Ergänzend zu den bekannten Modellen Free, HP und MP hat Hersteller GA das Modell Move auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein Vollkarbon-Foil mit einer höheren Aspect Ratio von 9,2, welches einen breiten Anwendungsbereich bieten soll.
Das Modell Move ist in Größen mit 600/700/800/900/1000/1150 und 1300 cm2 verfügbar. Wir konnten die Größen 800, 1000 und 1300 ausgiebig testen. Ergänzend dazu werden drei verschiedene Stabilizer (160/180/210 cm2) und drei Fuselage-Längen (60/66/72 cm) angeboten. Die wichtigste Neuerung ist, dass der Frontwing und der vordere Teil der Fuselage aus einem Teil bestehen. Dies sorgt für eine feste Verbindung des Frontflügels zur Fuselage und verhindert, dass Schrauben festkorrodieren können. Für den täglichen Gebrauch können der vordere und der hintere Teil der Fuselage mit zwei Schrauben dauerhaft verbunden werden. Die Stabilizer werden mit unterschiedlichen Shims ausgeliefert, mit denen sich der Winkel auf Wunsch anpassen lässt, um wahlweise mehr Lift oder mehr Topspeed zu erreichen. Insgesamt bietet das Move Foil eine mittlere Profildicke. Die Flügelspitzen sind sanft nach oben gezogen. Bei allen Bauteilen punktet das Foil mit einer hohen Passgenauigkeit.
Zum GA Move Foil wird der UHM Vollcarbon-Mast empfohlen, der schlank, steif und eine sehr direkte Verbindung zur Fuselage bietet. Die Platte für die Montage auf dem Brett ist recht kurz, wodurch man die volle Länge der Box nutzen kann. Zudem sind die Schraubenlöcher geschlitzt, was die Foil-Montage erleichtert. Mit einem Preis zwischen 1800 und 1900 Euro ist das Vollkarbon-Set durchaus preislich attraktiv. Wer bereits ein GA Aluminium Foil besitzt, kann mit einem Adapter auch den Aluminiummast benutzen. Der passende Adapter soll etwa 100 Euro kosten und im Laufe des Sommers 2026 verfügbar sein.
Das GA Move Foil überzeugt beim Anfahren mit einem sehr verlässlichen Lift, der sich schon bei vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten aufbaut. Beim Anpumpen liegt die Strömung schnell stabil an, wodurch der Flügel nicht unbeabsichtigt wieder absackt. Einmal in der Luft bietet das Foil eine gute Mischung aus Agilität um alle Achsen und einer guten Kontrolle. Selbst in starken Böen neigt das Foil nicht dazu, an die Oberfläche zu drängen, wobei das Speedniveau gut, aber nicht außergewöhnlich ausfällt. Besondere Stärken zeigt das Move Foil in Manövern: Hier lassen sich geschmeidige Radien aneinanderreihen, ideal, um Standardmanöver wie Wenden und Halsen, aber auch enge Foil-360s flüssig zu kombinieren.
Die gute Drehfreudigkeit macht das Foil auch für den Einsatz in Dünungswellen geeignet, hier lassen sich smoothe Linien ziehen. Passend dazu, bietet das Foilmodell auch reichlich Glide. Bereits aus kleinen, drucklosen Wellen zieht das Foil genügend Energie für entspannte und lange Ritte. In der Größe 800 ist das Gleitverhalten natürlich spürbar limitiert, hier liegt der Fokus stärker auf variablen Radien. Die Größen 1000 und 1300 sind aber auch für schwere Fahrerinnen und Fahrer bereits in kleinen Dünungswellen wunderbar einsetzbar. Da das Foil, im Vergleich zu gleich großen Modellen anderer Marken, ein gutes Speed Niveau erreicht, sind auch Jumps und erste Freestyle-Tricks problemlos möglich. Einzig nach Landungen benötigt das Foil einen kurzen Moment, um wieder stabil angeströmt zu werden.
Für blutige Wingfoil-Anfängerinnen und -Anfänger hat GA andere Modelle im Angebot, die noch etwas einfacher zu fahren sind. Wer aber bereits sicher ist und Basismanöver wie Wenden und Halsen weitgehend problemlos beherrscht, kann direkt auf das sportliche Move Foil umsteigen. Dieses punktet vor allem mit seiner Vielfalt und seinem breiten Einsatzbereich. Egal ob als Freeride-Foil zum entspannten Cruisen, für flüssige Manöver, erste Sprünge oder lange Ritte in Dünungswellen, das Move Foil deckt sämtliche Einsatzbereiche ab und wird sich folglich an einer großen Zielgruppe erfreuen.
Einsatzbereich; Manöver
Anströmung nach Landungen
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Redakteur surf
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