Duotone bringt eine neue Version des Freeride-Modells Sky Free auf den Markt. Das Board ist in zwei Größen erhältlich: mit 105 sowie 120 Litern Volumen.
Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde das Sky Free komplett überarbeitet. Die von uns getestete Größe mit 105 Litern Volumen ist nun deutlich länger (5’8’’ statt 5’5’’), jedoch etwas schmaler (26’’ statt 27’’) als im Vorjahr. Die schmalere Outline soll insbesondere das Angleiten unterstützen und ist von Midlength-Boards wie dem Skybrid inspiriert. Nähern sich die Modelle also stark an? Keinesfalls, denn auch wenn das neue Sky Free schlanker geworden ist, so ist das Skybrid 100 bei ähnlichem Volumen immer noch knapp zehn Zentimeter schmaler und deutlich länger als das Modell Sky Free.
Das Sky Free 5’8’’ bietet ein breites, flaches Deck, auf dem Fußschlaufen in verschiedenen Positionen montiert werden können. Die hintere Schlaufe ist doppelt verschraubt, um ein Verdrehen zu vermeiden. Das großflächige Pad ist gut strukturiert, griffig und flach gestaltet. Das Unterwasserschiff wurde speziell für einfaches Angleiten optimiert - mit flacher Kurve. Auch die markanten Cut-Outs im Heckbereich und die scharfe Abrisskante sollen verhindern, dass sich das Board während der Beschleunigungsphase festsaugt. Ausgestattet mit einer recht langen Foilbox ermöglicht das Sky Free die Montage unterschiedlicher Foils in passender Position. Auch der große Tragegriff lässt keine Wünsche offen.
Im Vergleich zum Modell Skybrid, das wir ebenfalls getestet haben, liegt das Sky Free deutlich kippstabiler um die Längsachse im Wasser. Dadurch verzeiht es auch Fehltritte auf dem Deck und ist für Einsteiger ins Wingfoilen, die die ersten Schritte bereits hinter sich haben, sehr einfach zu beherrschen. Das Angleiten erfolgt mühelos, der gefühlte Fahrwiderstand des Boards ist äußerst gering und Pumpbewegungen werden gut angenommen. Einmal in der Luft, bietet das Sky Free Board eine tolle Mischung aus kompaktem Fluggefühl und trotzdem noch ausreichender Länge, um nach ungewollten Touchdowns schnell wieder in Fahrt und in die Luft zu kommen. Setzt man bei Manövern oder beim Höhelaufen versehentlich auf, verzeiht der Railshape dies großzügig und das Board hebt sofort wieder ab. Bei Manövern bietet das breite Deck genug Platz zum Umstellen der Füße, und dank des breiten Hecks hat man eine sehr gute Kontrolle über das Foil, selbst bei Flügeln mit großer Spannweite. Auch erste Sprünge bis hin zu 360s sind mit dem Board möglich. Wer noch ambitionierter freestylen möchte, könnte das Board jedoch als etwas zu gestreckt und groß empfinden.
Die neuen Sky Free Modelle lassen sich sehr leicht in die Luft bringen und bieten eine ideale Mischung aus frühem Abheben und guter Kontrolle über das Foil. Sie eignen sich deshalb für all jene, denen ein Midlength-Board etwas zu schmal und kipplig erscheint und die ein einfach zu fahrendes Wingboard für entspanntes Starten, zum Freeriden und für Manöver bis hin zu ersten Sprüngen suchen. Wer auf maximale Leichtwind-Performance aus ist oder auch über Parawingen nachdenkt, sollte weiterhin den Skybrid in Betracht ziehen - dieser kommt sogar noch etwas besser in Fahrt, ist jedoch auch spürbar kippliger. Ambitionierte Freestyler ziehen automatisch das Sky Style vor, das bis zu einer Größe von 95 Litern (5'4'') erhältlich ist.
Kippstabilität, Angleiten, Kontrolle
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Redakteur surf