Wingboards 2026Easy Freerider - das KT Drifter 5 Carbon im Test

Manuel Vogel

 · 18.09.2026

Das Drifter Carbon ist in acht Größen verfügbar.
Foto: Marius Gugg
Das Modell Drifter 5 von Hersteller KT zeigt sich als besonders gutmütiges Board. Ob es auch geübte Wingfoiler glücklich macht, verrät dir der Test.

Themen in diesem Artikel

In der Range von KT Foiling ist das Modell Drifter in seiner fünften Version unter anderem für den Wingfoil-Einstieg empfohlen. Verfügbar ist das Board in acht Größen von 44 bis 115 Liter Volumen. Wir konnten den Drifter 5 mit 100 Litern ausgiebig testen. Alternativ ist das Modell auch noch in einer anderen Bauweise verfügbar - das Drifter Pro Carbon ist bezüglich des Shapes identisch, die Bauweise aber rund 600 bis 800 Gramm leichter als der Drifter 5 Carbon.

An Land

Auch wenn der Drifter 5 Carbon kompakter ausfällt als übliche Midlengthkonzepte, so ist das Board mit einer Länge von 6’1 (185 cm) doch immer noch recht lang. An Deck stehen multiple Schlaufenpositionen zur Verfügung, Das großflächige und fein strukturierte Pad ist griffig. Das Unterwasserschiff ist von einer harten Abrisskante im Heckbereich geprägt, um beim Anfahren einen sauberen Wasserabriss zu erreichen. Lang fällt die eingebaute Foilbox aus, hier hat man viel Spielraum für die Anpassung der Foilposition. Der Tragegriff hingegen erscheint recht klein. Mit gemessenen 7,0 Kilo fällt das Gewicht des KT Drifter Carbon passabel aus - wer es leichter mag, hat ja mit dem Drifter Pro Carbon noch ein Upgrade in der Hinterhand.

Auf dem Wasser

Der Drifter liegt stabil und bestens ausbalanciert im Wasser - das recht breite Heck in Verbindung mit einer Länge von 6’1’’ verleihen dem Brett um alle Achsen genug Stabilität, damit auch weniger geübte Wingfoilerinnen und Wingfoiler easy aufstehen und anfahren können. Die Beschleunigung auf Abhebegeschwindigkeit erfolgt tadellos und mit geringem Fahrwiderstand. Zwar bietet ein schlankeres Midlengthboard wie z.B. das Super K2 noch etwas mehr Performance beim Abheben, aber das ist “Jammern auf sehr hohem Niveau”. Auch in der Luft liegt das Drifter 5 Carbon beeindruckend ruhig, das breite Deck bietet einen großen Hebel und damit viel Kontrolle übers Foil - was sich in ruhiger Fluglage und kontrollierten Manövern niederschlägt. Setzt man doch mal ab, leisten die deutlich sichtbaren Bevels (=angeschrägte Kanten im Unterwasserschiff) ganze Arbeit und senden das Board sanft wieder in die Luft. Apropos “Luft”: Das Drifter Carbon ist auch zum Springen geeignet, wirkt dabei aber etwas größer und weniger agil. Im direkten Vergleich gibt es in dieser Größe Boards, die leichter am Fuß hängen.

Hinweis: Das Design des Boards wurde nochmal verändert - unser Testmodell besitzt den Serienshape, aber einen abweichenden LookFoto: Marius GuggHinweis: Das Design des Boards wurde nochmal verändert - unser Testmodell besitzt den Serienshape, aber einen abweichenden Look

KT Drifter 5 Carbon - das Fazit

Das KT Drifter Carbon ist ideal als erstes Wingfoilboard nach dem Einstieg in die Sportart, da es früh abhebt, einfach zu fahren ist und viel Kontrolle übers Foil bietet. Aber auch geübte Freerider wird es nicht langweilen, in Kombination mit einem flotten Mid-Aspect-Foil lassen sich schnelle Runs und flüssige Manöver ohne Einschränkungen vollziehen. Wer den Einstieg in Freestyle oder Welle plant, sollte die leichtere Pro Carbon Variante in Erwägung ziehen, diese dürfte etwas agiler und spielerischer sein.

KT Drifter 5 Carbon - technische Daten

  • Testmodell: KT Drifter 5 Carbon 100
  • Länge: 6’1’’ (185 cm)
  • Breite: 26,8’’ (68,2 cm)
  • Gewicht (eigene Messung, ohne Schlaufen): 7,00 Kilo
  • Volumen: 100 Liter
  • Verfügbare Größen: 5’1’’x44 // 5’3’’x52 // 5’5’’x60 // 5’6’’x70 // 5’9’’x80 // 5’11’’ x 90 // 6’1’’x100 // 6’3’’x115 Liter
  • Lieferumfang: Board, Schlaufen
  • Preis: 1865 Euro
  • Info: Zur Website
  • Besonderheiten: Auch als Pro Carbon Bauweise für 2230 Euro erhältlich

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

Meistgelesen in der Rubrik Wingsurfen