Nationalpark OstseeHeute Strategietreffen der Wassersportler - auch im Livestream

Tobias Frauen

 · 28.04.2023

Nationalpark Ostsee: Heute Strategietreffen der Wassersportler - auch im LivestreamFoto: Manuel Vogel
Zahlreiche Spots an der Ostsee könnten durch den Nationalpark gefährdet sein
Windsurfer, Winger, Wellenreiter und Kiter treffen sich heute in Kiel, um ihre Standpunkte zu den Nationalpark-Plänen an der Ostsee abzustimmen. Das Meeting wird im Livestream übertragen.

Björn Brüggemann, der Initiator der Petition gegen Spot-Sperrungen an der Ostsee, hat eine Infoveranstaltung in Kiel organisiert:

  • 28. April 2023, 19 Uhr
  • W8, Werftbahnstraße 8 in Kiel

Das Treffen wird auch im Livestream auf Björns Youtube-Kanal übertragen (Start um 19:10 Uhr):

Dort soll zum aktuellen Stand im Konsultationsprozess Nationalpark Ostsee informiert werden und die Strategie ausgerichtet werden. “Unsere Surf- und Paddelspots können nur erhalten bleiben, wenn wir Ihnen eine Stimme geben. Kommt am 28.4. nach Kiel und erfahrt mehr!”, so Brüggemann. Seine Petition gegen Spot-Schließungen hatte innerhalb weniger Tage mehr als 17.000 Unterschriften erhalten, inzwischen sind es über 22.000.

Auch surf wird an dem Treffen teilnehmen, alle Infos dazu gibt es dann in den nächsten Tagen hier auf surf-magazin.de!

Die wichtigsten Punkte zum Stand des Nationalparks Ostsee im Überblick:

  • noch gibt es keinen Beschluss zur Einrichtung, aber ein Vorschlag mit den betroffenen Gebiete liegt vor
  • Interessenvertreter aus Tourismus, Sport, Fischerei und anderen Bereichen stellen bald ihre Standpunkte in sechs Workshops mit je 50 Teilnehmern vor
  • darauf folgt ein Verzahnungs-Workshop mit je fünf Teilnehmern aus den sechs Workshops, dort wird ein Gesamtbild erarbeitet und der Politik präsentiert
  • viele verschiedene Interessen treffen aufeinander, keine Garantie dass nur durch Petition die Interessen der Wassersportler berücksichtigt werden
  • in der nun geplanten Info-Veranstaltung für Surfer, Winger und Kiter soll gemeinsam mit Björn und den Initiatoren der Petition eine Strategie entwickelt werden

Das sind die Pläne für einen Nationalpark Ostsee

surf/image_0b53df8267d1d4a2f927241b15721ca3Foto: Umweltministerium Schleswig-Holstein

Nationalpark Ostsee: Das steckt dahinter

Tobias Goldschmidt hat bereits 2022 erste Pläne für einen „Nationalpark Ostsee“ vorgestellt. Er soll die verschiedenen Natur- oder Vogelschutzgebiete an der Ostsee verbinden und zugleich „ihren Schutz vertiefen“, wie der Grünen-Politiker sagt – damit es der Ostsee „zukünftig wieder besser geht“. Für den Wassersport könnte das massive Einschränkungen mit sich bringen, denn Teil eines Nationalparks sind sogenannte Nullnutzungszonen, in denen Wassersport, Schifffahrt und Fischerei tabu wären.

In einem Nationalpark müssten mindestens 50 Prozent der Fläche der Natur überlassen werden – ähnlich wie es beim Nationalpark Wattenmeer der Fall ist, der rund 300.000 Hektar größer ist als das Potenzial an der Ostsee. Das Ministerium erhofft sich von dem neuen Nationalpark „einen echten Attraktivitätsschub“ für die Ostseeküste und „enorme Chancen für den Tourismus und die Wirtschaft“, wie Goldschmidt dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag sagte.


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Tobias Frauen

Redakteur

Tobi verantwortet alles Digitale – von der surf-Webseite bis zu den Social-Media-Kanälen – und sorgt täglich für frischen Bild- und Videocontent. Seine Surf-Wurzeln reichen vom Münsterland über Ijsselmeer, Brouwersdam und Sylt bis nach Kiel und Heidkate. Heute lebt er seit über zehn Jahren in Hamburg als „Weekend Warrior“ und ist so oft wie möglich mit Campingbus und Familie unterwegs – bevorzugt an Ostsee, SPO, Dänemark sowie in Finnland, Schweden oder Sardinien.

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