdet Weltmeister auf der Finne

Weniger spannend, aber nicht weniger unterhaltsam liefen die Rennen bei den Herren. Bruno Martini fuhr ungefährdet vorneweg, er gewann alle Eliminations. “Es war keine einfache Woche”, resümmierte er, “der Wind schwankte zwischen 10 und 45 Knoten. Ich habe jedes einzelne Segel eingesetzt.” Auf Platz zwei landete am Ende Lokalheld Johan Søe: “Es hat Spaß gemacht, nach all dem Foilen in den letzten zwei Jahren mal wieder auf der Finne zu fahren. Man hat gesehen, dass ich immer noch ein bisschen weiß, wie man es macht (wahrscheinlich auch dank der Ausrüstung)!” Hinter Vizeweltmeister Søe holte Jordy Vonk Bronze. “Ich bin froh, wieder auf dem Podium zu stehen,” so Vonk. “Die schwierigen Bedingungen während des gesamten Events machten es mir schwer, konstant zu sein, aber ich denke, es ist trotzdem ein solides Ergebnis.”

Vierter und Sieger der Master-Wertung wurde Gunnar Asmussen. “Vor dem Finale der vierten Elimination sind Mast und Segel kaputt gegangen. Ich brauchte etwas Zeit, um das neue 8.6er abzustimmen, aber ich konnte in der Elimination 5 den zweiten Platz holen”, schreibt Gunnar bei Instagram. “In der Elimination 6 hatte ich einen Lauf - ich gewann die erste und zweite Runde und lag im Finale bereits mit einem guten Vorsprung in Führung, aber leider wurde das Rennen abgebrochen. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, ich brauchte nur etwas Rennpraxis.”

Bei den Jugendlichen holte Anton Richter Bronze, bester deutscher Junior war Mika Henning auf Rang acht. “Mit der All-in-Weltmeisterschaft, die zum ersten Mal alle Wertungen an einem Ort zusammenführte, haben wir einen neuen Trend gesetzt. Dieses bahnbrechende Konzept wird für immer in Erinnerung bleiben”, äußerte ich die IFCA begeistert. Sie dankte vor allem den Organisatoren des Waterz-Festivals in Hvide Sande.

Ergebnisse IFCA Finnen Weltmeisterschaft 2024

Herren

  • 1. Bruno Martini
  • 2. Johan Søe
  • 3. Jordy Vonk
  • 4. Gunnar Asmussen
  • 5. Benoit Merceur
  • 14. Tim Wunderlich
  • 15. Helge Wilkens
  • 16. Oliver Schott
  • 21. Nils Bach
  • 24. Christoph Deus
  • 29. Marcus Becker
  • 30. Frank Gutewort
  • 32. Bjerke Studt
  • 36. Bernd Langbehn
  • 37. Robert Ahlborn
  • 39. Andreas Kurzawski
  • 39. Torsten Heins

Damen

  • 1. Jenna Gibson
  • 2. Justine Lemeteyer
  • 3. Femke van der Veen
  • 4. Mae Davico
  • 5. Tess Sermet

Jugendliche

  • 1. Sacha Fortune
  • 2. Eliot Joly
  • 3. Anton Richter
  • 4. Noah Vinther
  • 5. Brendan Lorho
  • 7. Leo Richter
  • 17. Tjorve Studt
  • 25. Jesse Richter
  • 28. Thies Johnsen
  • 29. Maximilian Niclaas Damm

Junioren

  • 1. Pires Luca
  • 2. Cinar Tuncar
  • 3. Sarp Paksoyku
  • 4. Can Eskinazi
  • 5. Jean-Loup Francis
  • 8. Mika Henning
  • 10. Paul Regber
  • 13. Felix Rohde
  • 15. Jesper-Mo Thomsen

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