“Ich werde fürs Surfen bezahlt und nicht fürs Laufen”, hatte Philip Köster noch scherzhaft bei seinem Heim-World-Cup in Pozo gesagt, als er humpelnd übers das Areal lief. Schon zu diesem Zeitpunkt plagten ihn starke Schmerzen, aber er wollte unter allen Umständen am World Cup teilnehmen. Im Anbetracht der neuen Diagnose, ist sein fünfter Platz in Pozo kaum zu glauben.
Am 11. Mai verletzte sich Köster bei einem Trainingssprung auf Gran Canaria den linken Fuß. Laut der ersten Diagnose handelte es sich um einen abgesplitterten Metatarsal-Knochen (Mittelfußknochen) und musste nicht operativ behandelt werden. Doch trotz intensiver Reha-Maßnahmen und einer längeren Pause plagten Köster beim Comeback und in den darauffolgenden Wettkämpfen starke Schmerzen. Zum IWT/PWA World Cup nach Fidschi war Köster zwar angereist, konnte aber wegen der Verletzung nicht starten. Anfang Juli in Pozo biss der 29-Jährige auf die Zähne und kämpfte sich nach frühem Aus in der Hinrunde noch auf den fünften Platz zurück. Doch die Schmerzen wurden nicht besser. „Deshalb suchte ich mit Herrn Professor Doktor Markus Walther in München einen absoluten Experten auf”, berichtet Köster. “Er erkannte schnell den Grund meiner Beschwerden, denn neben der Knochenabsplitterung waren zudem mehrere Bänder gerissen. Die Operation lief top, die Bänder wurden genäht und zusätzlich sorgen einige Schrauben für mehr Stabilität. Ich bin sehr guter Dinge, was den Heilungsprozess angeht.”
Bereits 2016 hatte sich Köster beim Training in Australien eine Horror Verletzung im Knie zugezogen. “Nach meiner schlimmen Knieverletzung 2016 kam ich stärker als zuvor zurück und wurde direkt im darauffolgenden Jahr wieder Weltmeister. Wenn mir dieses Kunststück nochmal gelingen würde, wäre das großartig,“ gibt sich Köster zuversichtlich. Die World Cups auf Sylt und zum Saisonabschluss auf Maui verpasst Köster aber auf alle Fälle. Derzeit ist er im APC (Athletes Perfomance Center) von Red Bull in Salzburg. Dort macht er eine intensive Reha. Auch Freestyle Nachwuchsstar Lennart Neubauer wurde von dem Team in Salzburg nach seiner Verletzung wieder topfit gemacht, was sein sechster Platz beim PWA Freestyle World Cup auf Fuerteventura gezeigt hat. Insofern kann man hoffen, dass Köster 2024 wieder um den Weltmeistertitel kämpfen kann.
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Redakteur surf
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