Norden Surfboards hat sein Modell Futurama Fusion mit der Version V2 deutlich überarbeitet. Das Midlength-Board (HIER gibt’s die Hintergründe zu dieser Brettklasse) ist in drei Größen mit 5’8/6’0 und 6’6 (85/95 und 110 Liter) zu einem vergleichsweise günstigen Preis von 1299 Euro erhältlich. Trotzdem will der Hersteller nicht an der Bauweise gespart haben und bietet das Brett mit einer Hybrid-Carbon-Sandwich-Konstruktion an. Dabei besteht die Oberseite aus biaxialem Carbongewebe, mehreren Lagen Fiberglas sowie einem Bambus-Sandwich im Standbereich.
Das Norden Futurama Fusion V2 besitzt ein Diamond Tail, die Standposition ist sehr zentral und leicht im Deck abgesenkt. An Deck stehen diverse Schlaufenplugs zur Verfügung, Schlaufen selbst gehören aber nicht zum Lieferumfang dazu. Das Deckpad ist griffig, hätte aber nach hinten etwas verlängert werden können, damit man auch im Moment des Aufstehens nicht aufs glatte Deck geraten kann. Im Unterwasserschiff wurden ein komfortabler Tragegriff und eine sehr lange Foilbox verbaut, in der sich passende Positionen für alle gängigen Foiltypen finden lassen. Das Unterwasserschiff selbst ist dreigeteilt: Die angeschrägten Kanten dürften verhindern, dass sich das Board beim Touchdown am Wasser ansaugt. Ein weiterer Step im Unterwasserschiff soll nach Aussage des Herstellers bewirken, dass sich das Brett beim Anfahren noch besser vom Wasser löst. Das Gewicht der getesteten 95-Liter-Variante ist mit gemessenen 6,15 Kilogramm ebenfalls sehr ansprechend.
Um die Querachse stabilisiert der voluminöse Bug das Brett tadellos. Um die Längsachse wirkt das Futurama einen Tick kippliger als vergleichbare Boards dieser Kategorie. Dennoch ändert dies nichts daran, dass das Anfahren und Abheben mit diesem Board überaus einfach gelingt, da das Futurama Fusion V2 keinen spürbaren Fahrwiderstand entwickelt. So lassen sich der Zug des Wings und das Pumpen 1:1 in Vortrieb und dementsprechend in ein frühes Abheben ummünzen. Aufgrund der sehr zentralen Standposition und des leichten Eigengewichts fühlt sich das Brett in der Luft kompakt und leicht an, wodurch es fast eine Nummer kleiner wirkt, als es nominell ist. Das spürt man in Basic-Manövern wie Wenden und Halsen ebenso wie beim Reiten von Dünungswellen, wo man - vorausgesetzt, man verwendet ein entsprechendes Foil - dann flüssige Rail-to-Rail-Wechsel vollziehen kann. Voraussetzung, die Agilität des Boards auch auszureizen, ist, dass man dem absoluten Anfängerstadium bereits entkommen ist und die Basismanöver wie Wenden und Halsen schon halbwegs sitzen.
Auch das Touchdown-Verhalten lässt keine Wünsche offen. Wenn man versehentlich eine Kabbelwelle trifft, reagiert das Brett nicht mit Fahrwiderstand, sondern man wird sanft wieder nach oben gesendet. Wie andere Midlength-Konzepte auch, ist das Norden Futurama Fusion V2 aufgrund seiner Maße nicht prädestiniert, um an Freestyle-Rotationen zu feilen, trotzdem sind normale Sprünge damit locker drin.
Das Norden Futurama Fusion V2 punktet als gelungenes Midlength-Konzept. Die Leichtwind-Performance überzeugt, vor allem, wenn man das Brett mit einem auftriebsstarken Flügel sowie einem kraftvollen Wing kombiniert. Aber auch zum sportlichen Freeriden, für smoothe Manöver und vor allem Ausflüge in die Dünungswelle eignet sich das Konzept tadellos.
Take-off; Touchdown-Verhalten; Preis-Leistung
Pad recht kurz
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Redakteur surf