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“Weg wie braune Bohnen” gehen die geschätzten drei- bis viertausend (!) Boards, die her heute vergessene Hersteller Sana über den Kaffeeröster Tchibo anbietet. Dort gab es schon damals viel mehr als nur Kaffee (”ganz oder gemahlen?”), allerdings nur in der Filiale oder per Postkarte. Das sperrige Brett war aus Platzgründen nur ein ausgewählten Geschäften vorrätig, der surf-Käufer hatte Glück und ergatterte das letzte Exemplar. Freilich ohne Zubehör wie Schlaufen, die Nachfrage hinterließ auch die Kaffee-Verkäuferin nahezu ratlos. Im Surfshop werden die Tchibo-Kunden hingegen gar nicht gern gesehen, die Branche tobt: “Kein Service für Tchibo Boards, den Kunden in den Bäcker-Laden zurückschicken! Da muss der Fachhandel konsequent werden!”, poltert ein Shop-Besitzer. Andere fürchten gar ein negatives Image für den ganzen Sport. Eingefädelt haben soll das Ganze Michael Kölln, der an der extra für die Aktion gegründeten Hersteller-Firma beteiligt ist und Kontakte in den Kaffee-Markt haben soll. “Die Tchibo-Belieferung wurde als Affront gegenüber den mittelständischen Fachhandelskollegen [...] bewertet”, mit dieser Begründung wird Kölln dann auch gleich aus dem “Fachverband Surf-Handel”, den er nur wenige Monate zuvor mit gegründet hatte, rausgeworfen. Gleichzeitig versucht der Verband, den Spieß umzudrehen und will nun in den Surfshops Kaffee verkaufen. Das “Bohnen-Board” selber bekommt im surf-Kurztest übrigens eine mittelmäßige Beurteilung: Kippstabil, gut bei Leichtwind, aufgrund des “negativen Rockers” aber wenig wenig und bei mehr Wind mit eingebauter Bremse.
Heute ein wenig in Vergessenheit geraten, lange Zeit einer der Top-Spots in Europa: Scheveningen, der Stadt-Strand von Den Haag, war lange Zeit ein etablierter Worldcup-Spot, allerdings auch ein etwas zwiespältiger Spot: “Die Strände sind voll und laut, die Wasserqualität ist bescheiden bis schlecht.” Das imposante Kurhaus ist der einzige Lichtblick zwischen unzähligen Hochhäusern, der Pier ein in die Jahre gekommener Rummelplatz. Dafür gibt es am Boulevard Parkplätze ohne Ende (auf denen man sogar übernachten darf), reichlich Gastronomie und eine extra markierte Einstiegsstelle für Windsurfer. Wer aufs Wasser will, muss allerdings nicht nur eine Schwimmweste tragen, sondern sich auch noch bei der “Strandpolizei” eine schriftliche Genehmigung zum Windsurfen abholen. Der ganze Aufwand kann sich lohnen, wenn der Südwestwind genau parallel zum Ufer weht und dann imposante Sprünge ermöglicht. Nicht umsonst heißt der lokale Surfclub “Jump Team”...
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