Das neue Glide Swift Foil von Hersteller NeilPryde wurde von Nils Rodenblad entwickelt, der als Ingenieur im America’s Cup tätig ist und früher die Windsurfsegel der Marke entwickelt hat. Das Foilkonzept soll eine sehr große Zielgruppe von Anfängern bis hin zu Foil-Experten abdecken, indem es frühen Lift, einen guten Glide und ein hohes Speedpotential unter einen Hut bekommt.
Erreicht werden soll dieses ambitionierte Ziel durch eine spezielle Flügelform, die der einer Schwalbe (engl. “swift”) nachempfunden ist: Der Mittelbereich ist für maximalen Auftrieb ziemlich breit und stark profiliert gestaltet, die den Flügelspitzen hin wird der Flügel dann auffällig schlank und dünn. “Damit wird”, so Philip Mackenbrock von NeilPryde, “ein Großteil des Auftriebs im Mittelbereich erzeugt. Die schlanken Flügelspitzen minimieren wiederum den Fahrwiderstand, was für hohen Topspeed und gutes Drehen sorgt.”
Abhängig davon, welche Frontwing-Größe man wählt, ändert sich auch die Aspect-Ratio (Verhältnis von Spannweite zu Fläche). So ist der kleinste Frontwing mit 600 cm2 Fläche deutlich gestreckter designt (Aspect Ratio 9,1) als der größte Flügel der Range, der 1450er mit einer Ratio von 7,3.
Alle Komponenten sollen so designt sein, dass sie jederzeit kombiniert und einzeln ausgetauscht werden können. Wer also bereits Komponenten der NeilPryde Glide Foils besitzt, kann diese weiter verwenden. Dies könnte für Wingfoiler und Windsurf-Foiler gleichermaßen interessant sein, denn das Glide-Konzept ist seit vielen Jahren auf dem Markt vertreten und dementsprechend weit verbreitet.
Angesichts der verfügbaren Frontwing-Größen von 600/800/1000/1200 und 1450 cm2 könnte man hinter dem neuen NeilPryde Glide Swift ein Foil nur für Experten vermuten. Philip Mackenbrock klärt auf: “Man kann den Frontwing sehr klein wählen, da die Flügel sehr viel Lift produzieren und auch einen geringen Stall Speed haben, also bei sinkender Geschwindigkeit in Manövern lange weiterfliegen. Wer z.B. von einen Glide 19 mit 1850 cm Fläche kommt, kann locker auf den Glide Swift 1450 wechseln. Damit wird man gleich früh abheben, aber einen höheren Topspeed fahren können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Strömung immer sehr stabil anliegt. Wenn man mal stark ankantet und eine Flügelspitze an die Wasseroberfläche kommt, wird das nicht sofort mit einem Strömungsabriss quittiert, da der Auftrieb vor allem im Centerbereich des Flügels generiert wird.”
Die neuen Glide Swift Flügel sind so konzipiert, dass man sie deutlich kleiner fahren kann
Im Set gibt’s die neuen Flügel aktuell nur in Kombination mit dem hochpreisigen Carbonmast für 2199 bis 2349 Euro. Ein preiswerteres Set mit Alumast soll folgen. Wer sein Foil günstiger upgraden möchte, kann - wie beschrieben - aber auch die neuen Glide Swift Font- und Backwings mit “alten” Komponenten seines Glide Foils kombinieren.

Redakteur surf