Redaktion

Test: Slingshot Infinity 84

  • Manuel Vogel
02.08.2019

Wäre der stolze Luxusliner Titanic seinerzeit so „unsinkbar“ gewesen wie das Sling­shot-Foil Infinity 84, läge er jetzt nicht auf dem Grund des Nordatlantiks.

Mit 84 Zentimetern Spannweite und extrem dicken Profil erfüllt es seinen Zweck, schwere Surfer bereits bei wenig Wind „unsinkbar“ übers Wasser schweben zu lassen, durchaus eindrucksvoll. Bei neun bis zwölf Knoten reichte unserem 90-Kilo-Tester ein Freeridesegel mit knapp über sechs Quadratmetern für ausgiebige Rundflüge. Beim Anfahren merkt man bereits den im Vergleich zu dünneren Profilen höheren Fahrwiderstand, mit einigen Pumpzügen geht es dafür bei gefühlter Schrittgeschwindigkeit nach oben. Das Fluggefühl spricht vor allem Foil-Einsteiger oder gemütliche Cruiser an – es geht gemächlich dahin, mit eher aufrechter Körperhaltung, aber eben auch sehr unkompliziert. Sowohl um die Längs- als auch im die Querachse bleibt das Slingshot-Foil bei Leichtwind angenehm stabil.

In der Halse reagiert das Foil überraschend leichtfüßig, bleibt aber stets einfach zu stabilisieren und eröffnet mit seinem unendlichen Lift die Möglichkeit, Halsen auch mit wenig Speed mal komplett durchzufoilen. Sobald der Wind zulegt, kommt das Konzept dann natürlich schneller an seine Grenzen als Flügel mit weniger Fläche und Profil. Auch mit dem üblichen Tuningprogramm – Foil nach hinten, Mastfuß nach vorne – ist der Auftrieb dann kaum mehr zu bändigen.

Das Profil des Infinty 84 ist sehr dick – das produziert monströsen Auftrieb, limitiert aber auch den Topspeed

surf-Fazit: Das Slingshot Infinity 84 ist ein Lift-Monster, welches vor allem Surfern über 90 Kilo an typischen Leichtwindspots oder im Binnenland Flügel verleiht. Dazu bedarf es nicht mal eines Riesensegels oder besonders viel Foil-Erfahrung. „Leichteren“ Surfern unter 90 Kilo und alle, die auch beim Foilen ansatzweise Speedgefühl haben wollen, sei trotzdem der Infinity 76 ans Herz gelegt, dieser kommt ebenfalls früh und einfach ins Fliegen, erreicht dabei aber einen spürbar häheren Top-Speed.

Infos unter www.slingshotsports.de

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