In Summe war ich sicher 40 Mal auf Maui.
Bis Corona war Maui magic, doch Maui hat sich verändert. Das Lockere, der Aloha-Style – das gibt es nicht mehr. Maui ist sehr amerikanisch geworden. Neil Pryde Maui ist jetzt eine leere Lagerhalle. Naish Hawaii hat zugemacht. Maui Windsurf Company ist weg. Es gibt keine Surf-Shops mehr. Das alte Maui ist passé.
Selbst das ist anders. Der Top-Spot für alle Hobby-Windsurfer Sprecks ist vor einigen Jahren abgebrannt. Jetzt ist es ein verrotteter Strandabschnitt, wo niemand mehr surft. Die Kiawe-Bäume hatten bisher verhindert, dass dort gebaut wird, doch dann ist der Wald zufällig abgebrannt. Der magische Spot von einst ist tot.
Früher gerne auch in Sprecks. Heute Hookipa oder Kanaha. Wenn der Wind sehr nördlich kommt: S-Turns auf der Südseite. Mein Lieblingsspot, wenn er funktioniert: Kuau.
Nein. Es gibt kaum Parkplätze – das ist nervig. Ein- und Ausstieg sind kniffelig. Wenn du da nicht sicher bist, liegst du schnell auf einem seichten Riff mit Seeigeln.
Wellenreiten oder SUP, wenn es Wellen gibt. Oder wandern.
Da kannst du nix machen. Es gibt nichts mehr. Alle coole Bars wurden zugesperrt. Der Hippie-Flair von früher ist weg; die Reichen haben übernommen. Die Windsurf-Kultur gibt es nicht mehr. Aus Windsurfer-Sicht muss man fast sagen: Don’t go to Maui.
Der Kapitalismus. Früher fuhren alte Karren rum mit Boards auf dem Dach. Jetzt siehst du 7er BMWs. Paia war einst ein chilliges Windsurfer-Village. Heute stöckeln die Damen in Stilettos rum und Louis Vuitton-Taschen.
Der geniale Mix: Natur, Sport, Lifestyle. Dieser Mix hat für mich Maui ausgemacht. Lifestyle ist weg, auch der Sport wird immer weniger. Bleibt die Natur. Aber die Windsurf-Insel Maui gibt es nicht mehr.
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