Wingfoil World CupMathis Ghio geht in Führung - Team America One als Talent-Schmiede

SURF

 · 12.06.2025

Die besten Bilder vom Wingfoil World Cup in Silvaplana
Foto: IWSA media/Robert Hajduk
Der zweite Tag des Wingfoil Racing World Cup in Silvaplana bot trotz anfänglicher Windverzögerung spektakuläre Wettkämpfe. Newcomer aus dem America One Talentprogramm sorgten für Aufsehen, während sich an der Spitze ein enges Rennen um die Führung entwickelte.

Der zweite Wettkampftag des Wingfoil Racing World Cup auf dem Silvaplanasee in der Schweiz brachte trotz einer kurzen Startverzögerung aufgrund von Windmangel spannende Rennen und überraschende Entwicklungen. Besonders im Fokus standen dabei die Newcomer des America One Talentprogramms, die ihr Debüt auf der World Cup-Bühne gaben. Das Programm, das zukünftige Champions in Foiling-Sportarten entwickeln soll, zeigte bereits erste Früchte.

Die Gruppe der America One-Teilnehmer in Silvaplana umfasst eine breite Altersspanne von 18 bis 26 Jahren. Zu ihnen gehören der 18-jährige Callum McDonald aus Hawaii und der 26-jährige Maximo Nores mit langjähriger Windsurferfahrung. Auch der 20-jährige Kai Mirel aus San Francisco ist Teil des Teams. Besonders hervorgetan hat sich JP Lattanzi, ebenfalls aus Hawaii, der mit konstanten Leistungen einen Platz in den Top Ten behaupten konnte.

Sean Herbert schlägt als Top-Talent voll ein

Die größte Überraschung lieferte jedoch der Neuseeländer Sean Herbert. Als einziger Nicht-Amerikaner in der America One Gruppe gewann der 23-Jährige die ersten beiden Rennen am ersten Tag und sicherte sich damit die Führung über Nacht. Herbert erklärte, er sei nach einer guten Leistung bei den neuseeländischen Meisterschaften von America One angesprochen worden. „Ich war bei den letzten beiden Camps mit den Jungs dabei, und es war für alle Beteiligten sehr nützlich. Die Gruppe hat sich stark weiterentwickelt, und wir wollen darauf weiter aufbauen”, sagte Herbert.

Foiling ist nicht mehr die Zukunft, Foiling ist jetzt da.”

Leandro Spina, der Leiter des America One Talentprogramms, erläuterte die Ziele hinter der Einbindung internationaler Talente. Der gebürtige Argentinier, der langjährige Erfahrung in der Talententwicklung auf höchstem Niveau hat, erklärte: „Es gibt zwei Programme. Eines konzentriert sich auf die olympischen Klassen. Das andere fokussiert sich auf die langfristige Talententwicklung, und hier kommt Wingfoiling ins Spiel, denn Foiling ist nicht mehr die Zukunft, Foiling ist jetzt da."

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Mathis Ghio und Maddalena Spanu an der Spitze

Der zweite Wettkampftag brachte einige Veränderungen an der Spitze des Leaderboards. Das 44 Teilnehmer starke Männerfeld wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils zwei Rennen absolvierten. Der Franzose Mathis Ghio gewann beide Rennen seiner Gruppe und übernahm damit die Gesamtführung. Sean Herbert zeigte weiterhin solide Leistungen mit einem dritten und vierten Platz, rutschte aber auf den dritten Gesamtrang ab. Zwischen ihn und Ghio schob sich der Franzose Bastien Escofet. Escofets strategische Entscheidung, sein größtes Foil einzusetzen, zahlte sich aus und brachte ihm einen Sieg sowie einen zweiten Platz ein. Bei den Frauen dominierte weiterhin die Italienerin Maddalena Spanu. Sie gewann drei der vier Rennen des Tages und baute ihre Führung in der Gesamtwertung aus. Mit dieser überzeugenden Leistung geht sie als klare Favoritin in den dritten Wettkampftag.


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