Wings 2026Günstig, aber auch gut? Der Gunsails Fluo Wing im Test

Manuel Vogel

 · 25.09.2026

Den neuen Gunsails Fluo Wing gibt es in fünf Größen von 2,0 bis 6,0 qm
Foto: Marius Gugg

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​Gunsails hat mit dem Hy-Wing Fluo einen neuen Freeridewing im Portfolio. Was der preiswerte Wing auf dem Wasser kann, verrät dir unser Test.

Gleich drei neue Modelle hat Hersteller Gunsails nun im Angebot. Neben dem Omega und Omega Pro soll der Fluo als preiswerte Alternative punkten.

An Land

Der neue Fluo Wing von Gunsails ist in fünf Größen von 2,0 bis 6,0 m² verfügbar. Der Wing ist für Aufsteiger, Freerider und entspannte Manöver konzipiert. Belüftet wird das Modell über zwei isolierte SUP-Ventile. Zum Lieferumfang gehören feste Griffe, alternativ ist der Wing auch mit einem durchgehenden Boom verfügbar. Unabhängig davon, für welches System man sich entscheidet, lässt sich dieses ohne Werkzeug montieren und bietet nach dem Belüften eine erfreulich steife Verbindung zum Wing. Aufgrund des angenehmen Durchmessers von Boom und Griffen greift man zudem sehr entspannt zu. Die Profilstraffung fällt im Bereich der Anströmkante recht hoch aus, in Richtung der Hinterkante ist das Material dann zunehmend locker geschnitten. Der Fluo Wing wurde mit Fenstern ausgestattet, der Sichtkorridor nach Lee fällt hier allerdings ziemlich klein aus. Gut dimensioniert und steif ist die Fronthandle, auch die Nähte an der Fronttube sind durch zusätzliche Aufnäher gegen Abrieb geschützt.

Auf dem Wasser

Verglichen mit dem Schwestermodell Omega Pro wirkt der Fluo etwas weicher abgestimmt, ohne dabei schwammig zu wirken. Auch in den Händen von schweren Fahrern bleibt das Profil straff genug. Vor allem bei Leichtwind arbeitet der Fluo äußerst effizient, was sich in einer sehr guten Leichtwind-Performance und frühem Abheben niederschlägt. Nach dem Takeoff liegt der Wing stabil in der Hand - es fällt leicht, den passenden Anstellwinkel zum Wind zu finden und entspannt seine Bahnen zu ziehen. Bei starken Böen wirkt das Profil etwas weicher und nicht ganz so straff abgestimmt, die Kontrolle fällt unterm Strich ordentlich aus, liegt aber nicht ganz auf dem Niveau des Schwestermodells Omega Pro. In Manövern bieten die Griffe, die weit von der Mittelstrut entfernt sitzen, genügend Raum, um die Hände zu wechseln. Die Griffe selbst sitzen dabei stramm an der Strut und übertragen Steuerimpulse 1:1 an den Wing. Weil die schmalen Fenster nur einen kleinen Sichtkorridor freigeben. empfehlen wir, den Wing vor Manövern kurz zu öffnen, um den freien Raum nach Lee zu überprüfen. Nimmt man das reine Gewicht an der Waage (3,30 Kilo) als Maßstab, gehört der Fluo Wing nicht zu den Leichtgewichten auf dem Markt. Das “gefühlte” Gewicht fällt allerdings geringer aus und auch wenn es auf dem Markt sicher agilere, spielerischere Wing gibt, so überzeugt der Fluo doch als guter Manöver-Wing, der auch erste Jumps und Basic-Freestyle mitmacht. Einen gute Verbindung bietet die Fronthandle, trotzdem beginnt der Wing beim Downwinden, wenn man ihn neutral driften lassen möchte, leicht zu pendeln.

surf/img-1882_dff5a850587d5056ae41dfff8f3c12baFoto: Marius Gugg

Gunsails Hy-Wing Fluo - das Fazit

Mit dem Hy-Wing Fluo hat Gunsails einen leistungsstarken Wing für frühes Abheben, entspannte Manöver und sogar erste Jumps im Programm. Wer voll auf Downwind oder Freestyle setzt, findet auf dem Markt sicherlich leichtere und neutralere Modelle. Wer in erster Linie bei Leicht- bis Mittelwind foilten möchte, entspannte Freeride-Runs macht und flüssige Manöver wie Wenden, Halsen und Foil-360s liebt, bekommt hier aber ein sehr attraktives Gesamtpaket zu einem günstigen Preis.

Leichtwindpower, Preis-Leistung

Position der Fenster, Neutralität beim Driften

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Gunsails Hy-Wing Fluo - technische Daten

  • Testmodell: Gunsails Hy-Wing Fluo 5,0 (2027)
  • Spannweite: 327 cm
  • Tiefe: 220 cm
  • Gewicht (eigene Messung, ohne Leash): 3,30 kg
  • Gewicht: 660 g/m2
  • Verfügbare Größen: 2,0/3,0/4,0/5,0/6,0 qm
  • Lieferumfang: Wing, Tasche, Leash
  • Preis (Testmodell): 569 Euro
  • Kontakt: Zur Website
  • Besonderheiten: Auch mit Boom fahrbar

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Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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